Warum langsames Laufen Sinn macht

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – der Frühling ist da! Für die meisten von uns beginnt damit auch wieder die Zeit, die geplanten „guten Vorsätze“ endlich in die Tat umzusetzen. Etwas fitter werden, ein bisschen abspecken und etwas mehr für die eigene Gesundheit tun steht dabei oft im Vordergrund. Oft steht uns aber der innere Schweinehund im Weg, obwohl genau jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre, um die Chips-Tüte beiseite zulegen, sich von der Couch abzuwenden und in das Sportoutfit zu werfen.

Anfangen, aber wie? War das gerade Ihr Gedanke? Dann kann ich Ihnen an dieser Stelle gerne weiterhelfen. Wichtig ist vor allem, sich nicht abschrecken zu lassen. Um die gerade genannten Ziele zu erreichen, bedarf es in den meisten Fällen nur einen minimalen Aufwand. Leider aber ist dies nur den wenigsten bewusst.

Eine der beliebtesten Ausdauersportarten ist das Joggen – und dies nicht ohne Grund. Es stärkt unser Herz-Kreislauf-System, lässt uns besser fühlen, steigert unsere Fitness und kann auch dazu beitragen, an Gewicht zu verlieren. Wussten Sie, dass es möglicherweise schon ausreichen kann, schnell spazieren zu gehen?

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Damit wir Sport betreiben können, benötigt unser Köper die erforderliche Energie. Er bevorzugt Zucker (Kohlenhydrate), weil dieser am schnellsten Energie bereitstellt. Erst wenn kein Zucker mehr vorhanden ist, greift er auf die Fettreserven zurück. Der Körper hat hierbei zwei Möglichkeiten die erforderliche Energie zu erzeugen. Entweder verbrennt die Zelle Zucker ohne Sauerstoff (anaerob) oder mittels Sauerstoff (aerob). Wenn wir also in kürzester Zeit mehr Energie benötigen wie z.B. beim Sprint, geschieht dies ohne den Verbrauch von Sauerstoff. Dies sorgt zwar dafür, dass uns sofort Energie zur Verfügung steht, man diese aber nicht lange aufrechterhalten kann. Das bemerken Sie recht deutlich, wenn Ihre Muskeln bereits nach kurzer Zeit anfangen zu brennen. Das Brennen entsteht, wenn uns der erforderliche Sauerstoff fehlt, den der Körper in diesem Moment eigentlich benötigen würde. Je nach Tempo entscheidet sich die Zelle also für einen bevorzugten Weg, um Energie zu produzieren.

Findet die Zuckerverbrennung über Sauerstoff statt, geschieht dies vor allem in den Mitochondrien, den „Fabriken der Zellen“ statt. Im Falle eines Sprints, also Energieproduktion ohne Sauerstoff, werden die Fabriken weniger benötigt. Das bedeutet, die Zelle baut Mitochondrien ab und hat weniger Ausdauer. Der Muskel wird auf schnelle Energiegewinnung trainiert. So bekommen wir zwar dickere Muskeln, aber weniger Fabriken. Daher sollten Sie bestenfalls so langsam laufen, dass die hauptsächliche Energiegewinnung in den Fabriken stattfindet, aber so schnell, dass der Muskel sich denkt: „Hoppla, ein paar zusätzliche Fabriken schaden nicht.“ Bei ca. 65-75 der max. Herzfrequenz erhalten wir die besten Trainingsergebnisse und können schwerwiegenden Zivilisationserkrankungen vorbeugen.

Ich habe schon oft von Menschen gehört, sie rennen wie bekloppt, verlieren aber einfach nicht an Gewicht. Deshalb hier mein Rat: Trainieren Sie immer mit einer Pulsuhr und messen Sie ihren optimalen Pulsbereich. Es kann durchaus sein, dass sie mit Walken beginnen müssen. Eine Anpassung der Fabriken findet nur dann statt, wenn Sie sich langsam und mit Sauerstoffüberschuss steigern.

 

Sensationelle Ergebnisse bei den Gesundheitspionieren

Wittenstein Pioniere

Zu Jahresbeginn startete die zweite Gruppe unseres innovativen Projektes „Gesundheitspioniere“ bei der Wittenstein AG. Über 40 Teilnehmer haben sich aufgemacht, Ihren Lebensstil in den vier Bereichen Schlaf, Ernährung, Bewegung und Entspannung umzustellen. Bereits nach nur wenigen Wochen können wir auf teilweise bahnbrechende Erfolge für einzelne Teilnehmer blicken.

Heute möchte ich Ihnen gerne drei der „Gesundheitspioniere“ vorstellen, deren tolle Ergebnisse schon jetzt eine absolute Lebensveränderung bedeuten.

So wurde bei einer Teilnehmerin bereits vor Jahren eine Unterfunktion der Schilddrüse diagnostiziert. Nachdem ihre Werte immer schlechter wurden, begann sie vor einigen Monaten damit, vollständig auf Gluten zu verzichten und sich in Grundzügen an unsere Ernährungsphilosophie zu halten. Vor wenigen Tagen hat sie nun ihre Schilddrüsenwerte erneut testen lassen. Ihr Arzt zeigte sich von den stark verbesserten Werten erstaunt und konnte die Medikation deutlich verringern.

Die genauen Wirkmechanismen des Glutens sind heute noch nicht endgültig geklärt. Was man aber weiß ist, dass in Getreide einige direkte und indirekte Entzündungsstoffe wie beispielsweise Gliadorphine, Weizenkeimlektine, Phytinsäure oder Amylase-Trypsin-Inhibitoren vorhanden sind. Diese können bei Menschen auf unterschiedlichen Wegen zu Entzündungen führen und die Wahrscheinlichkeit für eine Immunaktivierung erhöhen, was wiederum eine Beeinträchtigung der Schilddrüse zur Folge haben kann.

Ein weiterer Teilnehmer konnte nach mehr als 20 Jahren seine Blutdrucktabletten komplett absetzen – und das nach nur zwei Wochen der Umstellung! Auch wir waren überrascht, dass der Erfolg so schnell eintritt. Aber umso schöner ist das Ergebnis. Bereits in der ersten Runde der „Gesundheitspioniere“ konnten einige der Teilnehmer ihre Blutdrucktabletten absetzen oder reduzieren.

Einer der wichtigsten messbaren Faktoren bei den „Gesundheitspionieren“ sind die Blutwerte. Bei der Eingangsmessung wurde bei einer Teilnehmerin ein deutlich erhöhter Blutzuckerwert im nüchternen Zustand sowie ein erhöhter Wert der Triglyceride (Blutfettwerte, die im Körper Entzündungen auslösen können) festgestellt, was neben der Gefahr an Diabetes zu erkranken auch das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz erhöht. Auch hier konnten die Werte innerhalb kürzester Zeit unter den Normalwert gesenkt werden.

Anhand dieser drei Beispiele wird deutlich, dass die Teilnehmer sowohl gesundheitlich als auch mental stark davon profitieren. Die Senkung der Risikofaktoren ist ein großes Ziel der „Gesundheitspioniere“.

 

Zweifache Nominierung für die „Gesundheitspioniere“

Nicht nur ich, sondern das gesamte Team des Ersten Deutschen Zentrum für Leistungsmanagement fiebert dem 02. Dezember 2015 entgegen. Dann werden im Berliner „Tipi am Kanzleramt“ die diesjährigen „Human Resources Excellence Awards“ HR-Excellence.jpgverliehen. Zusammen mit unserem Kunden, der Wittenstein AG, sind wir mit unserem Konzept „Gesundheitspioniere“ in gleich zwei Kategorien für den vom renommierten Fachmagazin „Human Resources Manager“ ausgelobten Preis nominiert!

Im Mai 2015 starteten wir unser Projekt mit dem Ziel, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität der Wittenstein-Mitarbeiter zu erhalten und sogar noch zu steigen. Und das sowohl beruflich als auch privat. Die täglichen Prozesse einer intensiver und schnelllebiger werdenden Arbeitswelt stellen sowohl für unser Gehirn, wie auch unseren Körper eine immer größere Herausforderung dar. Durch die in regelmäßigen Abständen durchgeführten Trainings haben es die Mitarbeiter der Wittenstein AG in nur wenigen Monaten geschafft, nicht nur persönliche Ziele wie beispielsweise eine Gewichtsreduktion zu erreichen, sondern auch aktiv modernen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Mellitus oder Herz- Kreislauferkrankungen entgegenzuwirken.

Die Nominierung in den Kategorien „HR Innovation des Jahres“ und „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ ist für uns nicht nur eine großartige Anerkennung sondern motiviert die Teilnehmer und uns, diesen Weg weiterzugehen. Jetzt heißt es Daumen drücken! Weiter Informationen über die „HR Excellence Awards“ finden Sie hier.

Projekt Metabolic Lifestyle – Tag 8

Die Zielgerade in Sicht

Der eine  oder die andere wird das Gefühl kennen, wenn es nach einem langen Lauf auf die Zielgerade geht und die Dusche wartet oder ein kühles Getränk oder das wohlige Gefühl, ganz entspannt zu sein, vielleicht ein bisschen euphorisch über das Geleistete.

So ähnlich wird es den Probanden heute gehen, wenn sie aus der „Steinzeit“ zurückkehren. Vielleicht wird mancher auch ungläubig angesichts der vielen Menschen, Zivilisationsgeräusche und Autos die Stirn runzeln …

Pech am Sonntag

Für zwei Teilnehmer war das Projekt bereits gestern zu Ende. David verletzte sich im Laufe des Tages und eine ungesunde Färbung an der Verletzung ließ eine Blutvergiftung vermuten, so dass Sebastian Spörer und er sofort nach Hindelang zum Arzt abstiegen, wo sie auch übernachteten. Heute stoßen sie wieder zur Gruppe.

Die anderen stiegen heute Morgen nach einer letzten Übernachtung in den Bergen von der Zipfelsalpe in etwa 1,5 Stunden ab nach Hinterstein. Dort ging´s mit bereitgestellten Autos  zurück in das Füssen des 21. Jahrhunderts, an den Ort, an dem alles vor einer Woche begann: das Klinikum.

Lechfall Füssen
Ein letztes Grillen am Lech

Nach der dortigen Blutabnahme gibt es ein letztes Mal deftige Proteine vom Grill. Vielleicht reicht die Zeit bis 15:30 Uhr dann auch noch für frische Kleidung und eine Dusche, bevor die Gruppe – leicht gezeichnet von den Anstrengungen der Woche – beim Bürgermeister in Füssen erscheint. Er bekommt einige Infos über das Projekt und ehrt die Teilnehmer für ihren Einsatz am Freitag bei der Steineräumung.

Bilder wird es heute Mittag geben. Ebenso wie einen Ausblick, wie es mit der Studie weitergeht.

Metabolic Lifestyle – Tag 7

Zu sich selber finden

Nach dem großen Steinesammeln am Freitag gab es am Samstag einen „Persönlichkeitstag“. Jeder der Mitwirkenden unternahm eine Tour auf eigene Faust und konnte sich ein eigenes Ziel suchen. Mittlerweile klappt es auch besser mit der Orientierung, so dass tatsächlich niemand verloren ging ;-).

Gründe dafür: Nicht nur das Terrain ist schon bekannter, sondern auch der natürliche Orientierungssinn anhand von Sonnenstand etc. entwickelt sich wieder. Tatsächlich fanden sich am späten Nachmittag alle wieder zusammen – vielleicht trieb aber auch der Hunger alle wieder zurück 😉 Die individuelle Wanderung gab aber auch jedem Teilnehmer die Möglichkeit, sein eigenes Tempo bei der Nahrungssuche zu finden und – falls er etwas Essbares entdeckt hat – zu verweilen, ohne die Gruppe aufzuhalten.

Langeweile ist übrigens kein Thema in der Gruppe – das Wandern bzw. die Beseitigung der Murmeltierschäden sorgen abends für ein hohes Müdigkeitsniveau.

Alle wohlauf

Trotz der Anstrenungen sind alle Steinzeit-Metabolen wohlauf – sowohl körperlich als auch moralisch. Der Samstag dürfte sich zudem als bisheriger Höhepunkt des Projekts verewigt haben: Der erste Abend, an dem kein Gewitter bzw. Regen aufzog – klarer Himmel mit grandiosem Ausblick setzte ein deutliches Ausrufezeichen hinter den 7.7.2012.

Dafür ziehen heute am Sonntag die nächsten Gewitter-Wolken heran – an einen  Abstieg am  Sonntag ist wegen der Gefahren nicht zu denken. Morgen endet das Projekt bereits und wir sind sehr gespannt, was die Teilnehmer erzählen werden. Und auch auf die endgütligen und kompletten Werte. Diese werden wir hier nach der Auswertung ausführlich darstellen.

Der BLR-Radiodienst hat zwei kurze Beiträge produziert – am Anfang und während des Projektes, die demnächst auf die Homepage des Zentrums für Leistungsmanagement und Burnout-Prävention kommen.

vor dem Projekt

während des Projekts (leckere Brennnesselsamen ;-))