Niemand ist in allem gut – Stärken stärken

Schon in der Schule wurde einem gelehrt, an seinen Schwächen zu arbeiten. Wenn man sich beispielsweise im Kopfrechnen schwer tat, wurde man aufgefordert, so lange an seiner Schwäche zu arbeiten, bis sich diese zu einer Stärke entwickelte. Als Druckmittel fielen dann meist Sätze wie: „Wenn du so weiter machst, wird aus dir nie was Rechtes werden!“ Als ein Paradebeispiel kann hier der Nobelpreisträger Albert Einstein herangezogen werden. Auswendig lernen lag ihm überhaupt nicht und auch ihm prophezeite so mancher keine besonders rosige Zukunft. Doch wie wir alle wissen, gehört Einstein zu den wohl größten Physikern der Geschichte. Wieso zweifelte man daran, dass auch er etwas ganz großes schaffen könnte? Ganz einfach, weil auch von ihm verlangt wurde alles zu können. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Unternehmen wollen Mitarbeiter, die nahezu perfekt sind, die am besten wie Maschinen arbeiten. Doch das ist nicht möglich. Viel zu oft konzentrieren wir uns auf unsere eigene Schwächen und vergleichen uns mit anderen, die vielleicht gerade unsere Schwäche als Stärke auszeichnet.

Wenn Sie versuchen in allem gleich gut zu sein, kann ich Ihnen schon jetzt sagen, dass wird Ihnen nicht gelingen. An seinen Schwächen zu arbeiten ist nur dann sinnvoll, wenn es eine alles andere überlagernde Schwäche gibt. Viel besser ist es, seine schon vorhandenen Stärken zu stärken. Finden Sie das, was Sie ausmacht und was Sie besonders gut können. Denn Stärken können nur gestärkt werden, wenn man sich dieser auch bewusst wird.

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Nehmen wir das Beispiel einer Führungskraft. Bei ihr sollte Durchsetzungsfähigkeit keinerlei Probleme darstellen. Schließlich zeichnet genau dies ja die Führungskraft aus und gilt als Stärke. Durchsetzungsfähigkeit kann auf vier verschiedenen Ebenen gestärkt werden. Auf emotionaler Ebene kann diese durch ein Bild einer durchsetzungsstarken Persönlichkeit, die man als Vorbild hat, gestärkt werden. Kognitiv gesehen, dienen Glaubenssätze von durchsetzungsstarken Persönlichkeiten als Antreiber. Die Mitgliedschaft in einem Wirtschaftsverband kann es auf der sozialen Ebene schaffen, die eigenen Stärken zu stärken. Nicht nur die psychologisch-pädagogischen Ansätze sind hier von Bedeutung, sondern ebenso wichtig ist die biologische Stärkung.

Bei der neurobiologischen Ebene kann durch eine Steigerung der Neurotransmitter, also Dopamin und Noradrenalin, ein Verhalten wie die Durchsetzungsfähigkeit gestärkt werden. Wollen Sie also durchsetzungsfähiger werden als Sie eh schon sind, müssen Sie die Produktion von Dopamin begünstigen. Hierfür benötigt der Körper genügend Eiweiß, also Tyrosin. Dieses ist die Grundlage für die Bildung von Dopamin. Reichlich davon steckt in Lebensmitteln wie Harzer Käse, Camembert und Nüssen. Doch nicht nur auf die tyrosinhaltigen Lebensmittel muss geachtet werden. Auch Co-Faktoren beeinflussen die Produktion. Liegt z.B. ein Magnesium- oder Vitamin-B-Mangel vor, kann das die Produktion einschränken. Achten Sie deshalb immer darauf, alle Mängel auszugleichen. Zur Not kann nach Rücksprache mit Ihrem Arzt auch zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen werden.

Aber nicht nur für Führungskräfte spielt dieses Thema eine wichtige Rolle. Auch für Mitarbeiter sollte es nicht so schnell unter den Teppich gekehrt werden. Natürlich kann es immer wieder sein, dass Ihr Kollege in einem Bereich besser ist als Sie. Doch wenn Sie sich dann auf Ihre Schwäche fokussieren hilft es Ihnen nicht besonders, wenn Ihr Kollege darin noch immer besser bleibt. Schlauer ist es, wenn Sie sich in diesem Fall wirklich darauf konzentrieren, was Sie ausmacht, was Sie besonders gut können und dies weiter ausbauen. Das kann auch schon die Lösung sein, um beruflich eine Liga weiter aufzusteigen.

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