Regeneration – Ein wichtiger Bestandteil des Berufslebens

„Ich kann schlafen, wenn ich tot bin“! Wer von Ihnen hat diesen Satz schon einmal gehört oder gar selbst gesagt? Es dürften die Meisten sein. So müssen sich Arbeitnehmer, die sich auch während der Arbeitszeit immer mal wieder ein paar Minuten „für sich“ nehmen rechtfertigen, um nicht als arbeitsmüde oder faul zu gelten. In aufmerksamkeitsintensiven Berufen wie z.B. bei Fluglotsen oder Fahrdienstleitern der Bahn aber auch in sehr stressigen Jobs, wie denen eines Call-Center-Agents haben sich regelmäßige Kurzpausen bereits etabliert. Warum diese so wichtig sind und wir ihnen eine größere Aufmerksamkeit widmen sollten, erfahren Sie in unserem heutigen Blogbeitrag.

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Unsere tägliche Arbeit wird intensiver und schnelllebiger. Diese steigende Belastung von Körper und Geist führt immer öfter zu stressbedingten Arbeitsausfällen – von Kopfschmerzen und Aufmerksamkeitsverlust bis hin zum Burnout. Einer der wichtigsten Faktoren bei der Ausbildung von Stressresistenz und der damit einhergehenden Steigerung der Leistungsfähigkeit ist die Regeneration.

Was viele nur vom Sport kennen und hier auch regelmäßig beachten, wird in der Arbeitswelt leider weitestgehend missachtet. Unter Regeneration versteht man im Allgemeinen die Rückgewinnung verbrauchter Kräfte und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit. Genau wie unser Körper nach dem Training Regenerationszeit braucht, um sich an die steigenden Anforderungen anzupassen, benötigt auch unser Gehirn Zeit, um sich zu erholen.

Dass diesem Thema ein hoher Stellenwert beigemessen wird, zeigt allein schon Artikel 24 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Dabei wird das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub als ein elementares Menschenrecht definiert.

Ein ausgedehnter Urlaub und dann auch noch bezahlt ist etwas Schönes. Doch auch die Pausen im Berufsalltag sind nicht zu unterschätzen. Wichtig ist dabei vor allem, die arbeitsfreie Zeit als das anzuerkennen, was sie wirklich ist – eine PAUSE! Nehmen Sie diese bewusst wahr – auch im Kopf. Dies kann durch einen Ortswechsel gelingen. Gehen Sie spazieren, nehmen Sie Ihr Mittagessen an einem betriebsfremden Ort ein etc. Halten Sie einen Plausch mit Ihren Arbeitskollegen und lenken Sie sich so ab und vermeiden Sie es in jedem Fall über den Job zu sprechen.

Aber nicht nur die Mittagspause an sich ist wichtig. Wie bereits oben beschrieben sind es die so genannten „Mikropausen“, die uns unsere Leistungsfähigkeit zurückgeben können. In so manchen Unternehmen hat es sich etabliert, dass Kollegen nach einer konzentrationsintensiven Phase sich ein paar Minuten Zeit in einem vom Büro abgetrennten Raum nehmen dürfen. Hier können Sie zum Beispiel bei einer bewussten Tasse Tee oder verschiedenen Entspannungsübungen auf der Yogamatte neue Energie Tanken. Wie Sie im letzten Blogbeitrag erfahren konnten, sucht unser Gehirn ständig nach Abwechslung, um sich selbst zu belohnen. Machen Sie dies doch auch mal bewusst. Lehnen Sie sich in Ihrem Bürostuhl zurück, schauen Sie aus dem Fenster, genießen Sie die Aussicht und das (hoffentlich) schöne Wetter und holen Sie tief Luft. Das bewirkt Wunder. Wenn Ihre Kollegen Ihnen das vorwerfen sollten, laden Sie diese ein, Ihrem Beispiel nur zwei Wochen zu folgen. Im Anschluss werden Sie nicht mehr viele Kritiker finden.

Die größte und wichtigste Pause für ein leistungsfähiges Gehirn ist und bleibt aber die regelmäßige Nachtruhe. Das Gehirn nutzt den Schlaf, um zu verarbeiten, was es tagsüber geleistet hat. Am nächsten Morgen kommen wir oft auf Lösungen, die uns am Vortag noch unmöglich schienen. Nach der Meinung von Schlafforschern dient die Nachtruhe dazu, überflüssige Nervenverknüpfungen abzubauen und neue zu festigen. Im Schlaf überführt das Gehirn zudem neue Informationen vom Zwischenspeicher ins Langzeitgedächtnis.

Nur wenn Sie ein optimales Verhältnis zwischen Verausgabung und Regeneration finden, steigt Ihre Leistung kontinuierlich. Denn wenn Sie zu viele Pausen machen, stagnieren Sie. Das Verhältnis muss jeder für sich selbst finden.

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