Wie Sie gesund durch die Weihnachtszeit kommen

Für viele von uns können die besinnlichen Tage zwischen den Jahren eine große Herausforderung sein. Die Weihnachtsmärkte haben geöffnet, ebenso die Türchen der Adventskalender, füllige Weihnachtsmenüs mit der Familie, Freunden und Kollegen stehen an. Das Angebot und die Gelegenheiten sind zahlreich. Das Übermaß an süßen und fettigen Speisen macht uns träge und faul. Die langfristigen Folgen werden aber meist erst im neuen Jahr mit dem Blick auf die Waage so richtig deutlich. Einige Antworten auf die Frage wie Sie mit dem Kalorienangebot der Weihnachts- und Silvesterzeit umgehen können, geben wir in diesem Blogbeitrag.

Zu aller erst: Lassen Sie sich die Weihnachtsstimmung nicht verderben! Sie müssen nicht jedes Angebot ausschlagen. Genießen Sie den Jahresausklang und bleiben Sie entspannt, denn ständiger Verzicht führt wiederum zu Stress und das ist auch nicht gut. Es macht ja auch keinen Sinn sich in der Weihnachtszeit von all den Versuchungen und Gerüchen foltern zu lassen. Dies entspricht inhaltlich zwar nicht dem, was das Zentrum für Leistungsmanagement sonst in Seminaren und Publikationen zum Thema Ernährung und Leistungsfähigkeit veröffentlicht, doch aus der Tierwelt kennen wir es, dass im Winter, ein wenig Speck zugelegt wird. Auch für uns Menschen ist das völlig in Ordnung. Wenn wir uns ansonsten vernünftig ernähren, nehmen wir im Frühling automatisch wieder ab.

Weihnachtsmarkt_Schnee_Staende_Menschen

Auf dem Weihnachtsmarkt
Gerne geben wir Ihnen eine kleine Orientierung für die vielen unterschiedlichen, kulinarischen Köstlichkeiten der hiesigen Weihnachtsmärkte: Eine wahre Kalorienbombe ist der Eierpunsch der aus Eiern, Sahne, Milch, Zucker und Rum besteht. Dann doch lieber einen Glühwein, der hat ein drittel der Kalorien und ein wenig Vitamin C im Orangensaft. Am besten macht man ihn selbst, mit ein wenig Honig, denn der Glühwein den man sonst bekommt ist meist sehr stark gezuckert. Das gleiche Problem haben die leckeren, gebrannten Mandeln die leider zu 50% aus Zucker und 50% Mandeln bestehen. Gesünder sind da Maronen, die ohne Zucker auskommen und einen geringeren Fettgehalt haben welcher zudem größtenteils aus gesunden Fettsäuren besteht. Waffeln und Reibekuchen werden oft in Fett ausgebacken und sind dementsprechend kalorienhaltig. Apfelmus und Nutella tun dann ihr übriges. Besser sind da deftige Snacks wie Flammkuchen oder Schupfnudeln mit Sauerkraut die nachhaltig satt machen. Wer es würzig und fruchtig mag kauft sich einen Lebkuchen oder Stollen. Doch hier lauern ebenso Fett, Zucker und Weißmehl. Die gesündere und genau so schmackhafte Alternative ist da der Bratapfel.

In den eigenen vier Wänden
Was Plätzchen und Adventsmenüs in den eigenen vier Wänden angeht, kann jeder selbst an der Zucker- und Kalorienschraube drehen und gesunde Alternativen verwenden. Die meisten Plätzchen-Rezepte stecken voller Butter, Weißmehl und Zucker. An der Butter lässt sich nicht viel sparen aber den Zucker ein wenig zu reduzieren und Vollkorn statt Weißmehl zu verwenden hat wenig Einfluss auf den Geschmack und bringt Ballaststoffe in die Plätzchen. Zum süßen kann man auch Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft verwenden. Im leckeren Gebäck können aber auch eine Menge guter Zutaten stecken: wie Nüsse mit ihren ungesättigten Fettsäuren, ballaststoffhaltige Haferflocken oder mineralstoffreiche Trockenfrüchte. Auch die typischen Gewürze Zimt, Vanille oder Anis wirken positiv auf unseren Körper. Wenn Sie statt das Backblech einzufetten, Backpapier verwenden, auf Alkohol und Marzipan verzichten, statt in Kuvertüre tunken lieber mit ein paar Schokospritzer verzieren, dann steht den gesünderen Plätzchen nichts mehr im Weg.

Ente_Gans_Fett_Beilagen

Das Weihnachtsmenü
Es gibt einige Tricks wie aus dem opulenten Weihnachtsdreiteiler ein leicht verdauliches aber ebenso umfangreiches wie schmackhaftes Essen werden kann. Als Einstieg empfiehlt sich eine kalorienarme Suppe oder ein Salat, so füllt sich der Magen schon ein wenig und lässt den ersten Heißhunger verschwinden. Das macht sich dann auch beim Hauptgericht bemerkbar. Vor allem von den Beilagen ist auf einen Nachschlag zu verzichten bzw. Abstand zu nehmen. Besonders bei kohlenhydrathaltigen Speisen wie Nudeln, Klösen und Pommes lohnt es sich auf Alternativen wie Gemüse oder Vollkornreis zu setzen. Auch Soßen gehören zu den Produkten bei denen ein hoher Fett- und Zuckergehalt oder Zusatzstoffe schnell übersehen wird. Gerade Soßen sind schnell und einfach selbst gemacht und Industriesoßen weitaus überlegen. Statt der traditionellen Weihnachtsgans können Sie auch die weniger fettige Pute als Hauptgang verwenden. Wenn es aber Gans sein muss, dann die Haut entfernen, denn die enthält das meiste Fett. Bei dem in den Festtagen ebenso beliebten Raclette kann leider der Käse mit seinen fast 50 % Fett zum Problem werden. Manche schwören auf Raclette ganz ohne Käse mit verschiedenem Gemüse und Hühnchen- oder Rindfleischstreifen in den Pfännchen. Gegen den Klassiker Würstchen mit Kartoffelsalat hingegen gibt es kaum Argumente.

Besonders beliebte Nachtische sind Mousse au Chocolat, Eiscreme oder Tiramisu, sehr lecker, sehr viel Butter und sehr viel Zucker. Gesunde Alternativen beim Nachtisch zeigen alle Richtung Obst, also Obstsalat, Früchtequark oder vielleicht ein Schokobrunnen mit Erdbeeren, Äpfel oder Trauben.

Bewegung
Wem das alles viel zu kompliziert ist und lieber ohne Kalorienzählen durch die Weihnachtszeit geht, der kann mit den typischen Weihnachtsaktivitäten ebenso der Gewichtszunahme entgegensteuern. Ein ausgedehnter Spaziergang nach dem Weihnachtsmenü, regt die Durchblutung und damit auch den Darm an. So wird das leckere Essen gleich verbrannt und setzt erst gar nicht an. Auch „Stille Nacht“ verbrennt Kalorien. Wer allein oder zusammen mit seinen Liebsten ein paar Weihnachtslieder trällert, beruhigt zudem vorzüglich sein Stresssystem.

Wir wünschen Ihnen eine wunderschöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Der nächste Blogbeitrag des Zentrums für Leistungsmanagement kommt dann im Januar 2018 und wird sich mit den neuro-biologischen Hintergründen unserer Begeisterung beschäftigten.

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