Inseln im Büroalltag

Stress im Büro, das Hetzen von Meeting zu Meeting und zwischendurch auch noch zeitraubende Telefonate. Wer hat da nicht schon einmal davon geträumt, den ganzen Alltagsstress hinter sich zu lassen, um sich auf eine einsame Insel zu begeben. Dort hat man schließlich die Zeit, sich endlich mal wieder auf sich zu konzentrieren. Was viele nicht wissen – diese Rückzugsorte können Sie sich auch im Büro schaffen. Und zwar in Form von sogenannten „Konzentrationsinseln“. Diese geben Ihnen nicht nur die Chance, Ihre Nerven zu schonen, sondern ermöglichen es auch, sich gezielt mit einem Thema zu befassen. Daraus ergeben sich gleich zwei Vorteile: Sie kommen wieder in ruhigeres Fahrwasser und werden gleichzeitig um ein vielfaches produktiver.

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Eine im Jahr 2006 durchgeführte Studie hat belegt, dass ein Büroangestellter etwa elf Minuten konzentriert an einer Aufgabe arbeiten kann, bevor er unterbrochen wird. Im Durchschnitt benötig er im Anschluss beinahe 25 Minuten, um wieder seine ursprüngliche Tätigkeit aufzunehmen. Das Problem besteht dabei aber nicht nur in der reinen Unterbrechung. Beim Wechsel von einer Aufgabe in die andere steigt der Glukoseverbrauch unseres Gehirns an. Geschieht dies mehrmals am Tag, fällt uns das Denken und konzentrierte Arbeiten immer schwerer. Des Weitern verlernen wir durch jede Unterbrechung uns zu konzentrieren, denn unser Gehirn ist über jede Abwechslung dankbar. Dies liegt an der biologisch verankerten Suche nach Dopamin, unserem Glückshormon. So scannen wir ständig unsere nähere Umgebung – und das unbewusst. Entdecken wir etwas spannendes, werden wir sofort mit Dopamin versorgt und lenken uns dankend ab. Prokrastination ist also ein natürliches Verhalten. Daher ist es von immenser Bedeutung, sich Konzentrationsinseln zu schaffen.

Wie das gelingen kann? Fangen Sie bei sich selbst an. Versuchen Sie sich einmal 10 bis 15 Minuten ausschließlich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und lassen Sie während dieses Zeitraums absolut keine Störung zu – egal wie wichtig diese auch sein mag! Haben Sie dies über ein paar Wochen hinweg erreicht, können Sie die Dauer steigern. Jetzt werden Sie sicher denken: Wie soll ich meinen Vorgesetzten erklären, dass ich pro Tag eine halbe Stunde nicht zu erreichen bin? Unsere Antwort darauf: Lassen Sie die Ergebnisse sprechen. Wenn Ihre Führungskräfte bemerken, wie positiv und konzentriert Sie nun an Ihre Arbeit herangehen wird sich dieses Vorgehen vielleicht sogar im gesamten Unternehmen etablieren. Folgend geben wir Ihnen einige einfach umsetzbare Tipps, wie Sie Ihre ganz persönliche Konzentrationsinsel schaffen können:

  • An erster Stellen steht hier, wie nicht anders zu erwarten, schalten Sie Ihr Smartphone aus!
  • Leiten Sie Ihr Festnetztelefon auf einen Kollegen um (am Besten wechseln Sie sich ab)
  • Suchen Sie sich einen stillen Arbeitsplatz
  • Stimmen Sie sich mit Ihren Kollegen ab, zu welchen Zeiten Sie sich auf Ihre Konzentrationsinsel begeben und blocken Sie diese in Ihrem Kalender
  • Falls es Ihnen ihre Aufgabe ermöglicht kappen Sie alle Verbindungen ins Internet

Jetzt haben Sie die Chance, sich voll und ganz auf sich und Ihre bevorstehende Aufgabe zu konzentrieren. Die Gute Nachricht ist, egal in welchem Alter Sie sich gerade befinden, jeder von uns kann es schaffen, seine Konzentrationsfähigkeit mit diesem einfachen und zeitlich begrenzten Trick um ein Vielfaches zu steigern. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Zweifache Nominierung für die „Gesundheitspioniere“

Nicht nur ich, sondern das gesamte Team des Ersten Deutschen Zentrum für Leistungsmanagement fiebert dem 02. Dezember 2015 entgegen. Dann werden im Berliner „Tipi am Kanzleramt“ die diesjährigen „Human Resources Excellence Awards“ HR-Excellence.jpgverliehen. Zusammen mit unserem Kunden, der Wittenstein AG, sind wir mit unserem Konzept „Gesundheitspioniere“ in gleich zwei Kategorien für den vom renommierten Fachmagazin „Human Resources Manager“ ausgelobten Preis nominiert!

Im Mai 2015 starteten wir unser Projekt mit dem Ziel, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität der Wittenstein-Mitarbeiter zu erhalten und sogar noch zu steigen. Und das sowohl beruflich als auch privat. Die täglichen Prozesse einer intensiver und schnelllebiger werdenden Arbeitswelt stellen sowohl für unser Gehirn, wie auch unseren Körper eine immer größere Herausforderung dar. Durch die in regelmäßigen Abständen durchgeführten Trainings haben es die Mitarbeiter der Wittenstein AG in nur wenigen Monaten geschafft, nicht nur persönliche Ziele wie beispielsweise eine Gewichtsreduktion zu erreichen, sondern auch aktiv modernen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Mellitus oder Herz- Kreislauferkrankungen entgegenzuwirken.

Die Nominierung in den Kategorien „HR Innovation des Jahres“ und „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ ist für uns nicht nur eine großartige Anerkennung sondern motiviert die Teilnehmer und uns, diesen Weg weiterzugehen. Jetzt heißt es Daumen drücken! Weiter Informationen über die „HR Excellence Awards“ finden Sie hier.