Zentrum für Leistungsmanagement stellt Weichen für die Zukunft

Führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin erörterten im Rahmen der konstituierenden Sitzung des künftigen Fachbeirats des >Ersten Deutschen Zentrums für Leistungsmanagement< im Schloss zu Hopferau die Trends und zentralen Herausforderungen des modernen Gesundheitsmanagements.

 Aktuelle Themen wie z.B. Vitamin-D-Mangel als sog. „Manager-Krankheit“, die Bedeutung von Botenstoffen und Vitaminen für den Leistungserhalt, die Nachhaltigkeit von Gesundheitsmaßnahmen bis hin zu fluider Intelligenz wurden in der zweitägigen Sitzung ausgiebig diskutiert.

Teilnehmer der konstituierenden Sitzung des Fachbeirates waren unter anderem Prof. Dr. Gerhard Huber (Institut für Sportwissenschaft der Universität Heidelberg) oder der Mediziner Dr. Falko Papenfuß (leitender Werksarzt der Robert Bosch GmbH). Aber auch Experten aus der beruflichen Praxis wie Oliver Kössel (Leiter HR-Management der Wittenstein SE) und Bernd Rath, Geschäftsführer des Personalexperten BERA und Leiter des Zentrums für Leistungsmanagement, nahmen an dem Treffen teil.

In einer Zeit, in welcher der digitale Wandel und Transformationsprozesse unseren Alltag bestimmen, unterstützt das Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement Unternehmen mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Gehirnforschung und Evolutionsmedizin gezielt bei der Personalentwicklung und dem Leistungserhalt.

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Wertvoller Austausch zwischen Wirtschaft und Medizin

Auch die bewährten Konzepte des Zentrums für Leistungsmanagement wurden modifiziert und durch die Erfahrungswerte eines hochkarätig besetzten Fachbeirates weiterentwickelt.

Weitere Hype-Themen des Treffens waren unter anderem die „positive Steuerung des Alterungsprozesses“ (Rolle der Hormone) aber auch die Generationenthematik allgemein. Dabei wurden die Herausforderungen der Praxis, wie z.B. die Digitalisierung oder agile Unternehmensorganisationen den neuesten medizinischen und neurobiologischen Forschungsergebnissen gegenübergestellt. So berichtet beispielsweise Oliver Kössel aus dem Alltag des „Hidden Champion“ Wittenstein SE, dass das Interesse am betrieblichen Gesundheitsmanagement groß sei, doch es nur etwa die Hälfte der Teilnehmer schafft, das persönliche Verhalten langfristig zu ändern. Um diese Werte deutlich zu verbessern, wurde ein nachhaltiges Betreuungsprojekt erörtert. Auch Bernd Rath unterstützte das Vorhaben, den Teilnehmern im Nachgang eines Seminares künftig die Möglichkeit zum aktiven Austausch bzw. einem Coaching anzubieten, um den dauerhaften Erfolg und somit auch das berufliche Change-Management sicherzustellen.

 

Leistung ist auch im hohen Alter möglich

Gerade ältere Arbeitnehmer haben es in Zeiten schnelllebiger Veränderungsprozesse schwer. Gewohnheiten, die sich über Jahre aufgebaut haben, müssen in kürzester Zeit abgelegt und neue angeeignet werden. Gerade diese Mitarbeiter sind es, die mit ihrem weitreichenden Erfahrungsschatz maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen können. Auf der Agenda des Fachbeirates stand daher auch die „positive Steuerung“ des Alterungsprozesses. Durch eine gezielte Steuerung der Hormone, z.B. durch die richtige Ernährung oder ein gezieltes Sportprogramm, lässt sich die sogenannte fluide Intelligenz erhalten oder sogar ausbauen. Diese hilft bei abstraktem Denken und der Fähigkeit, komplexe Problemstellungen erfolgreich zu lösen.

Der Leiter des Ersten Deutschen Zentrums für Leistungsmanagement, Bernd Rath, blickt optimistisch in die Zukunft: „Durch den mit ausgewiesenen Experten besetzten Fachbeirat stellt das Zentrum für Leistungsmanagement sicher,  dass seine Konzepte auch zukünftig den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen und gleichzeitig extrem praxisorientiert bzw. auf die Problemstellungen moderner Unternehmen abgestimmt sind“.

Motivation managen

Es gibt so Tage. Man wacht morgens auf und möchte sich am liebsten noch einmal umdrehen. Nicht, weil man noch so erschöpft ist und unbedingt weiterschlafen möchte, sondern weil man einfach keine Lust hat, in die Arbeit zu fahren. Ein klassisches Motivationsproblem also. Was oft als kleiner Durchhänger beginnt, kann schnell zu einer wirklich Unlust führen.

Glaubt man aktuellen Studien, hat jede 13. Führungskraft keine Lust mehr auf ihren Job, jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer hat bereits innerlich gekündigt. Wie also halten wir unseren Wirtschaftsmotor am Laufen? Wie können Sie es schaffen, Ihre Mitarbeiter auch weiterhin zu motivieren?

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Ganz klären lassen wird sich diese Frage leider nie, da das Thema Motivation auch ganz stark von der einzelnen Persönlichkeit abhängt. Da gibt es die Angestellte, die sich von morgens bis abends voll reinhängt und gefühlt nur für ihren Job lebt und den Kollegen, der Dienst nach Vorschrift macht. Aber ist dieser wirklich unmotivierter. Nicht unbedingt. Denn nach Feierabend hat er noch die Power, seinen Garten zu gestalten, oder sich ehrenamtlich im Fußballverein zu engagieren.

Generell muss hier zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation unterschieden werden. Letztere beschreibt die Angestellte in unserem Beispiel ganz gut. Sie arbeitet gerne für das Unternehmen, ihre Aufgabe macht ihr Spaß und bringt ihr die Herausforderung, die sie sucht. Bei der extrinsischen Motivation hingegen stehen die von außerhalb kommenden Reize im Vordergrund. Der Mitarbeiter arbeitet um der Arbeit willen. Soll heißen: Für Geld oder in Aussicht gestellte Belohnungen. Aber auch Drohungen und Druck wie Abmahnungen feuern diese Art der Motivation an.

Generell gibt es vier gängige Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren. An erster Stelle steht hier, wie die meisten sicherlich vermuten werden, die finanzielle Entlohnung. Viele Unternehmer denken auch heute noch, dass Sonderzahlungen und Boni genügend Anreize bilden, um langfristig erfolgreich zu werden. Dabei ist längst bewiesen, dass dem nicht so ist. Geld und/oder Druck sorgen sicherlich für einen sehr kurzen Zeitraum für die gewünschte Leistungssteigerung. Nachhaltig ist diese aber in keinem Fall. Ein wesentlich wichtigerer Faktor ist der Führungsstil. Schenkt man der aktuellen Gallup Studie Glauben, kosten schlechte Führungskräfte die deutsche Wirtschaft jährlich bis zu 105 Milliarden Euro. Nur 21 Prozent der Befragten gaben an, durch ihre Führungskräfte ausreichend motiviert zu werden. Vor allem der lineare Führungsstil von Anweisung und Ausführung ist heute nicht mehr gefragt. Vielmehr wünschen sich moderne Arbeitnehmer einen gewissen Spielraum, in dem sie sich selbst Ziele setzen und diese verwirklichen können. Nach den Ergebnissen der Gallup-Studie sieht das Magazin „Die WirtschaftsWoche“ Führungskräfte sogar als die wahren „Produktivitätskiller“.

Was aber können sie besser machen? Sie sollten deutlich mehr Lob aussprechen. Schließlich freut sich jeder Mensch über eine Wertschätzung seiner geleisteten Arbeit. Aber machen Sie es sich damit nicht zu leicht! Überschwängliches und vor allem zu häufig vorgetragenes Lob macht Sie unglaubwürdig. Sobald der Arbeitnehmer einmal das Gefühl bekommt, die Führungskraft meint es nicht ernst mit ihrer Anerkennung wird dies zu einem tiefen Riss im Verhältnis führen.

Wenn Sie ihre Mitarbeiter wirklich zu einer intrinsischen Motivation führen möchten, sorgen Sie für eine emotionale Bindung zum Unternehmen. Diese darf aber nicht konstruiert, sondern muss wirklich gewollt sein. Engagieren Sie sich für Ihre Mitarbeiter und sorgen Sie als Führungskraft dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter mit dem Unternehmen verbunden fühlen. Dies kann z.B. über gemeinsame soziale Projekte geschehen. Aber auch das Anbieten von Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung kann sich positiv auswirken.

Es lohnt sich also, sich den eigenen Führungsstil oder sogar den eines gesamten Unternehmens noch einmal vor Augen zu führen. Richtige und der Situation angepasste Führung wird nicht nur langfristig den unternehmerischen Erfolg, sondern auch die Mitarbeiterbindung maßgeblich verbessern.