Weihnachtszeit ist Backzeit – Doch welches Fett ist zu verwenden?

Sobald die Temperaturen sinken und der Winter nicht mehr fern ist, sind schon viele Menschen fleißig am Plätzchen backen. Die Feiertage werden wie jedes Jahr von köstlichem Essen und Familienbesuchen begleitet. Warum Sie sich dennoch gerade dann die Zeit nehmen sollten, um die richtige Auswahl an Fetten und Öle beim Kochen und Backen zu treffen?

Die Antwort ist simpel: Unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hängen auch mit den Ölen und Fetten zusammen, die wir zu uns nehmen. Zu viel Fett tut uns nicht gut. Die Wahl der richtigen Fette kann aber vor Krankheiten schützen und den Körper stärken.

Klar, die Nase vorn haben dieses Jahr Rezepte mit Kokosöl und Kokosmilch. Diese sollen gesünder als herkömmliche Öle oder Kuhmilch sein und anscheinend auch beim Abnehmen helfen. Doch was steckt wirklich hinter dem Superfood Trend? In unserem Beitrag „Streit um die Milch – gesund oder nicht“ finden Sie viele Informationen zur Kuhmilch. Doch wie unterscheidet sich die Kokosmilch davon?

Kokosmilch – gesünder als Milch?

Achtung nicht mit Kokoswasser verwechseln! Die klare Flüssigkeit im Inneren der Kokosnuss schmeckt frisch, leicht süßlich sowie nussig. Der gesunde (basische) Durstlöscher ist das neue In-Getränk für Sportler, Figurbewusste und Freunde der gesunden Ernährung. Es soll beim Abnehmen helfen, doch ob das tatsächlich zutrifft, darüber gibt es keine verlässlichen Quellen. soll

Der Begriff Kokosmilch hingegen bezeichnet ein Gemisch aus dem fetten Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse und Wasser. Verglichen mit klassischer Milch ist Kokosmilch eine Kalorienbombe, dafür werden der Kokosmilch aber viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Schon in den 1980er Jahren sorgte eine Studie aus Schweden für Aufsehen. Wissenschaftler untersuchten die Bewohner der Insel Kitava in Papua-Neuguinea, die sich fast ausschließlich von den Produkten der Kokosnuss ernähren. Krankheiten wie Alzheimer, Demenz, Herzprobleme oder Kreislaufstörungen sind den Menschen dort fremd.

Dank ihres hohen Anteils an mittelkettigen Fettsäuren wird Kokosmilch – ähnlich wie Kohlenhydrate – vom Körper als schneller Energielieferant genutzt und – im Gegensatz zu anderen Fetten – nur selten ins Fettgewebe eingelagert. Anders als die Kuhmilch enthält sie kein Cholesterin und ist so eine gute Alternative zu Sahne oder Crème fraîche.

Neben der Kokosmilch wird auch Mandelmilch als Alternative zur Kuhmilch angepriesen. Sie enthält je nach Hersteller fast so viel Fett und Kalorien wie herkömmliche Kuhmilch. Naturbelassen enthält sie aber kein Kalzium und nur wenig Eiweiß, dafür mehr Ballaststoffe. Als Vorteil gegenüber der Kuhmilch enthält sie weder Gluten noch Laktose und ist daher für manche Menschen besser verträglich. Auch hier gibt es natürlich verschiedene Versionen, deshalb sollte neben dem teilweise zusätzlich angereicherten Kalzium auch auf den Zuckerwert geachtet werden.

Als Geheimtipp zählt schon seit längerer Zeit auch die Sojamilch zu den Milchalternativen. Sie liegt zwar weit hinter der Kuhmilch, was das Kalzium betrifft. Dieser Mangel ist bei einer Ernährung, die viel Nüsse, Käse, Joghurt und grünes Gemüse beinhaltet, aber nicht unbedingt notwendig. Sojaproteine können laut EatSmarter fast 1:1 vom Körper verwertet werden, was natürlich ein positiver Effekt ist. Bezüglich des Fettgehalts liegt Sojamilch zwischen Vollmilch und fettarmer Milch, besteht im Gegensatz aber aus den ungesättigten Fettsäuren. Weitere Vorteile gegenüber herkömmlicher Milch liefert die viermal so hohe Menge an Folsäure, fehlende Laktose und das fehlende Cholesterin.

Kokoksnuss, Kokosfett im Glas

Kokosöl – das gesündere Öl?

Seit dem Boom der Kokosnuss gibt es auf Blogs und in Ernährungsratgebern viele Geschichten über fast magische Effekte, die das Kokosöl angeblich auf unsere Gesundheit hat. Angefangen von der Wirkung als Heilmittel gegen Karies, über das Mittel für gesunde Haare bis hin zur Gewichtsreduktion, werden eine Vielzahl an Kräften genannt. Allerdings ist auch hier wieder zu unterscheiden zwischen Kokosöl oder Kokosfett, denn das sind zwei völlig verschiedene Produkte, die lediglich einen identischen Ausgangsstoff haben: das Fruchtfleisch der Kokosnuss.

Es gibt große Qualitätsunterschiede! Kokosfette werden meist in großen Mengen aus billigen Rohstoffen industriell hergestellt und sind aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht zu empfehlen. Und was die Herstellung betrifft, so warnen wir vor Fetten, wie Platten- oder Frittierfetten, die chemisch behandelt und zum Beispiel raffiniert, gebleicht, oder (teil)gehärtet worden sind. Die „bösen“ Fettsäuren können den Stoffwechsel verlangsamen und stehen im Verdacht Herzkrankheiten zu fördern. Die „guten“ mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöls gehen nicht in den Fettzyklus ein und können somit nicht in Fett Depots gespeichert werden. Wissenschaftlich konnte bewiesen werden, dass Kokosöl bei adipösen Frauen die Gewichtsreduktion und den Cholesterinwert positiv beeinflusste.

Basiswissen der Fette und Öle

Die Eigenschaften und Qualität von Fetten werden durch die verschiedenen Arten von Fettsäuren bestimmt. So gibt es Fette, die schneller ranzig werden (hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren) andere, die höher erhitzt werden können (hoher Anteil gesättigte oder einfach ungesättigte Fettsäuren) und wieder andere, die bspw. besonders weich (hoher Anteil mehrfach ungesättigte Fettsäuren) oder fest (hoher Anteil mehrfach gesättigte Fettsäuren) sind. Merken kann man sich das so: Enthält ein Produkt hautsächlich gesättigte Fettsäuren, so ist es bei Raumtemperatur fest (Butter, Margarine, …). Produkte mit ungesättigten Fettsäuren jedoch sind bei Raumtemperatur flüssig (Olivenöl, natives Kokosöl, …).

Diagramm, Übersicht, Öle und Fette, Rauchpunkt, Zentrum für Leistungsmanagement

Manche Fettsäuren kann der Körper selbst aus den Nahrungsbestandteilen produzieren und andere können wir nur über die Nahrung aufnehmen – sie sind somit essenziell. Beispiele hierfür sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.
Im Bereich der nicht essenziellen mehrfach und einfach ungesättigten Fettsäuren sollten wir ebenfalls auf eine regelmäßige Zufuhr achten, da diese den Blutzucker und das Herzkreislauf-System positiv beeinflussen und auch förderliche Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel haben. Ausschlaggebend ist hier neben der Art der Fettsäure auch die Menge. Besonders ungünstig sind gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren, die häufig aus Tierprodukten stammen. Sie haben negative Auswirkungen auf den Cholesterinhaushalt des Körpers, sowie auf das Herz-Kreislaufsystem und sollten daher reduziert werden. Prof. Michels gibt im Video den Tipp, einfach und mehrfach gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen und hier auf ein Gleichgewicht zu achten. Ihr Geheimtipp für Menschen mit Familiengeschichten, in denen Krebs bekannt ist, vermehrt zu einfach ungesättigten Fettsäuren und bei Familiengeschichten, in denen Herzkrankheiten häufig sind, eher zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu greifen.

Grundsätzlich sollten neben der Art der Fette auch der Lagerung und Verwendung Beachtung geschenkt werden. Beim Kauf von Fetten und Ölen empfiehlt es sich eventuell sparsam zu sein, da sich die Haltbarkeit unterscheidet. Speiseöle können kühl und dunkel bis zu einem Jahr gelagert werden, sind sie geöffnet, sollten sie aber innerhalb von 8 Wochen verbraucht werden. Kalt gepresste Öle werden schnell ranzig und sollten deshalb im Kühlschrank gelagert werden. Schmalz kann im Kühlschrank aufbewahrt sogar drei Monate haltbar bleiben, Butter und Margarine hingegen nur kurzfristig.

Beim Kochen und Braten ist es wichtig, die richtigen Fette zu verwenden. Ausschlaggeben ist hier der Rauchpunkt, also die niedrigste Temperatur bei der die Rauchentwicklung beginnt und die Fette sich zersetzen oder entzünden. Möchte man Fleisch oder Gemüse scharf anbraten, sollte hier das richtige Fett bzw. Öl eingesetzt werden. 

Unser Fazit zu Kokosmilch und Kokosöl, bzw. den richtigen Fetten

Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf ein Gleichgewicht der verschiedenen Fette. Gesättigte Fettsäuren, also auch Kokosöl, sollten nur im geringen Maße zu sich genommen werden, wobei essenzielle Fette zu bevorzugen sind. Für die Weihnachtszeit kann dies heißen, beim Plätzchen backen und Gerichte zaubern, auch mal zwischen den verschiedenen Fett-Gruppen zu wechseln. Statt Olivenöl kann auch zu Ölen mit den Omega-6 und Omega-3 Fetten gegriffen werden.

Die bereits erwähnten magischen Effekte des Kokosöls haben wir  für Sie geprüft: Hinter der Wirkung von Kokosöl als Heilmittel gegen Karies steckt eine Studie des Athlone Institute of Technology in Irland, in der eine starke Hemmung des Wachstums von Bakterien, welche die Hauptursache für Karies seien, bestätigt werden konnte. Verschiedene Zahnärzte fordern in Ihren Blogs auf, über den Tellerrand zu schauen und dabei auf das eigene Gefühl zu hören.
Kokosöl für gesundes Haar trifft laut Friseuren oder Herstellern wie NIVEA nur für trockenes, sprödes und dickes Haar zu. Feines oder fettiges Haar werde durch den zusätzlichen Ölfilm unnötig beschwert und strähnig. Die Gewichtsreduktion durch Kokosöl hingegen wird in keiner Studie belegt.

Bei der Wahl der Milch spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Preis, Geschmack und Nährstoffe sollten daher je nach eigenem Bedarf abgewogen werden. Zum Abnehmen geeignet oder besonders gesundheitsfördernd sind laut aktueller Studien weder Kokosöl noch Kokosmilch.

Kekse, Nüsse, Orangen

Und für alle jene, die sich nun in die Weihnachtsbäckerei stürzen möchten hier noch drei gesunde Rezepte:

 Kokosöl-Plätzchen aus Mürbeteig

Zutaten:

  • 8 Esslöffel Kokosöl
  • 130g Kokosblütenzucker
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 180 g Mehl
  • 50g Kokosmehl
  • 1/2 Teelöffel Meersalz
  • ½ Teelöffel Backpulver
  • 1 Prise Zimt

Und so geht es: Zunächst das Kokosöl im heißen Wasserbad flüssig werden lassen, dann zusammen mit dem Rohrzucker zu einer leicht, flockigen Masse verrühren. Nun fügt man, unter Rühren, die verquirlten Eier sowie den Vanillezucker hinzu. In einer extra Schüssel vermischt man das Mehl mit Salz, Zimt und dem Backpulver. Dann rührt man dies, nach und nach in die Kokosöl-Masse ein. Nun den Teig aus der Schüssel nehmen und mit der Hand weiter kneten.
Das Kokosnussmehl macht aus den Plätzchen ein wahres Ballaststoffwunder!

Das Gebäck wird besonders fluffig, wenn man den Teig vor dem ausrollen rund 10-15 min im Kühlschrank ruhen lässt. Die ausgestochenen Kokosöl-Plätzchen im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad zwischen 7 bis 8 Minuten backen.

 Kokosmakronen

Zutaten:

  • 250g Kokosraspel
  • 1/2 EL natives Kokosöl
  • 220 g Zucker
  • 30 g Kokosblütenzucker
  • 4 Eier
  • 1 Tafel Schokoladen-Kuvertüre

Und so geht es: Zunächst die Kokosraspel mit den zwei Zuckersorten in einer Schüssel vermischen. Im nächsten Schritt die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Nun den Eischnee vorsichtig unter die Zucker-Mischung heben und alles zusammen sehr langsam verrühren bis eine lockere Masse entstanden ist.
Sobald dies geschehen ist, kann man den Teig mit einem Esslöffel auf einem Backblech (mit Backpapier ausgelegt) portionsweise platzieren und die Kokosmakronen bei 180 Grad rund 20 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.
Nach der Backzeit ein wenig abkühlen lassen.
Zum Schluss die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Kokosmakronen mit der flüssigen Schokolade verzieren. Man kann die Kokosmakronen auch mit der Unterseite in die Schokolade eintauchen.

Coco Crispies

Zutaten:

  • 300g Zartbitterschokolade
  • 200g Vollmilchschokolade
  • 200g Cornflakes
  • 1,5 Esslöffel Kokosöl

Und so geht es: Bei geringer Temperatur die Schokolade im Topf erwärmen, Kokosöl hinzugeben und alles schmelzen lassen. Nun die Cornflakes ebenfalls in den Topf geben und vorsichtig unter die Kokosöl-Schokolade heben. Abschließend die komplett mit Schokolade überzogenen Cornflakes häufchenweise auf einem Backpapier abkühlen lassen.

Mit Superfoods gesund durch den Herbst – Quinoa, Chia, Leinsamen und Hirse unter der Lupe

Passend zum Erntedankfest, dass in der Regel am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wird, wirft dieser Blogbeitrag ein Blick auf Superfoods aus dem Getreide- und Samen-Sortiment. Immer häufiger werden bestimmte exotische Lebensmittel mit besonderen Eigenschaften umworben. Die regionalen Wundermittel werden dann oft vergessen.

Ein Schwerpunkt in dem Seminar „Biologie der Begeisterung“ ist die Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit. Diese hängt stark mit der Ernährung zusammen die ja unseren Energiehaushalt beeinflusst. Wie wirken die „Superfoods“ Quinoa und Chia-Samen? Sollte man die regionalen Alternativen vielleicht sogar dem klassischen Superfood vorziehen?

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Quinoa

Bekannt als das Gold der Inka zählt Quinoa zu den sogenannten Pseudogetreidearten. Das liegt daran, dass es botanisch zu Gänsefußgewächsen wie Spinat, Rote Bete oder Mangold gehört. Es stammt ursprünglich aus Südamerika und wächst dort in hoch gelegenen Gebieten. Dabei gedeiht es selbst auf wenig fruchtbarem Boden trotz Hitze und Trockenheit einwandfrei.
Viele Jahrhunderte zählt es dort zu den Grundnahrungsmitteln, das sich auch die ärmere Bevölkerungleisten konnte. Heute gehört es in Deutschland in den Regalen der Reformhäuser, Drogerieläden und Supermärkten zu den teureren Produkten. Was Reis nicht schafft, kann Quinoa: Vor allem für Veganer verhindert die Alternative eventuelle Mangelzustände z. B. Eisen und Magnesium.
Quinoa verfügt über höhere Nährstoffwerte als Getreide und gehört mit 13 % bis 22 % Eiweisanteil zu den proteinreichsten Gemüsesorten. Ebenfalls enthält es ein hohes Gehalt an Eisen und Magnesium. Zusätzlich ist es reich an Kalzium und Kalium. Als Vorteil gegenüber anderen Getreidesorgen enthält es kein Gluten. Das in den Samen enthaltene Öl besteht zu 70% aus den ungesättigten Fettsäuren, die gut für den Cholesterinspiegel, das Herz und den Kreislauf sind, wie bspw. Omega-3 Fettsäuren. Quinoa ist basisch und enthält viele Ballaststoffe, die für eine gute Sättigung sorgen. Weiterhin ist es reich an essenziellen Aminosäuren darunter auch Lysin, was ein sehr wichtiger Baustein für das Bindegewebe ist.
Das Pseudogetreide enthält viele Bitterstoffe, die nicht jedem schmecken und außerdem Blut verdünnend wirken. Jedoch verringert gründliches Waschen vor der Zubereitung den Effekt und mildert den Geschmack. Grundsätzlich ist beim Kauf drauf zu achten, dass das Produkt aus biologischem Anbau stammt, um eine Schadstoffbelastung zu vermeiden.

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Hirse

Die regionale Superfood-Alternative zum Quinoa, ist die seit der Steinzeit in Europa genutzte Hirse. Im 17. Jahrhundert wurde es von den Feldfrüchten wie Kartoffel und Mais verdrängt und feiert somit erst seit dem 21. Jahrhundert ein Comeback. Hirse ist nicht gleich Hirse, es gibt viele Sorten. In Europa wird hauptsächlich die Rispenhirse angebaut. Wie auch Hafer, Gerste oder Reis ist Hirse ein Spelzgetreide und muss vor dem Verzehr von Spelzen und Fruchtschale befreit werden. Somit wäre es genau genommen kein Vollkornprodukt mehr. Glücklicherweise sind die Nährstoffe aber in der ganzen Hirse verteilt und nicht wie üblich vorwiegend in der Frucht und Samenschale. Deshalb kann geschälte Hirse tatsächlich mit Vollkörnern verglichen werden. In Reformhäusern, Drogerien und Supermärkten gibt es Hirse als Mehl, Grieß, Flocken oder Körner.
Mit 13 % Eiweißanteil liegt sie nah beim Gold der Inka und ist ebenfalls glutenfrei. In Kombination mit vitaminreichen Lebensmitteln wie Brokkoli, Paprika oder Salate wirkt Hirse als sehr gute Magnesium- und Eisenquelle, da der Körper die Stoffe in Kombination besser aufnehmen und verwerten kann. Zusätzlich versorgt Hirse den Körper mit Mikronährstoffen wie Kupfer, B Vitaminen und Kieselsäure. Laut einer Studie des Leiden University Medical Center senkte sie so den Blutzuckerspiegel und erhöht den guten HDL-Cholesterinspiegel. Hirse wird außerdem nachgesagt besonders bekömmlich zu sein, die Darmschleimhaut zu schützen und bei der Entgiftung des Körpers zu unterstützen.
Die in Hirse enthaltenen Stoffe wie z. B. Tanninen, die für die Bindung von Eiweiß sorgen und damit die Bioverfügbarkeit hindern, sowie die Stärkeverdauung hemmen; Phytinsäuren und Oxalsäuren die Mineralstoffe wie Eisen und Calium binden, sind oftmals Grund für den Hirseverzicht. Tatsächlich sind diese Sekundärstoffe nur schädlich, wenn man sich ausschließlich von Hirse ernähren würde. Indem die Hirse quellt, kann durch die Fermentierung schädigende Stoffe noch weiter reduziert werden. Außerdem enthält Hirse Eiweiß schädigende Enzyme und sollte daher nicht roh verzehrt werden.

Chia-Samen

Die aus Mexico, Süd- und Mittelamerika stammenden Chia-Samen gehören ebenso wie Quinoa und Amaranth zu den Pseudogetreiden. Die glutenfreie Ölsaat ist die Frucht der einjährigen Pflanze. Der Begriff „Chia“ bedeutet übersetzt „stark“ und die kleine Frucht ist tatsächlich stark dank Ihren wertvollen Nährstoffen.
Doch nicht nur stolze Nährwerte auch einen stolzen Preis hat die Superfrucht. Zwischen 10 und 40 Euro kann ein Kilo Chia in Drogerieläden und Reformhäusern schon mal kosten. Gequellt als Pudding, Smoothie Beilage, Marmeladenquellstoff, Ei-, Müsli-, Brot-, Joghurt-, Salat- oder Kuchenzusatz sind die Samen hervorragend geeignet. Als glutenfreies Produkt sind sie eine gute Alternative für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.
Die Samen sind sehr fettreich, weshalb aus ihnen auch Öl gewonnen wird. Bei den enthaltenen Fetten handelt es sich um die essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Der Proteingehalt ist mit ca. 17 % nicht überdurchschnittlich hoch. Sonnenblumenkerne mit 21 % Proteingehalt wären hingegen eine geeignetere Proteinquelle. Chia-Samen haben einen hohen Tryptophangehalt mit 0,4 g bis 0,7 g auf 100 g. Die Aminosäure ist für die Bildung des Hormons Serotonin, auch als Glückshormon bezeichnet, erforderlich. Die enthaltenen verdaulichen Kohlenhydrate liegen bei 8 g, womit Chia-Samen bei einer Low-Carb-Ernährung nicht die erste Wahl sein dürften. Sie sind dafür reich an Ballaststoffen und enthalten viel Vitamin E, welche gut für Zellschutz und Immunsystem sind. Mit einem 3-mal so hohen Kalziumgehalt wie in gleicher Menge Milch, decken Chia-Samen 15 % der empfohlenen Mindestmenge eines Tages an Ballaststoffen ab.
Allerdings hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine maximale Verzehrmenge von 15 g pro Tag für Chia-Samen bestimmt, dies liegt aber vor allem an der Einstufung als „Novel Food“.

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Leinsamen

Als regionales Superfood sind Leinsamen inzwischen bekannt. Sie gehören zu der Gattung der Leingewächse und wurden bereits in der Steinzeit für Heilzwecke eingesetzt. Heute wird Lein fast weltweit angebaut und ist in Supermärkten, Drogerieläden und auch in Reformhäusern zu finden. Durch den weltweiten Anbau sollte beim Kauf unbedingt auf das Ursprungsland geachtet werden, da Angaben wie z. B. „Europa“ noch nicht die Regionalität des Produktes bedeuten. Ungequellt sind Leinsamen ein beliebter Zusatz in Müsli, Joghurt und Backwaren. Dabei werden sie oft in geschroteter Form verwendet. Gequellte Leinsamen werden häufig bei Beschwerden wie Reizdarm oder Durchfall eingenommen. Das aus Leinsamen gewonnene Öl ist sehr bekömmlich und wird zum verfeinert von Quark oder in Salaten eingesetzt.
Die Zusammensetzung ist der von Chia-Samen recht ähnlich. Doch liefern Leinsamen einen höheren Anteil an essenziellen Omega-3-Fettsäuren. Der Omega-6-Fettsäuregrad liegt bei beiden Samen mit knapp 6 g pro 100 g sehr ähnlich. Der Proteingehalt ist mit 18 % ebenfalls höher als bei Chia-Samen, aber nicht überdurchschnittlich hoch. Die Aminosäure Tryptophan ist mit 0,41 g auf 100 g ebenfalls in größerer Menge vorhanden und unterstützt den Serotoninaufbau. Betrachtet man die Kohlenhydrate, so enthält der Leinsamen in manchen Nährwerttabellen sogar 0 g, auch mit einer höheren Angabe von 1,5 g liegt er immer noch weit unter dem Chia-Samen. Geht es um Mineralstoffe, dann können Chia-Samen ebenfalls Punkten, da Sie einen höheren Anteil an Calcium, Zink, Kupfer und Mangan aufweisen als Leinsamen. Bei den Vitaminen sind es die Leinsamen, die die Nase vorn haben. So enthalten sie mehr Vitamin E, B2 und B6, gleichviel Vitamin A, C und K und weniger B1 als Chia-Samen. Auf den Ballaststoffgehalt sind die für beide Samen bekannten vorteilhaften Wirkungen zurückzuführen wie z. B. das Binden von Toxinen, Schonen des Magens durch einen schützenden Film, Wasser bindend, darmreinigend und verdauungsförderlich.
Verschiedene Saaten und Samen enthalten Cadium, dazu gehören z. B. Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne und auch Leinsamen. Um Verbraucher vor einer Schwermetallbelastung zu schützen, liegt der Grenzwert für Menschen bei 25 µg Cadium pro Tag. Ein Esslöffel Leinsamen enthält ca. 3 µg Cadmium. Schwermetalle lagern sich im Körper ein und können besonders in Nieren und Leber langfristige Schäden verursachen. Grundsätzlich kann der Körper aber nicht viel Cadium aufnehmen, wenn er gut mit Eisen und Calcium versorgt ist.

 Exotische oder regionale Superfoods, was ist besser?

Vergleicht man die, hier beispielhaft aufgeführten exotischen und regionalen Superfoods fällt auf, die exotischen haben lange Transportwege, sind z. T. teurer als regionale Alternativen und haben keine besonderen Vorteile. Hirse und Leinsamen sind nur ein Beispiel für regionale Lebensmittel, die ebenfalls aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung und ihre Wirkung hin als Superfood umworben werden können. Es gibt eine Vielzahl von Nahrungsmitteln, Kräuter und Pflanzen die schon lange Zeit bekannt sind für ihren positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Grundsätzlich muss jeder Mensch auf seine Bedürfnisse und seinen Körper achten. Unsere Methode: Lassen Sie bestimmte Nahrungsmittel zeitweise weg und nehmen Sie diese dann wieder in die Nahrung auf. Fühlen Sie sich ohne diese besser dann wissen Sie sofort was Ihrem Körper gut tut und was nicht. Tut es Ihrem Körper nicht gut, wird es auch Ihre Leistungsfähigkeit nicht positiv beeinflussen.
In unserem Seminar „Biologie der Begeisterung“ erfahren Sie mehr über Ihre persönliche Leistungsfähigkeit und den Einfluss durch unsere Ernährung.

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30° Grad Plus – Tipps für die heißen Tage

Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen in schweißtreibende Höhen steigen, es in der Nacht nicht mehr wirklich herunterkühlt, auf der Arbeit keine Klimaanlage gibt und wir uns an diese Temperaturen noch nicht gewöhnt haben, dann schauen wir neidisch auf die Spanier und Ihre Siesta.

Unsere Leistungsfähigkeit ist im Hochsommer eingeschränkt, wir können nur noch an das Freibad oder die kalte Dusche denken, die Konzentration geht uns verloren und wir fühlen uns im Allgemeinen viel schneller schlapp und müde.

Um dann den Tag zu überstehen und unserem Körper nicht zu schaden, hat das Zentrum für Leistungsmanagement einige Tipps für die heißen Tage für Sie gesammelt.

Glaskanne, Korkdeckel, kaltes Wasser mit Zitronenscheiben auf Tisch mit Tischdecke

Flüssigkeit

Das Wichtigste bei heißen Temperaturen ist natürlich ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Der Grund ist simpel: Unsere Körpertemperatur liegt in der Regel bei ca. 37,5 °C. Alle unsere Organe können somit optimal arbeiten und uns versorgen. Unsere äußere Temperatur liegt bei ca. 34 °C und ist somit kühler. Unsere Wärmeregulierung verläuft über das Blut und transportiert die innere Wärme nach außen ab. Ist unsere Umgebungstemperatur zu hoch, erwärmt sich auch unsere äußere Körperschale und unsere Wärmeregulierung kann nicht mehr einwandfrei funktionieren. Da der Körper stets bemüht ist unsere Kerntemperatur zu erhalten, steigt unser Blutdruck und der Körper beginnt zu schwitzen. Dabei verlieren wir Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe.

Im Sommer genießen wir am liebsten eisgekühlte Getränke. Allerdings führt die plötzliche Kälte im erhitzten Körper dazu, dass die Blutgefäße einen Kälteschock erfahren und sich viel zu schnell verengen. Empfindliche Menschen können dann Kopfschmerzen bekommen. Dieser Effekt kann durch lauwarme oder nur leicht gekühlte Getränke vermieden werden.

Als Faustregel gilt: Trinken Sie bei heißen Temperaturen mindestens 3 Liter Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Wasser gleicht den Flüssigkeitsverlust des Körpers aus, trinken Sie deshalb lieber zu viel als zu wenig. Überschüssige Flüssigkeit wird einfach ausgeschwemmt. Kräutertees führen zusätzlich wertvolle Minerale in den Körper zurück. Eine Smartphone-App die einen regelmäßig an das Trinken erinnert kann dabei helfen hydriert zu bleiben.

Südfrüchte, Obst, Papaya, Kokosnuss, Kiwi, Granatapfel, Blutorange, Messer

Ernährung

Für die Ernährung im Sommer empfehlen wir vermehrt zu Obst und Gemüse zu greifen. Beides enthält zusätzliche Flüssigkeit, Vitamine und Mineralstoffe, die uns über den Tag hinweg mit Energie versorgen und uns somit auch bei hohen Temperaturen leistungsfähig machen. Besonders empfehlenswert sind Südfrüchte wie Mango oder Papaya. Da diese Früchte im Süden auch bei hohen Temperaturen wachsen, ist es nicht verwunderlich, dass ihnen kühlende Eigenschaften nachgesagt werden. Noch dazu enthalten sie viele Vitamine.

Auch Gemüse wie Avocado, Zwiebeln, Lauch, Brokkoli, Blumenkohl, Spinat und Algen sind sehr zu empfehlen. Sie füllen unseren Körper mit den benötigten Vitaminen, Makro- und Mineralstoffen auf. Das ist nötig, um die mit dem Schweiß aus dem Körper gespülten Stoffe zu ersetzen.

Wenn Sie sich wundern, warum der schlanke Körper im Sommer immer noch auf sich warten lässt, empfehlen wir Ihnen eine hohe Zufuhr von einfachen Kohlenhydraten zu vermeiden. Durch die Aufnahme von einfachen Kohlenhydraten, wie z. B. Kekse, Kuchen, Weißmehl und Gebäck, steigt der Blutzuckerspiegel schnell an und der Körper nimmt mehr Energie als benötigt zu sich. Die Bauchspeicheldrüse produziert daraufhin Insulin und der überschüssige Blutzucker wird in Form von Fett im Körper gespeichert. Setzen Sie deshalb lieber auf komplexe Kohlenhydrate wie Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte und ersetzen Sie einfache Kohlenhydrate durch Eiweiß.

Treppenstufen, Läufer, Mütze, Funktionskleidung, Sportschuhe, Sport, Rennen

Bewegung

Im Sommer hegen viele den Wunsch nach einer attraktiven Strandfigur. Viele Menschen machen sich dann nach der Arbeit oder am Abend, wenn die Temperaturen abkühlen, auf den Weg ins Fitnessstudio oder zum Sport. Für viele dient der Sport am Abend auch für den Stressabbau nach einem langen Arbeitstag. Allerdings wissen die wenigsten, dass später Sport für Ihre Ziele wenig förderlich ist.

Intensive Betätigung am Abend treibt den Puls in die Höhe. Über ein HRV-Diagramm (Herzfrequenzvariabilität z.B. mit einem EKG gemessen) lässt sich die Auswirkung von intensiven Trainingseinheiten auf die Erholung des Körpers ganz genau abbilden. Dabei ist zu beobachten, dass der erhöhte Pulsanstieg am Abend, den Schlaf bzw. die Erholung und somit den Stressabbau deutlich verzögern. Da der Wecker am nächsten Morgen trotzdem um die gewohnte Uhrzeit klingelt, verkürzt sich somit die Erholung und Regeneration des Körpers. Das Ergebnis: Wir sind weniger ausgeruht und haben nicht unser volles Energiepotenzial zur Verfügung. Im Sommer spüren wir den Energieverlust noch deutlicher, da unser Körper mit weiteren Einflussfaktoren zu kämpfen hat.

Unsere Empfehlung ist deshalb, das Training auf den Morgen zu verlegen und am besten mit nüchternem Magen zu absolvieren. Ein weiterer Vorteil des Morgensports: Die Temperaturen sind noch erträglich.

Frau im Bett, unter der Bettdecke, braune Haare, strahlende Augen

Schlafen bei Hitze

Kaum ein Mensch benötigt weniger als sieben bis acht Stunden Schlaf. Diese Zeit braucht der Körper zur Regeneration, ansonsten fühlen wir uns am nächsten Tag erschöpft.

Alle unsere Organe haben ihre Kernarbeitszeiten, so ist das Immunsystem bspw. nachts aktiv, die Leber entgiftet ebenfalls in der Nacht und stattet uns am nächsten Tag wieder mit Energie aus. Zu kurzer Schlaf behindert die Regenerationszeit des Körpers, was sich wiederum negativ auf unsere Gesundheit auswirkt.

Nach einer kurzen Nacht und wenig Erholung steht unserem Körper nicht unser volles Energiepotenzial zur Verfügung. Also entsteht das Bedürfnis nach schneller Energie in Form von Zucker und Kohlenhydraten, die wir unserem Körper dann zuführen. Auf lange Sicht nehmen wir an Gewicht zu. Schlafen wir länger, haben unsere Energie verbrauchende Organe auch die Zeit unsere Fettreserven in Kohlenhydrate umzuwandeln. So haben wir auch am Morgen genug Energie und der Heißhunger bleibt aus. Setzten Sie daher auf eine Schlafenszeit von mindestens sieben eher acht Stunden Schlaf pro Nacht.

Doch wie gelingt erholsamer Schlaf, wenn es heiß ist, das Bettlaken durchgeschwitzt, die Grillen durch das geöffnete Fenster zirpen und die Mücken im Zimmer uns den Schlaf rauben? Wer lärmunempfindlich ist kann über den Abend und die Nacht hinweg die Jalousien hoch und die Fenster aufmachen, nur am Morgen nicht vergessen die Sonnenstrahlen wieder auszusperren, sonst droht am Feierabend der Hitzeschock.

Wer nicht ohne Schlafanzug oder Decke schlafen kann, setzt hier am besten auf leichte Stoffe wie Leinen oder Seide, die sind nicht ganz so warm aber schützen vor kalter Zugluft. Was oft gar nicht bedacht wird: Elektrische Geräte wie Laptops oder Fernseher geben auch wenn sie im Stand-by sind einiges an Wärme ab, also Stecker ziehen!

Die erfrischende Dusche nach einem langen Tag, klingt verlockend bringt aber nur wenig. Das kalte Wasser kühlt unseren Körper schlagartig ab und sorgt so für die gegenteilige Reaktion unseres Körpers, die Muskeln fangen an zu zittern und wir wärmen uns wieder auf. Also lieber eine lauwarme Dusche und nicht allzu gründlich abtrocknen, das Wasser entzieht uns beim Verdunsten Wärme, so bleiben wir länger frisch.

Aber auch allgemeine Tipps für guten Schlaf helfen im Sommer: Einige Zeit vor dem Schlafen nichts mehr Essen (insbesondere Fettiges und Alkohol), vor dem Schlafen auf das blaue Bildschirmlicht verzichten und lieber etwas Lesen, Musik oder Podcasts hören.

Streit um die Milch – Gesund oder nicht

Anfang des Jahres sorgte ein Video des YouTubers Unge für den wohl größten Shitstorm im deutschsprachigen Teil der Videoplattform. Der überzeugte Veganer, der sonst hauptsächlich Videos über Computerspiele und Longboards macht veröffentlichte ein Video mit dem Titel „Milch ist GIFT!“ (Mittlerweile wurde der Titel angepasst). Das polarisierende Video wurde bisher rund 1.5 Mio. mal geklickt, auf YouTube war es auf Platz 1 der Trends, auf Twitter befand sich das Hashtag #milchistgift in den Trends und auch die restlichen Massenmedien berichteten über das Phänomen. Es schien so, als ob ganz Deutschland über die gesundheitlichen Folgen des Milchkonsums diskutierte. Unge stellte in seinem Video die These auf, dass (Kuh-)Milch giftig und grundsätzlich schädlich für uns Menschen ist. Die Empfehlungen, zum Beispiel von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, täglich Milchprodukte zu sich zu nehmen, sei eine von der Milch-Lobby gesteuerte Propaganda. Sein größtes Argument: Das Gesundheitsministerium in Kanada hat Milch aus der Ernährungspyramide gestrichen, stattdessen stehen nun Gemüse, Obst, Vollkorn und pflanzliches Protein ganz oben. Diese Behauptung wurde im März vom Tierschutzverein PETA veröffentlicht und wahrscheinlich von YouTuber Unge aufgegriffen.

Kanada hat tatsächlich für 2018 seine Ernährungsempfehlungen aktualisiert, Milch verschwindet dabei aber nicht aus der Ernährungspyramide, denn in den neuen Entwürfen heißt es: „Tierische Produkte wie Eier, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel, fettarmes rotes Fleisch, fettarme Milch, Joghurt und fettarme sowie salzarme Käsesorten sind nährstoffreiche Lebensmittel für jeden Tag.“ Tatsächlich wurde nur die empfohlene Menge der Milchprodukte reduziert.

Doch, wie viel Wahrheit steckt in dem Video?
In einem späteren Video geht Unge auf seine populistischen Aussagen ein, die er vor allem gewählt habe, um Aufmerksamkeit auf die Zustände in der Massentierhaltung aufmerksam zu machen. Denn ein Leben als Milchmaschine bedeutet für den Großteil der Tiere wohl ein kurzes Leben unter psychischem und körperlichem Stress. Hinzu kommt die Belastung des Klimas und der Umwelt durch diese Form der Haltung.

Wenn es Unge wirklich um Aufmerksamkeit für Natur- und Umweltschutz ging, hat er mit seinem Video eher das Gegenteil bewirkt. In den nachfolgenden Diskussionen im Netz ging es hauptsächlich darum, sich über die Aussage Milch ist Gift oder über die Verschwörungstheorie der Milch-Lobby lustig zu machen.

Kuh, Euter, Melkmaschine, Stall

Ein polarisierendes Thema

Das Thema Milch, vor allem im Gewand der Laktose, ist mit dem zunehmenden Bewusstsein für Ernährung in den Fokus gerückt. Immer mehr Menschen entdecken vermeintliche Nahrungsunverträglichkeiten, ganz oben steht die Laktose-Intoleranz, an der wohl jeder 7. also rund 12 Millionen Deutsche leiden. Erst vor gut 7500 Jahren gewöhnten sich die ersten sesshaften Europäer an den Milchzucker. Einst besaßen nur Babys das Enzym Laktase, das es dem Dünndarm erlaubt, die Laktose aufzuspalten und zu verdauen. Dann mutierte das Gen, welches die Laktaseproduktion in jungen Jahren einstellt. Noch heute können z. B. nur wenige Asiaten den Milchzucker abbauen. Daher stehen dort und vermehrt jetzt auch im Westen laktosefreie Milchprodukte oder pflanzliche Milchersatzprodukte hoch im Kurs.

Calcium ist gut für die Knochen
Calcium gehört zu den wichtigsten Mineralien im Körper. Knochen und Zähne bestehen aus Calciumverbindungen und auch für die ordnungsgemäße Muskel- und Nervenfunktion ist es unerlässlich. Da kann die Milch mit ihrem hohen Gehalt nur gut sein. Wichtig für die Aufnahme von Calcium und anderen Stoffen in die Knochen und Zähne sind vor allem Magnesium als enzymatischer Kofaktor, sowie Vitamin K und D. Optimal ist dabei ein Verhältnis von 2:1. Wer doppelt so viel Calcium wie Magnesium aufnimmt, kann sich sicher sein, dass das meiste davon vom Körper aufgenommen wird. Leider weist die Kuhmilch ein Verhältnis von 10:1 auf, Emmentaler eines von 30:1. So kann kaum Calcium aufgenommen werden. Manche Forscher gehen sogar so weit, der Milch keinen Effekt auf Knochendichte, von zumindest erwachsenen Menschen, zuzuschreiben. Amerikanische Osteoporose Forscher keinen Unterschied in der Knochendichte von vegan-lebenden und Milch-trinkenden Menschen gefunden. Denn glücklicherweise findet sich im Kohlgemüse etwa genau so viel Calcium auf 100 Gramm wie in der Kuhmilch. Die Bioverfügbarkeit beträgt dabei sogar ca. 50 %, die Mineralstoffe in der Milch haben hingegen nur eine Bioverfügbarkeit von ca. 30 %.

Milch ist ein Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte: Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Wachstumsfaktoren, Vitamine und Mineralstoffe. Ideal für Säuglinge, die schnell und viel wachsen. Auch für Kleinkinder können Milchprodukte von Vorteil sein. Studien haben gezeigt, dass Kinder im Alter von drei Jahren, die Kuh-Milch zu sich nehmen, bis zu 1,5 cm größer sind im Gegensatz zu den Altersgenossen, die keine Kuh-Milch oder z. B. Soja-Milch zu sich nehmen.

Kaffee und Milch

Aber wie so oft im Leben, kommt es auf die Menge an. Die potente Milch birgt auch Risiken, eine Ernährung mit sehr viel Eiweiß und Kohlenhydraten in jungen Jahren kann zu einer Stoffwechselumstellung, im schlimmsten Fall auch zu Diabetes führen. So können lebenslang Probleme mit dem Gewicht entstehen, das Übergewicht-Risiko steigt an.

Die in der Milch enthaltene Galactose, ein Einfachzucker ähnlich der Laktose, ist ebenso wichtiger Energielieferant, der unter anderem die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung des Gehirns steigert. Doch genau dieser Zucker gilt als entzündungsfördernd. Blutanalysen von Milchtrinkern haben erhöhte Entzündungswerte und oxidative Stresspegel gezeigt. Entzündungen im Körper haben generell negative Wirkung und sind oft der Anfang aller möglichen Krankheiten, ähnlich einer Immunschwäche verstärken diese Krankheitsprozesse.

Es gibt zum Thema Milch genauso viele Befürworter wie auch Gegner. Daher haben wir einmal Tanja Vogt, Trainerin vom Zentrum für Leistungsmanagement zu Ihrer Meinung zum Thema Milch befragt.

Milch gehört für viele Menschen einfach dazu, ob ins Müsli, in den Kaffee oder pur. Was halten Sie so ganz allgemein davon, Milch zu trinken?

Tanja Vogt: Was ich hier gerne schon einmal zu bedenken geben möchte, ist der Fakt, dass die meisten Menschen die ursprüngliche Milch eigentlich gar nicht mögen. Das was wir im Supermarkt als Milch kaufen hat je nachdem, wie stark sie behandelt wurde, vom Geschmack und den Inhaltsstoffen wenig bis gar nichts mehr mit der Rohmilch direkt vom Bauern bzw. direkt von der Kuh zu tun. Die ursprüngliche Milch ist von der Konsistenz heterogener und um einiges fettiger und intensiver im Geschmack. H-Milch ist zwar billig und leicht verdaulich, verliert aber auch bis zu 20 % der Vitamine. Ob keine Milch, H-Milch oder Frischmilch. Ist ganz klar eine individuelle Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. Da spielt neben dem Wohlbefinden und der Gesundheit auch der Geschmack hinein.

Wie steht das Zentrum für Leistungsmanagement bzw. das Programm Biologie der Begeisterung zum Thema Milch?

Tanja Vogt: Das ZfL spricht sich für einen umsichtigen Umgang mit Milch aus. Insbesondere hormonelle Rückstande in der industriell hergestellten Milch können stressbedingte Krankheiten befördern. Auch die entzündungsfördernde Wirkung der Milch kann Probleme verursachen. Viele Menschen haben eine Unverträglichkeit von Milch, damit meine ich nicht die Laktose-Intoleranz, Milch ist einfach schwer zu verdauen. Das lässt sich relativ einfach ausprobieren. Nehmen Sie einmal bewusst viele Milchprodukte zu sich oder verzichten Sie ganz auf Kuh-Milch, Sie werden ganz bestimmt eine Wirkung spüren. Je nach dem werden Sie sich wie immer oder schlechter bzw. müde fühlen. Dann können Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten dementsprechend anpassen.

Gibt es noch mehr Aspekte, die gegen die Milch sprechen?

Tanja Vogt: Ja natürlich ist da noch der moralische Aspekt, mit dem Tierwohl und den Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Das Ganze ist ja schon eine Weile weit weg von der oft suggerierten Bauernhofidylle und der naturnahen Haltung, das ist eine Industrie mit Milliardenumsatz, mit all den Problemstellungen, die das mit sich führt.

Milch ist beliebt. Werbung und Marketing scheinen hier eine starke Wirkung zu haben.

Tanja Vogt: Durch Agrarsubventionen hat die EU einen übersättigten Markt geschaffen. Milchpulver wird nach Afrika und China exportiert. Dementsprechend aggressiv wird auch auf dem heimischen Markt für Milch und Milchprodukte geworben. Es gibt unzählige Kampagnen, bei denen Prominente mit dem Glas Milch in der Hand posieren. Da werden natürlich die vermeintlichen Vorteile beschworen, Calcium, Proteine, Vitamine etc. Da ist es wichtig, sich selbst zu informieren. Stichwort aufgeklärter Konsument.

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Es gibt doch auch viele Alternativen zur Kuh-Milch. Die scheinen auch immer beliebter zu sein.

Tanja Vogt: Ja die pflanzlichen Alternativen funktionieren gut. Oft hängt es aber am Geschmack, dann heißt es „Sojamilch schmeckt mir nicht“, daher kann ich auf Kuh-Milch nicht verzichten. Deswegen geben einige Hersteller Ihren pflanzlichen Milchdrinks viel Zucker bei. Also Vorsicht, auch hier lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste – denn pflanzlich allein macht noch keine gesunde Milch. Das Problem mit dem Geschmack ist auch eine Sache der Kombination. Die Auswahl ist groß und geht weiter über die allseits bekannte Sojamilch hinaus. Nicht jeder Drink passt in den Kaffee, das Müsli oder in den Pfannkuchen. Aber für jeden Bedarf gibt es entsprechend individuell passende Drinks. Besonders toll ausprobieren lässt sich der Geschmack, wenn man den Drink selbst herstellt (dann weiß man auch ganz genau, was drin ist). Erst vor Kurzem habe ich hierzu ein interessantes Video gesehen. Das ist auch recht einfach, es braucht nur wenig Zutaten, wenig Zeit und einen hochwertigen Mixer.

Vielen Dank Frau Vogt für Ihre Tipps und Anstöße!

 Tanja Vogt ist Trainerin des Ersten Deutschen Zentrums für Leistungsmanagement, Coach und Trainerin für Führungskräfteentwicklung, Teamberatung, Kommunikation und Konfliktmanagement. International ausgebildete Yogalehrerin.

Was steckt drin – Wissenswertes zum (Oster-) Ei

Genau wie der Hase gehört auch das Ei zu Ostern. Daher wollen wir in diesem Blogbeitrag einmal im Rückblick auf die Osterzeit, auf einige Fragen zum Thema Ei beantworten, insbesondere im Kontext unserer Ernährung und Leistungsfähigkeit.

Gegenüber (Hühner-) Eiern werden viele Vorbehalte gepflegt. Schlagworte wie Fipronil, Cholesterin, Salmonellen und Tierwohl prägen die Diskussion zum Ei. Zu jedem der Themen gab und gibt es einen kleinen oder großen Skandal. Hinzu kommt, dass wir wohl mehr Eier zu uns nehmen als uns bewusst ist. Denn sie stecken nicht nur im Omelette oder Spiegelei, sondern auch in Gebäck, Saucen oder Nudeln. Daher verzehrte, laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, jeder Deutsche im Jahr 2016 auch rund 231 Eier – das macht vier bis fünf Eier pro Woche.

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Doch ist das noch gesund? JA! Die Inhaltsstoffe sprechen da für sich, besonders die des Eigelbs. Gesundes Fett in Form von Omega-3-Fettsäuren, sowie Mineralien und Vitamine sind im Eigelb zu finden. Darunter das Vitamin A, wichtig für Wachstum und Augenfunktion, alle B Vitamine und das Antioxidant Vitamin E. Rund 13% reines Protein stecket im gesamten Ei, der größte Teil im Eiklar. Das Protein, umgangssprachlich auch Eiweiß, ist besonders gut verwertbar da es aus allen neun essentiellen Aminosäuren aufgebaut ist. Das Ei ist auch eines der größten Quellen für Cholin, (auch als Vitamin B4 bezeichnet) einem Stoff den wir zwar in geringen Mengen selbst produzieren können, aber auch notwendigerweise durch die Nahrung aufnehmen müssen. Viele Menschen leiden an einem Mangel dieses Nährstoffs, obwohl er für wichtige Schlüsselfunktionen in Zellen, Herz, Gehirn und Leber zuständigen ist. Vitamin D brauchen wir für die Aufnahme von Mineralstoffen und Eier gehören zu den wenigen Lebensmitteln die natürliches Vitamin D enthalten. Wer also einige Eier in der Woche zu sich nimmt, kann sich die Multivitamintablette sparen!

Eine Tabelle aller wichtigen Inhaltsstoffe finden Sie hier: http://www.eier.de/Seiten/Ei/ei_nahr.htm

Eiqualität
Die Frage wie es dem Huhn ergangen ist lässt sich auf den ersten Blick aufs Ei nicht erkennen. Der Aufdruck gibt da schon mehr her. Die erste Zahl des Aufdrucks gibt Auskunft über die Haltung der Hühner:

  • 0 steht für Bio
  • 1 steht für Freilandhaltung
  • 2 steht für Bodenhaltung
  • 3 für Käfighaltung

Danach folgt das EU Herkunftsland in einem Länderkürzel, wie z.B. DE, AT, CZ oder NL. Anschließend eine zweistellige Zahl zum Bundesland, Baden-Württemberg und Bayern haben z.B. die 08 bzw. 09. Zuletzt eine fünfstellige Nummer für den Betrieb und den Stall im Betrieb. Bequem lässt sich der Code auch auf https://www.was-steht-auf-dem-ei.de/ entschlüsseln.

Beim Preis-/Leistungsverhältnis sind Eier kaum zu schlagen, das gilt auch für die teureren Bio-Eier. Denn ein Vergleich der Eier von in Käfig- und Bodenhaltung lebenden Hühner und Freilandeiern zeigt große Unterschiede im Nährwertgehalt. Hühner die statt ausschließlich Kraftfutter wie Körnern und Soja-Schrot auch frische Pflanzen, Würmer, Insekten und Schnecken fressen, legen Eier die ⅔ mehr Vitamin A, 2× mehr Omega-3-Fettsäuren, 3× mehr Vitamin E, 4 bis 6× mehr Vitamin D, 7× mehr Beta-Carotin, ⅓ weniger Cholesterin sowie ¼ weniger gesättigte Fettsäuren enthalten.

Doch Freilandhaltung sagt erst einmal nichts über die Fütterung der Tiere aus, sondern nur über die Haltung. Die Regeln für Eier mit Bio Siegel gehen da schon weiter: Freilandhaltung ist verpflichtend und die Hühner bekommen ökologisches Futter ohne Antibiotikazusatz und Gentechnik.

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Das Problem der Ostereier
Zur Osterzeit werden sie einem beim Bäcker oder an der Tankstelle geschenkt, sie sind hartgekocht, und knallbunt marmoriert. Wir möchten hier niemandem etwas unterstellen, aber diesen bunten Ostereiern fehlt der Kennzeichnungscode, wie alt sie sind, woher sie stammen und wie sie produziert wurden können wir nicht wissen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um billige Eier aus Massentierhaltung mit vielleicht sogar schädlichen Farben handelt, ist hoch.

Eine bessere Variante ist selbst färben. Man verbringt nicht nur Zeit mit den Liebsten und hat gemeinsam Spaß, sondern weiß woher die Eier stammen. Einfach Bio-Freiland Eier kaufen und für ca. 10 Minuten kochen, nicht abschrecken und dann bemalen oder in einem Bad bunt färben. Wenn die Schale keine Risse hat sind die Eier im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen haltbar.

Streitfall Cholesterin
Das Fettmolekül Cholesterin ist ein für den Organismus unverzichtbarer Baustein, weil er für den Zellstoffwechsel, den Aufbau der Zellwände und als Grundsubstanz für Hormone benötigt wird. Befeuert durch das 2002 erschienene Buch „Die Cholesterin-Lüge: Das Märchen vom bösen Cholesterin“ streiten sich Experten, Ärzte und Wissenschaftler. In seinem Buch behauptet der Autor Walter Hartenbach, dass die Cholesterinsenkung für Pharmafirmen, Ärzte und Margarineindustrie ein Milliardengeschäft ist. Auf Cholesterinhaltige Lebensmittel zu verzichten und den Cholesterinspiegel durch Tabletten zu senken ist schädlich und schwächt den Organismus. Ärztliche Verbände und die Herzstiftung sehen hingegen das Cholesterin als einen großen Risikofaktor für Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose, einer Arterienverengung die zum Herzinfarkt führen kann. Menschen mit Arterienverhärtungen am Herzen müssen daher besonders aufpassen und Ihre Ernährung umstellen. Der Streit um die Auswirkungen des Cholesterins ist aber mittlerweile zu einer Glaubensfrage geworden.

Cholesterin im Ei
Ein mittelgroßes Ei enthält 200 bis 230 mg Cholesterin. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehl im Jahr 2010 noch, nicht mehr als etwa 300 mg Cholesterin pro Tag zu sich zu nehmen. In tierischen Lebensmittel wie Milcherzeugnissen und Fleischwaren befindet sich ebenso Cholesterin, da ist das Maximum schnell erreicht. In aktuelleren Empfehlungen der DGE wird das durch die Nahrung aufgenommene Cholesterin nicht mehr so kritisch gesehen, da sich die Zufuhr über die Nahrung bei den meisten Menschen nur geringfügig auf die Werte im Blut auswirkt. Da der Körper das Cholesterin ansonsten selbst bildet, wird bei erhöhter Aufnahme durch die Nahrung die körpereigene Produktion heruntergefahren und überschüssiges Cholesterin über die Leber entsorgt. Funktioniert dieses System jedoch nicht, etwa durch Krankheit oder Veranlagung, zirkuliert das Cholesterin lange im Blut und kann dort Schäden an den Gefäßen verursachen.

Eierkarton

Doch wieviel Eier sind Ok?
Ernährungsexperten sind der Meinung „Selbst 15 bis 20 Eier pro Woche sind kein Problem, sofern man keine rheumatischen Erkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen hat, die zu chronisch erhöhtem Cholesterinspiegel führen. Vegetarier können sogar noch mehr Eier zu sich nehmen. Es gilt also auf die eigene körperliche Verfassung und Ernährung zu schauen, zum Beispiel mittels eines regelmäßigen ärztlichen Check-Ups.

Fazit
Eier sind wahre Protein-, Mineralien- und Vitaminbomben, sie unterstützen, speziell nach dem Sport, den Muskelaufbau und sättigen langanhaltend und können so einen effektiven Beitrag zur Gewichtsreduktion leisten. Die gesättigten Fettsäuren des Eis steigern das Erinnerungsvermögen und verbessern die Leistungsfähigkeit des Gehirns. In erster Linie sind das im Eigelb enthaltene Cholin und Lecithin dafür verantwortlich. Sie sind wesentlicher Bestandteil unserer Neurotransmitter, Gehirn- und Nervenzellen. Cholesterin wirkt ebenso positiv auf das Gehirn und trägt zum Beispiel zur Bildung von Sexualhormonen bei. Unbegründete Angst vor dem Cholesterin im Ei ist nicht angebracht, viel kritischer sind hingegen die Wirkungen von Getreide, Milch und Bewegungsmangel auf unsere Leistungsfähigkeit zu betrachten.