Kaffee – Wunderwaffe aus der Tasse?

Zu Kaffee hat fast jeder eine Meinung. Egal ob unterwegs, gemütlich zu Hause oder im Büro – für fast alle Menschen gehört der braune Muntermacher zum festen Bestandteil eines jeden Tages. Kaum ein Getränk ist beliebter! Denn jeder Deutsche trinkt durchschnittlich 162 Liter Kaffee im Jahr. Viele offene Fragen und Mythen ranken sich um ihn. Er soll sich negativ auf den Kreislauf auswirken, begünstigt die Entstehung von Krebs und führt zu Bluthochdruck. Doch was ist dran an solchen Aussagen?

Zunächst sollten wir eines vorab klären: Obwohl viele Menschen Kaffee gut vertragen, kann dieser dafür verant­wortlich sein, dass diverse Probleme im Zusammenhang mit Ihrem Wohlbefinden auftreten. Daher empfehlen wir Ihnen z.B. während unserer Methode „Biologie der Begeisterung“ auf Kaffee zu verzichten und auch sonst den Konsum gering zu halten. Wie wir Ihnen gleich zeigen werden, haben neueste Studien zu einer Verbesserung des Images von Kaffee beigetragen. Trotzdem sollten Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen wie beispielsweise erhöhtem Blutdruck gänzlich auf den Genuss von Kaffee verzichten. Ganz sicher gehen Sie hier, wenn Sie Ihren Arzt um seine Einschätzung bitten.

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Wie es scheint hat Kaffee weit mehr positive Wirkung auf unseren Körper wie uns die „Mythen“ über die negativen Eigenschaften weiß machen wollen. Besonders aufschlussreich sind bei der Beurteilung von Risiken sogenannte Metaanalysen oder Metastudien. In diesen werden viele kleine und größere Studien zu einem Thema zusammengefasst und ergeben so ein umfangreicheres und mitunter eindeutigeres Gesamtbild. In solch einer Studie, wurden von der Universität Harvard insgesamt 36 Studien zum Thema Kaffeekonsum und seinen gesundheitlichen Folgen ausgewertet. Dabei handelt es sich um eine Gesamtmenge von mehr als 1,3 Millionen Probanden, die ausgiebig über das Thema Auskunft gaben. Die Auswertung zeigte, dass Personen die durchschnittlich 3,5 Tassen Kaffee am Tag trinken ein bis zu 20 Prozent geringeres Risiko in sich tragen, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Bei einem Konsum von 1,5 Tassen am Tag ist die Risikoreduktion immerhin noch bei elf Prozent. Grund für diesen Effekt ist, dass Kaffee die Elastizität der Blutgefäße positiv beeinflusst. Auch andere Studien zeigen auf, dass ein moderater Kaffeekonsum von etwa 3-5 Tassen eine gesundheitsfördernde Wirkung erzeugen kann. So senkt er das Krebsrisiko, z.B. bei Leberkrebs, um bis zu 40 Prozent. Die Möglichkeit im Alter an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken ist bei moderatem Konsum ebenso um einiges geringer.

Zuviel Kaffee birgt aber auch Probleme. Vor allem Menschen mit einem zu hohen Blutdruck, akuten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder des Nervensystems sollten besonders auf ihren Kaffeekonsum achten. Auch in der Schwangerschaft sollte auf Kaffee verzichtet oder dieser nur in geringen Maßen genossen werden. Die entwässernde Wirkung von Kaffee kann Menschen die zu Wassereinlagerungen neigen helfen. Bei extremem Konsum können die Dehydrationserscheinungen aber von Konzentrationsschwierigkeiten bis zu einem Kreislaufzusammenbruch führen. Wer viel Kaffee trinkt, sollte daher für einen Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts sorgen.

Trotz der vielen positiven Eigenschaften von Kaffee bleiben eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, der Verzicht auf Nikotin und zu viel Alkohol die wirksamsten Methoden um das eigene Erkrankungsrisiko so klein wie möglich zu halten. Die ein oder andere Tasse Kaffee kann mit den oben genannten Informationen wohl ohne schlechtes Gewissen getrunken werden und dazu noch wohlschmeckender sein.

Gutes Klima im Büro

„In unserem Büro herrscht ein gutes Klima“. Diesen Spruch kennen wir wohl alle. Mit Klima meinen wir an dieser Stelle aber ausnahmsweise nicht die Arbeitsatmosphäre und ob Sie sich mit Ihren Kollegen gut verstehen, sondern vielmehr das „Wetter“ in unseren Büroräumen. Gerade jetzt in der wechselhaften Übergangszeit von Winter zu Sommer kommt es am Arbeitsplatz immer öfter zu Diskussionen über offene Fenster oder zu warme Heizungen. Denn das Empfinden über den Sauerstoffgehalt der Luft und die Wohlfühltemperatur ist oftmals sehr verschieden.

Neben Ergonomie, Licht und Lautstärke gehört das Raumklima zu einem der Faktoren mit dem erheblichsten Einfluss auf die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, aber auch der Gesundheit. Nach einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind rund 20 Prozent der im Büro tätigen Mitarbeiter durch Kälte, Nässe, Hitze, Feuchtigkeit oder Zugluft am Arbeitsplatz betroffen. Rund die Hälfte davon empfindet diesen Zustand als belastend. Doch was lässt sich dagegen unternehmen und was macht ein gutes Raumklima aus? Um das zu verstehen gilt es, die verschiedenen Aspekte aus denen sich „das Klima“ zusammensetzt zu analysieren. Im klassischen Sinne von Wetter ist dieser Begriff ein Zusammenspiel aus Temperatur, Niederschlägen, Luftfeuchtigkeit und Windstärke. Jeder dieser Faktoren beeinflusst das Klima. Im Gegensatz zur Natur aber lassen sich diese im Büro auch aktiv verändern. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen zeigen, wie es mit relativ einfachen Mitteln gelingen kann, ein angenehmes Wohlfühlklima in Ihrem Büro zu schaffen.

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Temperatur

Obwohl das Temperaturempfinden sehr subjektiv ist, gilt eine Raumtemperatur von 21-22 Grad als optimal. Liegt sie darüber oder darunter, nehmen Konzentration und Leistungsfähigkeit stark ab. Aber gibt es auch beispielsweise häufig starke Abweichungen in der individuellen Wahrnehmung zwischen den Geschlechtern. Aber auch die körperliche Verfassung spielt dabei eine wesentliche Rolle. So sind Menschen mit niedrigem Blutdruck erwiesenermaßen weitaus kälteempfindlicher. Hier gilt es vor allem im Großraumbüro Kompromisse zu finden. Im (Hoch)Sommer ist es meist unmöglich, die gemütlichen 22 Grad zu halten. Zu dieser Zeit ist der Körper aber auch an die höheren Temperaturen gewöhnt und unsere Wohlfühlgrenze steigt auf 26 Grad. Minimal- und Maximaltemperaturen sind im Übrigen auch in der Arbeitsstättenverordnung festgelegt.

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit ist nur sehr schwer fühl- oder messbar. Um diese dennoch herauszufinden empfiehlt es sich, eine kleine Wetterstation aufzubauen. Der ideale Wert liegt im Büro zwischen 40 und 60 Prozent. Ist sie zu hoch oder aber auch zu niedrig, kann dies verschiedenste Probleme mit sich bringen. Zu trockene Büroluft entsteht vor allem im Winter. Durch das unvermeidbare Lüften strömt immer wieder kalte Außenluft, die nur wenig Wasser aufnehmen kann, in das Büro, wird dort erwärmt und entzieht der vorhandenen Luft so die Feuchtigkeit, welche daraufhin oftmals auf unter 30 Prozent absinkt. Dies hat zur Folge, dass unsere Schleimhäute austrocknen und wir somit anfälliger für Krankheitserreger sind. Um dem entgegenzuwirken, werden oftmals Schalen mit Wasser oder Wasserbehälter an den Heizungen aufgestellt. Allerdings sind diese nicht sehr effektiv und bergen auch Gefahren in sich. Hier entstehen schnell Bakterien und Schimmelpilze. Grünpflanzen sind deutlich effektiver.

Luftdynamik

Hier ist die bekannte und nervige Zugluft gemeint. Zu hohe Luftgeschwindigkeiten entstehen in den meisten Fällen durch undichte Fenster oder Türen und falsch eingestellte Klimaanlagen. Die Temperaturdifferenz lässt einen unangenehmen Zug entstehen der schlimmstenfalls zu Erkältungen sowie zu Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich führt. Daher gilt es Türen bzw. Fenster abzudichten und Klimaanlagen von Experten warten zu lassen. Fenster auf „Dauerkipp“ haben den gleichen Effekt. Sie verschwenden Energie und fördern zudem die Schimmelbildung. Also lieber Stoßlüften und dabei einen Schal oder eine Jacke überwerfen.

Luftqualität

Die Luftqualität wird von Faktoren wie dem Sauerstoffanteil, Staub, Schadstoffen (Möbel, Bodenbeläge), Ozon (Kopierer, Laserdrucker) etc. beeinflusst. Für die Qualität der Luft gibt es keine einheitlichen Richtwerte. Sie sollten sich daher auf Ihr Wohlbefinden achten. Bei Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen oder ähnlichen Symptomen spielt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Qualität der Luft eine große Rolle. Auch hier helfen nur regelmäßiges Lüften und/oder viele Zimmerpflanzen. Als besonders empfehlenswert gelten dabei Birkenfeige, Zimmerlinde und der Drachenbaum. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und filtern sogar Schadstoffe.

Wie Sie sehen, gehört eine gutes „Klima“ zu den wichtigsten Voraussetzungen für unsere Leistungsfähigkeit im Büro. Wie so vieles wird auch dieser Faktor häufig unterschätzt. Versuchen Sie doch einfach einmal unsere Tipps umzusetzen und überprüfen Sie im Anschluss die Auswirkungen auf Ihre Leistungsfähigkeit – Sie werden überrascht sein! Im Übrigen wird auch der immer wieder angepriesene Spaziergang in der Mittagspause Wunder bewirken.