Schlafen ist keine verlorene Zeit

In gewisser Regelmäßigkeit liest man von Managern, die sich damit brüsten, nicht mehr als vier bis fünf Stunden Schlaf pro Nacht zu benötigen. Oftmals machen diese auch genau daran ihren Erfolg fest. „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“. Oder: „Wer viel schläft verliert Zeit (und Geld)“ sind beliebte Aussagen von Schlafverweigerern. Diese vergessen dabei aber leider, wie immens wichtig es ist, seinem Körper die Auszeit zu geben, die er wirklich benötigt.

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Rund ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir mit Schlafen – und das ist auch gut so! Nicht nur für unsere Gesundheit (Schlafen stärkt unser Immunsystem), sondern vor allem auch für unser Gehirn ist die tägliche Ruhephase äußerst wichtig. Denn im Tiefschlaf verarbeiten wir die untertags gesammelten Reize. Diese können dann von unserem „temporären Speicher“, dem Kurzzeitgedächtnis, in unser Langzeitgedächtnis übertragen werden. So lernen wir also…auch noch im gehobenen Alter.

Wie viele Menschen kennen aber vielleicht auch Sie das Phänomen, am Abend richtig erschöpft ins Bett zu gehen und sich auf einen ausgiebigen Schlaf zu freuen. Doch dann – schlafen Sie einfach nicht ein. Hieran können unterschiedlichste Faktoren Schuld sein. Wie es Ihnen gelingen kann, einen wirklich gesunden und vor allem erholsamen Schlaf zu erreichen, wollen wir Ihnen nun erklären:

Ganz wichtig: Sorgen Sie für ein absolut dunkles Schlafzimmer und lüften Sie dieses vor dem Zubettgehen. Außerdem sollten Sie darauf achten, Ihren Schlafbereich immer kühl zu halten. Die empfohlene Temperatur liegt bei circa 18 bis 20 Grad. Eine übermäßige Geräuschbelastung ist nicht sehr zuträglich für unser Schlafempfinden.  Reduzieren Sie also, wenn möglich, jede Lärmquelle. Sollte dies nicht durchführbar sein, können auch Ohrstöpsel die gewünschte Wirkung erzielen.

Auch wenn immer noch viele nicht an die negative Wirkung von elektronischen Geräten im Schlafzimmer glauben, empfehlen wir Ihnen tatsächlich, alle technischen Geräte zu entfernen. Falls Sie in Ihrem Schlafzimmer eine Arbeitsecke eingerichtet haben, sollten Sie zumindest über Nacht  alle Stecker ziehen oder die Stromversorgung zu den Geräten kappen.

Aber nicht nur im Schlafzimmer gibt es einige Vorbereitungen zu treffen. Ebenso tragen Umwelteinflüsse und Ernährung ihren Teil zu einem erholsamen Schlaf bei. Verlassen Sie während des Tages Ihre schützenden vier Wände, gehen Sie nach draußen und tanken Sie frische Luft und Sonne. So schön es auch sein mag, dabei in einem Straßencafé zu sitzen, achten Sie darauf, nach 16 Uhr keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu sich zu nehmen. Noch besser als im Café oder Biergarten zu sitzen ist es natürlich, Sport zu treiben. Aber auch hier ist die Zeit von entscheidender Bedeutung. Nach 19 Uhr ist Sport nicht mehr zu empfehlen. Der Tag neigt sich bereits dem Ende und Körper und Geist bereiten sich auf den bevorstehenden Schlaf vor. Durch eine erneute Anstrengung signalisieren Sie Ihrem Körper wach sein zu müssen. So bringen Sie Ihre natürliche innere Uhr aus dem Gleichgewicht. Sollten Sie sich doch für den Biergarten entscheiden, was gerade im Sommer mit Sicherheit nicht die schlechteste Wahl ist, sollten Sie ein alkoholfreies Getränk vorziehen. Sie haben zwar nach dem Konsum von Bier, Wein o.ä. anfänglich das subjektive Gefühl müde zu sein. Dem ist aber nicht so. Die Leber wird die ganze Nacht damit beschäftigt sein, den Alkohol (auch in geringen Mengen) abzubauen. Dies raubt Ihnen den Schlaf.

Haben Sie einen Fitnesstracker mit Schlafphasenfunktion, können Sie dies hervorragend in einem Selbstversuch testen. Nach zwei Gläsern Wein werden Ihre Tiefschlafphasen deutlich verkürzt sein. Probieren Sie es doch mal aus.

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