Vom Nutzen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements

Der Wandel der Arbeitswelt hat uns fest im Griff. Change-Prozesse und die Digitalisierung machen neben großen Konzernen auch vor klassischen KMU´s nicht halt. Das bekommen auch die Mitarbeiter dieser Unternehmen deutlich zu spüren. Steigender Wettbewerbsdruck,  eine Vielzahl von Meetings und zu bewältigende Mails sowie Termindruck sind nur einige der modernen Stressohren, denen wir uns in der heutigen Arbeitswelt ausgesetzt sehen. Umfragen und Statistiken zeigen ein damit verbundenes Ansteigen berufsbedingter Erkrankungen – sowohl physischer als auch psychischer Natur. Viele Unternehmen haben dies zum Glück bereits erkannt und setzen sich aktiv für den Erhalt von Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter ein. Denn nur eine gesunde und vor allem motivierte Belegschaft trägt zum Erfolg eines Unternehmens bei. Schlagwörter sind dabei immer häufiger das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) sowie die hierzu gehörende betriebliche Gesundheitsförderung.

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Einige Personalentscheider schrecken aber noch vor zu großen Investitionen zurück. Die Unsicherheit, ob ein BGM einen „Return of Investment“ mit sich bringt, scheint ihnen zu hoch. Diese Angst können wir Ihnen mit nur einer Zahl nehmen. Aktuelle Erhebungen des Krankenversicherers AOK zeigen, dass bei einem sinnvollen Einsatz eines BGM die krankheitsbedingten Fehltage in der Regel um 25 Prozent sinken. Dies bedeutet also auch eine enorme finanzielle Einsparung.  Aber es gibt noch weitere gute Gründe, ein BGM in die Unternehmensstruktur zu implementieren. Dies betrifft zunächst die große Mehrzahl der Arbeitnehmer. Bei einem sinnvollen und vor allem breit gefächerten Einsatz von betrieblichem Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung, das bedeutet, den Mitarbeitern werden unterschiedlichste Programme vom Lauftreff bis zum Kochkurs geboten, kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der körperlichen und psychischen Kräfte. Langfristig sollte das auch die Arbeitgeber freuen. Firmen mit einem gut funktionieren BGM berichten nicht nur über eine höhere Produktivität und Qualität der geleisteten Arbeit, sondern können auch mit einer stärkeren Wettbewerbsfähigkeit punkten. Des Weiteren lassen sich in Zeiten des Fachkräftemangels durch ein verbessertes Unternehmensimage leichter neue Mitarbeiter rekrutieren – und auch die Fluktuation geht nachweislich zurück. Vor allem die hervorragend ausgebildeten Generation Y und Z sind auf der Suche nach solchen modernen Arbeitgebern. Auch in Zeiten von vermehrten Change-Prozessen ist ein gut funktionierendes BGM ein erfolgreiches Mittel, um seine Mitarbeiter zu motivieren. Wer sich gesund ernährt und ein auf sich abgestimmtes Sportprogramm verfolgt, wird entscheidungsfreudiger und auch veränderungsbereiter werden.

BGM und BGF als Projekt?  – zum Scheitern verurteilt!

Vor allem für Unternehmen des Mittelstandes und die sog. „Hidden Champions“ hört sich das natürlich hervorragend an. Einen Lauftreff organisieren und die Mitarbeiter für zehn Sitzungen zum Yoga schicken und schon steigt die Produktivität. Und das alles bei überschaubaren Kosten. Doch genau hier liegt der Fehler. Der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier. Das heißt, wer nicht schon vorher auf seinen Körper geachtet und seine Gesundheit in den eigenen Fokus gerückt hat, wird es höchstwahrscheinlich auch nach einem Projekt von zehn Sitzung nicht alleine schaffen, sein persönliches Gesundheitsmanagement dauerhaft zu ändern. Vielmehr führt ein Rückfall in alte Gewohnheiten und eine mögliche Gewichtszunahme oder das Auftreten alter gesundheitlicher Problem zu Frustration und Enttäuschung. Ein BGM sollte daher also nahezu dauerhaft geplant werden, um auch einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg sicherstellen zu können.

Veränderungsbereitschaft vorleben ist wichtig

Bevor es jedoch möglich ist, die breite Masse der Belegschaft für einen Change-Prozess wie dem Einführen eines BGM zu begeistern, muss es gelingen, die Führungsmannschaft eines Unternehmens von dessen Wichtigkeit zu überzeugen. Gerade langjährige und erfolgreiche Führungskräfte lassen ungern von ihrem Führungsstil ab. Wer selbst nicht bereit ist, an sich und seinen Gewohnheiten zu arbeiten, wird dies auch nicht an seine Mitarbeiter weitergeben können. Genau hierfür hat das >Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement< innovative Konzepte zum langfristigen Erfolg von Veränderungsprozessen entwickelt.

Fitnesstracker – Motivator oder nerviges Gadget?

Ob im Büro, im Straßencafe oder auf der Joggingstrecke, man sieht sie mittlerweile beinahe überall – die Fitnesstracker. Bereits ab einem Einstiegspreis von nur 15 Euro wird man aufgenommen in den Kreis derer, die ihre sportliche Entwicklung und ihren Gesundheitszustand permanent aufzeichnen.

Ein Vorteil liegt klar auf der Hand: Fitnesstracker funktionieren intuitiv. Einfach das Armband aus der Verpackung holen, Batterie starten und anlegen, die passende App aufs Smartphone laden und schon kann es losgehen. Doch halten die modischen, oft futuristisch anmutenden Armbänder und Smartwatches auch das, was sie versprechen?

Eines in jedem Fall ist sicher: Fitnesstracker motivieren uns zur täglichen Bewegung. Das können wir nur gut heißen! So haben die meisten der Armbänder eine Erinnerungsfunktion, die ihren Träger nach längerer Inaktivität durch einen Signalton oder ein kurzes Vibrieren am Handgelenk daran erinnert, sich wieder etwas mehr zu bewegen. Gerade im Büroalltag kann dies ein nützliches Gadget sein, um den Kreislauf wieder etwas anzukurbeln und sich durch Bewegung oder Gymnastik neue Kraft zu holen.

Schritte, Kilometer, Stockwerke, Kalorien, Puls, Herzfrequenz oder Schlaf – alles kann immer gemessen werden. Mittels Bluetooth werden die Tagesleistungen einfach an die App gesendet, die ihrem User dann schön aufbereitete Statistiken über die erreichten oder eben nicht erreichten Ziele präsentiert. Wurde das Tagespensum erreicht, wird in vielen Fällen automatisch ein neues Trainingsziel festgelegt. Problem ist nur, dass die meisten Freizeitsportler mit den hübschen bunten Statistiken in ihrem Smartphone gar nichts anzufangen wissen. Ihnen fehlt schlichtweg das Wissen, die Daten in ihren täglichen Trainingsplan zu übertragen. So ist es z.B. keineswegs sinnvoll, sich ständig höhere Ziele zu setzen, ohne das bisher Erreichte zu festigen. Dies führt schneller als gedacht zu Stress und einer damit einhergehenden Überbelastung des Körpers. Auch der psychische Stress, der dabei entstehen kann, ist nicht zu unterschätzen. So setzen sich leider viele User mit der Dauer der Zeit selbst zu sehr unter Druck, um mögliche, vielleicht auch unrealistisch geplante Ziele, zu erreichen.

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Auf die Qualität kommt es an

Wer gerne in die Welt der Fitnesstracker einsteigen möchte, sieht sich einer Flut an Angeboten aller Preiskategorien gegenüber. Hier gilt es, entweder eine wirklich kompetente Beratung zu erhalten, oder sich selbst ausgiebig zu informieren. Denn das Armband muss auch den Wünschen, Zielen und der Leistungsfähigkeit des Trägers entsprechen. Aber auch die Funktionsfähigkeit des Gerätes ist für den Spaß und das Ergebnis von Bedeutung. Viele der vor allem kostengünstigen Geräte sind lnicht mit GPS ausgestattet, Vielmehr messen sie die absolvierten Schritte anhand der sich bewegenden Arme. So kommt es nicht selten vor, dass die User auch im Schlaf oder in der Dusche Strecken zurücklegen, die sie nie gegangen sind. Solch verfälschte Ergebnisse können deutlich demotivierend wirken und zur Abschaffung des Trackers führen. Dies zeigen auch Studien, die belegen, dass mehr als ein Drittel der Nutzer bereits nach einem halben Jahr das Gerät entweder wechselt oder ganz Beiseite legt.

Fitnesstracker sind also ein ganz nettes Gadget, wenn man sich selbst motivieren möchte, um den eigenen Schweinehund zu überwinden. Eine wirklich nachhaltige Stütze für den regelmäßigen Sport sind sie allerdings nicht. Auch der mögliche selbstauferlegte Druck ist nicht zu verachten. Allgemein kann man sagen: Die Beste Uhr ist immer noch die Innere! Soll heißen: Hören Sie nur bedingt auf das, was Ihnen Ihre Smartwatch oder Ihr Fitnessarmband sagt, sondern mehr auf Ihren Körper. Er sagt Ihnen ganz genau, wann Sie Ihre Grenzen erreicht haben und fordert so seine Pausen, die (wie Sie aus mehreren Blogbeiträgen bereits wissen) genauso wichtig wie der Sport selbst sind. Wer seine Leistung wirklich gezielt verbessern oder einfach nur auf seinen Körper achten möchte, ist mit einem Griff zur klassischen Pulsuhr vielleicht besser beraten. So kann diese nicht nur beim Ausdauer-, sondern auch beim Kraftsport getragen werden. Hier müssen Sie zwar evtl. etwas tiefer in die Tasche greifen, doch die Vielzahl der Funktionen lässt nicht nur das Speichern Ihrer Aktivitäten zu, sondern leitet Sie z.B. auch durch eine aerobe Trainingseinheit.

Dem geistigen Alterungsprozess entgegenwirken

Eines ist schon mal klar, wir werden nicht jünger. Im Alter nimmt sowohl die geistige, als auch die körperliche Leistungsfähigkeit ab. Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass das Altern in den höheren Jahrzehnten des Lebens beginnt. Das mag mit Betrachtung auf den Körper zutreffend sein. Eine Untersuchung von Psychologen der Universität von Virginia hat jedoch ergeben, dass die kognitiven Fähigkeiten im Durchschnitt bereits mit 27 Jahren zu altern beginnen. Dies belegen Tests, die im Zeitraum von sieben Jahren mit 2.000 gesunden Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren durchgeführt wurden. Das abstrakte Denken, die Geschwindigkeit der Verarbeitung und das Lösen von Puzzeln fielen den Probanden, die sich am Ende ihrer „Zwanziger“ befanden bereits schwerer als den Jüngeren. Die Kapazität des Gedächtnisses nimmt aber wohl erst ab einem Alter von 37 Jahren langsam ab, wobei die geistige Beweglichkeit und die Fähigkeit, sich Wissen anzueignen noch bis ins hohe Alter bestehen bleiben. Lebenslanges Lernen ist damit also nicht unmöglich. Zudem hängt die individuelle kognitive Leistungsfähigkeit von vielen Faktoren, wie z.b. den Genen, der Gesundheit oder dem Lebensstil ab.

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Es gilt die langläufige Meinung, dass ältere Menschen über weniger geistige Kapazität verfügen, sich auf neue Aufgaben nur schwer einstellen, schlechter irrelevante Informationen filtern können und in neuen, ungewohnten Situationen mehr Schwierigkeiten haben, sich anzupassen. Zudem sind sie physische weniger belastbar. Doch das ist kein Grund, älteren Mitmenschen oder auch Kollegen ihre Kompetenz abzusprechen. Die Vorteile junger Leute im Bereich der kognitiven Leistungsfähigkeit werden von der Routine und der Erfahrung der älteren Kollegen locker ausgeglichen und die allgemeine Produktivität im Beruf ist im Vergleich sogar oftmals höher. Der Rückgriff auf den gespeicherten Erfahrungsschatz ist oftmals vorteilhaft bei der Lösung von Problemen im betrieblichen Alltag. Schließlich kennen die erfahrenen Mitarbeiter die Abläufe genau und auch das Qualitätsbewusstsein und die Präzision ist im Schnitt höher als die der Jüngeren Kollegen.

Damit man aber auch im gehobenen Alter noch körperlich und vor allem geistig fit bleibt, ist es von besonderer Wichtigkeit, sich nicht nur präventiv, sondern auch aktiv dem kognitiven Abbau entgegenzustellen. Aber was kann getan werden, um Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer vorzubeugen?

Mit Menschen reden, gemeinsam über etwas nachdenken hält das Gehirn nachhaltig auf Trab. Insbesondere der Umgang mit jungen Menschen hilft, denn diese stellen viele Fragen. Im Job gilt die Devise, sich immer wieder neue Möglichkeiten der Herausforderung zu suchen. Klar bedeutet es Stress, im gehobenen Alter nochmals eine neue Tätigkeit zu erlernen. Doch gerade Menschen in einer Vorreiterrolle bleiben geistig flexibel. Eine gesunde Balance zwischen Burnout und Boreout sorgt durch positiven Stress für eine Aktivierung der grauen Zellen.

Bereits in jungen Jahren können Risikofaktoren, die das Gehirn negativ beeinflussen, vermieden werden. Darunter fallen Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel und das Rauchen. Denn was Ihrem Körper gut tut, hilft auch Ihrem Kopf! Der geistige Abbau lässt sich nicht vollständig aufhalten. Je früher Sie mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen beginnen, desto besser wird sich das künftig und aktuell auf Ihre geistige Fitness auswirken. Im Bereich der Ernährung sollten Sie darauf achten, dass Sie wenig Salz, Fett und Zucker zu sich nehmen. Wichtig sind hingegen viele Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Diese befinden sich in allen Zellen des Körpers. Im Gehirn sorgen sie dafür, dass sich die Nervenzellen besser vernetzten und Signale schneller übertragen werden.

Gehirnjogging-Spiele auf dem PC oder Konsolen sind sehr beliebt. Aber die Erfolge bei solchen Gehirntraining lassen sich meist nicht auf andere mentale Bereiche übertragen. Man verbessert zwar seine Leistung bei speziellen Spielen, was aber vor allem an der Übung liegt. Der Geist muss praxisnah und intensiv trainiert werden und das über einen langen Zeitraum, denn es gilt auch hier: „Ohne Fleiß kein Preis“.

Sitzen macht uns krank

Ein Erwachsener verbringt durchschnittlich circa 7,5 Stunden am Tag im Sitzen. Falls Ihnen die Stundenanzahl etwas viel vorkommt, erinnere ich Sie einfach daran, wie ein typischer Büroalltag aussieht: E-Mails bearbeiten, telefonieren, Meetings, Schreibtischarbeit,….

Die Folgen sind erheblich: Zu langes Sitzen quetscht nicht nur unsere Bandscheibe, sondern kann zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Was Anfangs nur geringe Rückenschmerzen mit sich bringt, kann später einmal zu einem Bandscheibenvorfall führen. Aus diesem Grund sollten Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag integrieren. Mit einer Runde Joggen gehen pro Woche ist aber es leider nicht getan.

 

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Schon morgens kurz nach dem Aufstehen sitzt man sich für gewöhnlich an den Tisch und frühstückt, bevor es in die Arbeit geht. Oder besser dort hin fährt. Bahnfahrer schauen meist unmittelbar bei Besteigen des Wagons nach einem freien Sitzplatz. Ärgern Sie sich jedoch nicht wenn kein Platz frei sein sollte, sondern seien Sie froh, mal stehen zu dürfen. Steigen Sie sogar mal eine Station früher aus bzw. parken Sie Ihr Auto weiter weg oder fahren Sie bei schönem Wetter sogar mal mit dem Fahrrad ins Büro.

Je nach Beschäftigung verbringen die meisten von uns den Arbeitsalltag am Schreibtisch. Nach Feierabend gibt es noch ein paar Sachen zu erledigen und dann schon sehnt man sich nach dem eigenen Sofa mit einem Buch in der Hand oder mit der mehr entspannten Variante, dem Fernseher. Natürlich ist unser Alltag nicht immer genau so, aber sicher merken Sie selbst, wenn Sie Ihren heutigen Tag Revue passieren lassen, dass Sie sich womöglich doch öfters hätten bewegen können.

Um Ihrer Gesundheit ein Stück entgegen zu kommen rate ich Ihnen, regelmäßige Bewegungspausen einzulegen. Benutzen Sie die Treppe statt den Aufzug. Laufen Sie einfach ein wenig durch die Gänge oder die Treppe hoch und runter. Telefonieren Sie im Stehen oder Gehen, halten Sie Meetings im Stehen ab oder ziehen Sie während des Sitzens oder Stehen die Fußspitzen an oder hebe Sie Ihre Beine hoch. Machen Sie einen kleinen Verdauungsspaziergang von mindestens 25 Minuten in Ihrer Pause und versuchen Sie an der frischen Luft aktiv zu sein. So bringen Sie Ihren Kreislauf nach dem Essen in Schwung. Außerdem sorgt Bewegung nach dem Essen für einen guten Stoffwechsel. Natürlich spreche ich an dieser Stelle nicht davon, dass Sie nach einem üppigen Mittagsessen direkt Joggen gehen sollten, aber danach ein Nickerchen zu machen ist auch hier der falsche Weg. Denn dies könnte zu Sodbrennen führen.

Nach einer kurzen Mittagspause geht es für die meisten wieder zurück an den Schreibtisch. Wechseln Sie häufiger Ihre Sitzpositionen oder machen Sie sich zwischendurch einmal persönlich auf den Weg zum Kollegen, statt eine E-Mail zu senden oder ihn anzurufen. Auch Bewegungsübungen, wie z.B. Kniebeugen lassen sich ideal in den Arbeitsalltag einbauen.

Als letzten Tipp möchte ich Ihnen das Trinken nahelegen. Es fördert nicht nur den Gang zur Toilette, sondern verhilft Ihnen auch zu mehr Produktivität. So sorgt Wasser beispielsweise für erhöhte Konzentration und bekämpft darüber hinaus Müdigkeit.

Laufen Sie dem Stress weg – Bewegung

Stress ist etwas völlig Normales. Unter Stress gerät der Körper in Anspannung. Er macht sich bereit zu überleben – er will kämpfen oder weglaufen. Und das Überleben hat auch für unseren europäischen Körper des 21. Jahrhunderts immer noch höchste Priorität. Unsere Regelkreisläufe haben einfach noch nicht begriffen, dass von Besprechungen, Zielen, überbordendem Tagesgeschäft auf Termin, Mitarbeiterführung und Bildschirmarbeit keine Gefahr für das Überleben ausgeht. Seien Sie beruhigt: Sie können nichts für den Stress, er ist eine natürliche Reaktion und die Programme sind schon seit Längerem in unseren Genen abgelegt.

Das so genannte sympathische Nervensystem versucht uns zu beschützen, indem es beispielsweise adrenocorticotropes Hormon, kurz ACTH, ausschüttet. Dieser Botenstoff wird auch als Stresshormon bezeichnet. Die Konzentration im Blut steigt, wenn wir Stressreizen wie Verletzungen, Krankheiten, emotionaler oder körperlicher Belastung ausgesetzt sind. Leider sinkt mit der Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol auch die Fähigkeit, durchdachte Entscheidungen zu fällen und effizient geistige Arbeit zu tun. Wir reagieren mit Kaffee- und Zigarettenkonsum auf die Situation. Ein fataler Fehler. Denn damit verschaffen wir uns nur kurzfristig vermeintlich Luft und beschleunigen mittel- und langfristig die Abwärtsspiralein Richtung körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit.

Hilfe ist unterwegs

Aber – und das ist die gute Nachricht – man kann was dagegen tun. Nur leider bieten unsere Bürotätigkeiten, unser Sitzen auf Bürostühlen und in Besprechungen, dazu wenig Gelegenheit. Die richtige Antwort auf die Ausschüttung von Stresshormonen ist Bewegung. Durch Bewegung werden nicht nur Stresshormone abgebaut, sondern auch parasympathische Hormonkaskaden in der Nebennierenrinde in Bewegung gesetzt. Die Ausschüttung der Hormone Serotonin und Dopamin sorgt für Entspannung, Sicherheit und Ruhe, bisweilen sogar Glück ;-).

Und genau das sind auch die Hormone, die aktiv Depressionen vorbeugen. Für das Berufsleben bedeutet die erhöhte Ausschüttung von Serotonin und Dopamin höhere Motivation, mehr Kreativität und bessere Entscheidungsfähigkeit. Damit werden genau die Fähigkeiten unterstützt, die wir im täglichen Arbeitsleben benötigen. Bewegung führt also zu Fitness nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Vielleicht hatten die alten Römer ja Recht, die diese Aussage im Sprichwort menssana in corpore sano zusammenfassten („ein gesunder Geist sei in einem gesunden Körper“)

Leistungsfähiger durch Bewegung

Die Bedeutung von Sport zur Vermeidung von Depressionen und Abbau von Stress ist in der Fachliteratur gut beschrieben. Aber welcher Sport ist denn nun der richtige? Im Zentrum für Leistungsmanagement und Burnout-Prävention empfehlen wir Ausdauersport. Der Grund dafür:  Sport ist nicht primär gesund, sondern nur so gesund, wie man ihn betreibt. Der Ausdauersport bietet jedermann die Gelegenheit, schnell einzusteigen. Er lässt sich vom Wandern, Laufen, Nordic Walking über das Radfahren bis hin zu Schwimmen, Skilanglauf und Inline Skating variieren. Schon ein regelmäßiges Engagement von 30 Minuten baut Stress nachhaltig ab. Wichtig ist, dass man sich nicht übernimmt. Die Einhaltung des passenden Pulsintervalls von etwa 60-80% der maximalen Herzfrequenz spielt eine wichtige Rolle – wie auch die Überschreitung einer individuellen Reizschwelle.

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Auf gut Deutsch: Wenn Sie sich zu wenig bewegen, wird ihr Körper nicht leistungsfähiger werden. Sie müssen ihn ein wenig überfordern, damit er sich im Rahmen der Superkompensation auf ein höheres Leistungsniveau erholt. Das ist ein wichtiges Prinzip auch beim Training von Leistungssportlern. Ebenso wichtig wie das Training sind daher auch die Erholungsphasen. Niedrige Trainingsbelastung fordert geringe Erholungsphasen, höhere Trainingsbelastung (was Länge, Intensität und Pausen während des Trainings angeht) fordert längere Pausen. Beim Intervalltrainingmit abwechselnden Pausen und Belastungseinheite beispielsweise benötigen Sie zur Regeneration zwei bis drei Tage. Beide Trainingsformen Dauerbelastung  und Intervalltraining können als extensive (60 – 80% der Maximalen Herzfrequenz) und intensive (80 – 90%) Varianten betrieben werden. Die Intensiv-Varianten sind jeweils für Fortgeschrittene, die ihre Leistungsfähigkeit langfristig verbessern wollen.

Ausdauersport – für Kopf und Körper

Mit Ausdauersport zahlen sie aber noch auf ein zweites Ziel des ganzheitlichen Leistungsmanagements ein. Wenn Sie im extensiven Bereich trainieren, bringen Sie Ihren Fettstoffwechsel in Schwung. Wie bereits im Vorgängerbeitrag zur Ernährung beschrieben. Sorgen Sie damit dafür, dass der Körper keine „Zuckerschocks“ aushalten muss.

Ganz nebenbei beugen Sie durch regelmäßige Bewegung im richtigen Pulsintervall einigen Zivilisationskrankheiten vor: Der Blutdruck sinkt, das Infarktrisiko sinkt, weil ihr Herz ökonomischer arbeitet und das Risiko von Gerinselbildung sowie Aderverkalkung (Arteriosklerose) sinkt, der Anteil schlechten Blutfetts (LDL und Triglyceride) sinkt, die Gefäße werden elastischer.

Sagen Sie dem Stress ade durch regelmäßige Bewegung. Sie steigern Ihre berufliche Leistungsfähigkeit und werden resistenter gegen Stressattacken. Nutzen Sie Gelegenheiten zur Bewegung auch im Büro: Benutzen Sie Treppen statt Aufzüge und machen Sie regelmäßige Bewegungspausen.