Rückblick, Reflexion und neue Impulse

Das Jahr geht dem Ende entgegen. Leider kehrt jedoch oft nicht die gewünschte Ruhe ein: Projekte müssen abgeschlossen und für das nächste Jahr geplant werden. Auch privat gibt es Weihnachtsstress: Verabredungen mit Menschen die man das Jahr über nicht gesehen hat und die alljährliche Jagd auf die Präsente. Dabei sollte es doch eigentlich eine besinnliche Zeit des Zurückblickens, Reflektierens und des Vorausschauens auf das kommende Jahr sein.

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Ohne Reflexion keine Veränderungen im Innen und Außen
Da kein Jahr wie das andere ist, lohnt es sich genauer hin zu schauen. Welche tollen Erlebnissen haben Sie gemacht? Welche Erfolge und neuen Erkenntnissen nehmen Sie mit? Haben Sie sich die selbst gesteckten Ziele privat, wie beruflich erreicht bzw. sind Sie gut vorangekommen? Mit welchen Themen kommen Sie wiederkehrend in Berührung? Was hat sich in diesem Jahr für Sie geändert? Müssen Sie noch an ihrem Zeitmanagement oder der Selbststeuerung arbeiten? Wie steht es um Ihr Wohlbefinden und die eigene Leistungsfähigkeit? Was kostet Sie Zeit bzw. was raubt Ihnen Energie? Welche Fehler haben Sie gemacht und welche Schlüsse ziehe Sie daraus, denn Fehler sind großartige Lehrmeister.

Erlebtes wertschätzen
Wichtig ist es nicht nur, die Dinge zusammenzutragen, aufzuschreiben und zu reflektieren, sondern auch sich selbst und sein Tun zu wertschätzen. Meist erhoffen wir uns Lob von anderen (Chefs, Kollegen, Kunden/Klienten) und sind enttäuscht, wenn wir diese dann nicht erhalten. Doch wie sieht es mit der eigenen Wertschätzung aus? Anerkennung für all das zu zeigen, was in diesem Jahr geklappt hat bzw. gut gelaufen ist, was Neues hinzukam, wo Sie Ihre Stärken einbringen könnten, wo Sie sie selbst sein konnte (bei der Arbeit und im Privatleben). All dies zu betrachten und sich darüber zu freuen, ja sich sogar dafür zu loben ist unendlich bereichernd und kann Balsam für die Seele sein.

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Priming für Ihre Ziele in 2020 nutzen
Mit den gewonnen (Selbst-)Erkenntnissen aus Rückblick und Reflexion können Sie Ihr Denken aktiv beeinflussen, Ziele und Projekte anders bzw. erfolgreicher angehen. Zunächst sollten Sie Ihr Vorhaben klar und konkret formulieren, denn wenn es an die Umsetzung der Ziele für das neue Jahr geht, haben wir oft nur vage Ideen oder Konzepte, wie: „Ich möchte Entspannter an meine Aufgaben gehen, mir weniger Stress machen.“ Ich will gesünder Essen und sportlich Aktiver sein.“ Grundsätzlich tolle Ziele die, wenn sie nicht mit konkreten Handlungen und Inhalten gefüllt sind, leider nur das bleiben was sie sind: Ziele. Hilfreich ist daher das Selbst-Priming, bei dem Sie Ihr Verhalten durch eigenen Worte, die Umgebung, Rituale oder durch Bilder positiv beeinflussen. Wählen Sie Symbole für die von Ihnen gesteckten Ziele aus, die Ihnen diese wiederkehrend in Erinnerung rufen, denn Priming findet im Gehirn statt. Es geht um die sanfte Steuerung des Denkens und läuft in der Regel unterbewusst ab. Doch nur wenn Sie Ihr Gehirn, die dahinterliegenden Mechanismen und versteckten Prägungen kennen und verstehen, haben Sie die Chance, das Jahr 2020 bewusst zu steuern bzw. Neues zu wagen.

Das gleich gilt für den gesamten Körper. Nur, wenn Sie das biologische System Ihres Körpers und dessen Funktionen kennen, können Sie dessen Signale verstehen und Ihre Gesundheit bzw. Leistungsfähigkeit über die Biologie steuern. Wer bewusster leben möchte, sollte sich also Zeit für diese Themen nehmen!

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Neue Impulse finden
Organisationen, Büchern, Seminaren oder Vorträgen inspirierender Persönlichkeiten können wertvolle Impulse sowie das Wissen um die Hintergründe und konkrete Konzepte liefern….

Wenn Sie neue, kreative Impulse schätzen, die Bereitschaft haben, aus Ihrer Komfortzone  auszusteigen und „Out-of-the-Box“ zu denken, dann empfehlen wir Ihnen für den Einstieg die Thementage und Schnupperworkshops des Zentrums für Leistungsmanagement. Deren Konzept grundsätzlich auf den zwei Säulen Leistungsmanagement und Führung basiert.

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Das besondere an den Seminaren des ZfL ist, dass es sowohl um spezifische Führungsfragen und psychisch-pädagogische Ansätze, als auch um die biologische Stärkung der Leistungsfähigkeit des Einzelnen geht.

  1. A) Biologie der Begeisterung = der Mensch steht im Vordergrund (biologisches System, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Stresstoleranz)
  2. B) Neuroleadership = gehirngerechte Führung (Motivation, Veränderung, Kommunikation und Konflikte)

Ziel ist es Ihnen einen Einblick in das Wissen und die Systeme des Seminar-Zentrums zu geben. Wenn diese umgesetzt werden, erfolgt eine Steigerung der persönlichen Vitalität bzw. Agilität und Erweiterung von Weitsicht, vernetztem und visionärem Denken. Hinzu kommen konkrete Maßnahmen für ein besseres Selbst- und Zeitmanagement.

Wenn Sie das Angebot des Zentrums für Leistungsmanagement überzeugt und Sie die Ideen an Ihre Kollegen oder Ihre Organisation gewinnbringend teilhaben lassen möchten, bietet sich auch die Möglichkeit eines individuellen Impulsvortrags von einem der ausgewiesene Experten des ZfL direkt bei Ihnen vor Ort an.

Bei Interesse nehmen Sie gerne unverbindlich Kontakt mit uns auf!

Wir wünschen Ihnen viel Inspiration und einen guten Start in 2020!

Laufen Sie dem Stress weg – Bewegung

Stress ist etwas völlig Normales. Unter Stress gerät der Körper in Anspannung. Er macht sich bereit zu überleben – er will kämpfen oder weglaufen. Und das Überleben hat auch für unseren europäischen Körper des 21. Jahrhunderts immer noch höchste Priorität. Unsere Regelkreisläufe haben einfach noch nicht begriffen, dass von Besprechungen, Zielen, überbordendem Tagesgeschäft auf Termin, Mitarbeiterführung und Bildschirmarbeit keine Gefahr für das Überleben ausgeht. Seien Sie beruhigt: Sie können nichts für den Stress, er ist eine natürliche Reaktion und die Programme sind schon seit Längerem in unseren Genen abgelegt.

Das so genannte sympathische Nervensystem versucht uns zu beschützen, indem es beispielsweise adrenocorticotropes Hormon, kurz ACTH, ausschüttet. Dieser Botenstoff wird auch als Stresshormon bezeichnet. Die Konzentration im Blut steigt, wenn wir Stressreizen wie Verletzungen, Krankheiten, emotionaler oder körperlicher Belastung ausgesetzt sind. Leider sinkt mit der Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol auch die Fähigkeit, durchdachte Entscheidungen zu fällen und effizient geistige Arbeit zu tun. Wir reagieren mit Kaffee- und Zigarettenkonsum auf die Situation. Ein fataler Fehler. Denn damit verschaffen wir uns nur kurzfristig vermeintlich Luft und beschleunigen mittel- und langfristig die Abwärtsspiralein Richtung körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit.

Hilfe ist unterwegs

Aber – und das ist die gute Nachricht – man kann was dagegen tun. Nur leider bieten unsere Bürotätigkeiten, unser Sitzen auf Bürostühlen und in Besprechungen, dazu wenig Gelegenheit. Die richtige Antwort auf die Ausschüttung von Stresshormonen ist Bewegung. Durch Bewegung werden nicht nur Stresshormone abgebaut, sondern auch parasympathische Hormonkaskaden in der Nebennierenrinde in Bewegung gesetzt. Die Ausschüttung der Hormone Serotonin und Dopamin sorgt für Entspannung, Sicherheit und Ruhe, bisweilen sogar Glück ;-).

Und genau das sind auch die Hormone, die aktiv Depressionen vorbeugen. Für das Berufsleben bedeutet die erhöhte Ausschüttung von Serotonin und Dopamin höhere Motivation, mehr Kreativität und bessere Entscheidungsfähigkeit. Damit werden genau die Fähigkeiten unterstützt, die wir im täglichen Arbeitsleben benötigen. Bewegung führt also zu Fitness nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Vielleicht hatten die alten Römer ja Recht, die diese Aussage im Sprichwort menssana in corpore sano zusammenfassten („ein gesunder Geist sei in einem gesunden Körper“)

Leistungsfähiger durch Bewegung

Die Bedeutung von Sport zur Vermeidung von Depressionen und Abbau von Stress ist in der Fachliteratur gut beschrieben. Aber welcher Sport ist denn nun der richtige? Im Zentrum für Leistungsmanagement und Burnout-Prävention empfehlen wir Ausdauersport. Der Grund dafür:  Sport ist nicht primär gesund, sondern nur so gesund, wie man ihn betreibt. Der Ausdauersport bietet jedermann die Gelegenheit, schnell einzusteigen. Er lässt sich vom Wandern, Laufen, Nordic Walking über das Radfahren bis hin zu Schwimmen, Skilanglauf und Inline Skating variieren. Schon ein regelmäßiges Engagement von 30 Minuten baut Stress nachhaltig ab. Wichtig ist, dass man sich nicht übernimmt. Die Einhaltung des passenden Pulsintervalls von etwa 60-80% der maximalen Herzfrequenz spielt eine wichtige Rolle – wie auch die Überschreitung einer individuellen Reizschwelle.

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Auf gut Deutsch: Wenn Sie sich zu wenig bewegen, wird ihr Körper nicht leistungsfähiger werden. Sie müssen ihn ein wenig überfordern, damit er sich im Rahmen der Superkompensation auf ein höheres Leistungsniveau erholt. Das ist ein wichtiges Prinzip auch beim Training von Leistungssportlern. Ebenso wichtig wie das Training sind daher auch die Erholungsphasen. Niedrige Trainingsbelastung fordert geringe Erholungsphasen, höhere Trainingsbelastung (was Länge, Intensität und Pausen während des Trainings angeht) fordert längere Pausen. Beim Intervalltrainingmit abwechselnden Pausen und Belastungseinheite beispielsweise benötigen Sie zur Regeneration zwei bis drei Tage. Beide Trainingsformen Dauerbelastung  und Intervalltraining können als extensive (60 – 80% der Maximalen Herzfrequenz) und intensive (80 – 90%) Varianten betrieben werden. Die Intensiv-Varianten sind jeweils für Fortgeschrittene, die ihre Leistungsfähigkeit langfristig verbessern wollen.

Ausdauersport – für Kopf und Körper

Mit Ausdauersport zahlen sie aber noch auf ein zweites Ziel des ganzheitlichen Leistungsmanagements ein. Wenn Sie im extensiven Bereich trainieren, bringen Sie Ihren Fettstoffwechsel in Schwung. Wie bereits im Vorgängerbeitrag zur Ernährung beschrieben. Sorgen Sie damit dafür, dass der Körper keine „Zuckerschocks“ aushalten muss.

Ganz nebenbei beugen Sie durch regelmäßige Bewegung im richtigen Pulsintervall einigen Zivilisationskrankheiten vor: Der Blutdruck sinkt, das Infarktrisiko sinkt, weil ihr Herz ökonomischer arbeitet und das Risiko von Gerinselbildung sowie Aderverkalkung (Arteriosklerose) sinkt, der Anteil schlechten Blutfetts (LDL und Triglyceride) sinkt, die Gefäße werden elastischer.

Sagen Sie dem Stress ade durch regelmäßige Bewegung. Sie steigern Ihre berufliche Leistungsfähigkeit und werden resistenter gegen Stressattacken. Nutzen Sie Gelegenheiten zur Bewegung auch im Büro: Benutzen Sie Treppen statt Aufzüge und machen Sie regelmäßige Bewegungspausen.

Willkommen

Burnout Prävention — das Thema ist in aller Munde. Dies spricht aus meiner Sicht für 2 Dinge
1) Die wirtschaftliche Relevanz ist bereits sehr hoch und steigt

2) Die bisherigen Antworten lassen Fragen offen

Es gibt inzwischen sehr viele Ansätze, beinahe jedes Trainingsinstitut hat eigene Ideen. Manche Ideen sind innovativ, einige wissenschaftlich fundiert, ein paar praxisnah und wenige mehrdimensional. Dieser Blog versteht sich als Bündelung der innovativen Ideen zum Thema Leistungsmanagement. Was ist neu, gut und wissenswert auf dem unübersichtlichen Markt der Burnout Prävention.

Es wird einen Mix aus eigenen Erfahrungen geben, aber auch Reflexionen zu Fachartikeln, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Beiträgen anderer, die sich mit dem Thema Burnout beschäftigen.

Und den einen oder anderen Tipp, wie Sie Burnout vorbeugen können, werden Sie hier auch finden. Den das ist ja unser Ziel, nicht wahr? 😉