Sitzen macht uns krank

Ein Erwachsener verbringt durchschnittlich circa 7,5 Stunden am Tag im Sitzen. Falls Ihnen die Stundenanzahl etwas viel vorkommt, erinnere ich Sie einfach daran, wie ein typischer Büroalltag aussieht: E-Mails bearbeiten, telefonieren, Meetings, Schreibtischarbeit,….

Die Folgen sind erheblich: Zu langes Sitzen quetscht nicht nur unsere Bandscheibe, sondern kann zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Was Anfangs nur geringe Rückenschmerzen mit sich bringt, kann später einmal zu einem Bandscheibenvorfall führen. Aus diesem Grund sollten Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag integrieren. Mit einer Runde Joggen gehen pro Woche ist aber es leider nicht getan.

 

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Schon morgens kurz nach dem Aufstehen sitzt man sich für gewöhnlich an den Tisch und frühstückt, bevor es in die Arbeit geht. Oder besser dort hin fährt. Bahnfahrer schauen meist unmittelbar bei Besteigen des Wagons nach einem freien Sitzplatz. Ärgern Sie sich jedoch nicht wenn kein Platz frei sein sollte, sondern seien Sie froh, mal stehen zu dürfen. Steigen Sie sogar mal eine Station früher aus bzw. parken Sie Ihr Auto weiter weg oder fahren Sie bei schönem Wetter sogar mal mit dem Fahrrad ins Büro.

Je nach Beschäftigung verbringen die meisten von uns den Arbeitsalltag am Schreibtisch. Nach Feierabend gibt es noch ein paar Sachen zu erledigen und dann schon sehnt man sich nach dem eigenen Sofa mit einem Buch in der Hand oder mit der mehr entspannten Variante, dem Fernseher. Natürlich ist unser Alltag nicht immer genau so, aber sicher merken Sie selbst, wenn Sie Ihren heutigen Tag Revue passieren lassen, dass Sie sich womöglich doch öfters hätten bewegen können.

Um Ihrer Gesundheit ein Stück entgegen zu kommen rate ich Ihnen, regelmäßige Bewegungspausen einzulegen. Benutzen Sie die Treppe statt den Aufzug. Laufen Sie einfach ein wenig durch die Gänge oder die Treppe hoch und runter. Telefonieren Sie im Stehen oder Gehen, halten Sie Meetings im Stehen ab oder ziehen Sie während des Sitzens oder Stehen die Fußspitzen an oder hebe Sie Ihre Beine hoch. Machen Sie einen kleinen Verdauungsspaziergang von mindestens 25 Minuten in Ihrer Pause und versuchen Sie an der frischen Luft aktiv zu sein. So bringen Sie Ihren Kreislauf nach dem Essen in Schwung. Außerdem sorgt Bewegung nach dem Essen für einen guten Stoffwechsel. Natürlich spreche ich an dieser Stelle nicht davon, dass Sie nach einem üppigen Mittagsessen direkt Joggen gehen sollten, aber danach ein Nickerchen zu machen ist auch hier der falsche Weg. Denn dies könnte zu Sodbrennen führen.

Nach einer kurzen Mittagspause geht es für die meisten wieder zurück an den Schreibtisch. Wechseln Sie häufiger Ihre Sitzpositionen oder machen Sie sich zwischendurch einmal persönlich auf den Weg zum Kollegen, statt eine E-Mail zu senden oder ihn anzurufen. Auch Bewegungsübungen, wie z.B. Kniebeugen lassen sich ideal in den Arbeitsalltag einbauen.

Als letzten Tipp möchte ich Ihnen das Trinken nahelegen. Es fördert nicht nur den Gang zur Toilette, sondern verhilft Ihnen auch zu mehr Produktivität. So sorgt Wasser beispielsweise für erhöhte Konzentration und bekämpft darüber hinaus Müdigkeit.

Satt essen mit gesunden Kohlenhydraten

Viele Jahre wurden Kohlenhydrate als Feind einer gesunden und ausgewogenen Ernährung angesehen. Doch nicht alle Kohlenhydrate sind böse, es gibt auch einige Gute. Seien Sie also nicht zu voreilig und streichen Sie nicht alle Kohlenhydrate von Ihrem Ernährungsplan. Vorrangig sollten Sie jedoch auf Getreide verzichten, insbesondere ist hier die Rede von Weizen. Gar keine Frage, Pizza, Kuchen, Kekse und Spaghetti sind zwar lecker, bestehen jedoch in den meisten Fällen alle aus Weizen. Dieser kann zu einer Übersäuerung, Diabetes, Müdigkeit, Bluthochdruck und vielen weiteren Folgen führen. Welche Kohlenhydrate Sie ohne Bedenken genießen können, zeige ich Ihnen mit meinen persönlichen Top-7-Kohlenhydraten.

Bananen gehören beispielsweise dazu. Sie zählen zu den langkettigen Kohlenhydraten und werden bei der Verdauung in kleinste Bestandteile zerlegt. Umso länger diese Kette ist, desto mehr profitiert unser Körper davon und bleibt länger davon satt. Bananen haben einen hohen Zuckergehalt, weshalb sie als gute Energiequelle bekannt sind. Aber sie liefern nicht nur viel Energie, sondern enthalten zudem auch viel Kalium. Kalium ist für einen gesunden Blutdruck und ein gesundes Herz verantwortlich. Isst man eine Banane täglich so hat man schon 15% des Tagesbedarfs an Kalium gedeckt. Außerdem enthalten sie viel Vitamin B6. Dieses ist besonders wichtig für unser Nervensystem und hilft uns gerade in Stresssituation einen kühlen Kopf zu bewahren.

Neben Bananen zähle ich auch Süßkartoffeln zu meinen Top-Kohlenhydraten. Sie werden sehr gehypt, da Süßkartoffeln gesünder als normale Kartoffeln sind. Außerdem kurbeln sie den Stoffwechsel an und versorgen uns mit wichtigen Mineralstoffen wie Calcium, Vitamine, Zink und Kalium. Das vorhandene Kalium regelt den Flüssigkeitshaushalt. Überschüssiges Wasser wird so aus dem Körper geschwemmt und kann einen zu hohen Blutdruck senken. Im Gegensatz zur normalen Kartoffel enthält die Süßkartoffel deutlich mehr Beta-Carotin, was zellschützend wirkt und unsere Abwehrkräfte stärkt. Ein höherer Ballaststoff-, Zucker- und Salzgehalt sind verantwortlich dafür, dass das Sättigungsgefühl bei der Süßkartoffel im Gegensatz zu normalen länger anhält.

Eine Gemüsesorte die insbesondere im Winter stark vertreten ist, ist die Pastinake. Auch sie besteht aus Calcium, Vitamin C und Kalium, was gut für Herz, Nerven und Muskeln ist und zudem unser Immunsystem stärkt. Durch ihre sekundären Pflanzenstoffe ist die Pastinake leicht verdaulich, gleichzeitig macht sie durch ihre vielen Ballaststoffe aber trotzdem satt. Somit eignet sich dieses Kohlenhydrat auch sehr gut als Mahlzeit in der Mittagspause.

Der Kürbis ist nicht nur als Dekoration zu Halloween nützlich, auch auf unserem Teller macht sich dieser sehr gut. Insbesondere der Hokkaidokürbis, mit seiner orangenen Farbe, enthält viel Beta-Carotin, was unser Körper in Vitamin A umwandelt. Zudem sorgt es für unseren Zellschutz und ist für die Sehkraft von großer Bedeutung. Doch nicht nur das, Beta-Carotin schütz außerdem vor Herz- und Gefäßkrankheiten.

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Auch die rote Rübe, oder Rote Bete genannt, hat es in sich. Sie ist zwar ziemlich aufwendig zuzubereiten, aber es lohnt sich, denn die Rübe liefert eine Vielzahl an Mineralien, Vitaminen wie A, B, C und Folsäure. Wie ihre Vorgänger enthält sie außerdem viel Calcium, Kalium, Magnesium, was gut für die Knochen und Muskeln ist. Die Powerknolle senkt das Krebsrisiko, den Blutdruck sowie, durch den Inhaltsstoff Betain, auch das Risiko von Herzkrankheiten. Doch Rote Bete ist nicht nur als Jungbrunnen und Kraftspender bekannt, die rote Knolle gilt auch als Sportler-Gemüse und Bio-Dopingmittel. Studien zeigen auf, dass der regelmäßige Verzehr von Rote-Bete-Saft die Regeneration fördern und leistungssteigernd wirken kann.

Eine weitere Knolle die ich zu meinen persönlichen Top-7-Kohlenhydraten zähle ist Maniok. Sie in Europa zwar nicht so bekannt, doch warum nicht mal was Neues ausprobieren? Maniok bekommen Sie in jedem afrikanischem und asiatischem Lebensmittelgeschäft. Sie enthält viel Calcium, Kalium und Eisen. Die Wurzelknollen sollte nur gekocht oder geröstet verzehrt werden. Da Maniok besonders leicht verdaulich ist, eignet sie sich sogar für Menschen, die an Sodbrennen und Entzündungen des Magen-Darm-Traktes leiden. Durch den täglichen Verzehr soll die Knolle übrigens sogar Schmerzen und Schwellungen lindern, die durch eine Gelenkentzündung ausgelöst wurden.

Wenn Sie dann schon mal in einem afrikanischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäft sind, sollten Sie unbedingt auch nach Yam Ausschau halten. Es ist ebenfalls ein Wurzelgemüse. Yam hat in Afrika ungefähr dieselbe Bedeutung, wie für uns die Kartoffel. Bis auf den kleinen und feinen Unterschied, dass diese sehr gesund ist und zu den guten Kohlenhydraten zählt. In gekochten Zustand schmeckt Yam leicht süßlich, ähnlich wie Esskastanien. Der Yamswurzel wird auch eine heilende Wirkung zugeschrieben. So soll auch diese Pflanze schmerzlindernd, krampflösend, entzündungshemmend und entspannend wirken. Ferner kommt sie bei Frauenleiden, Depressionen, nervösen Verdauungsbeschwerden oder Osteoporose zum Einsatz. Der Grund dafür, Yam enthält Diosgenin, das körpereigenen Hormonen stark ähnelt, welche auf die Nebennierenrinde wirken und so zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden beitragen. Doch nicht nur das spricht für die Wurzel, denn auch die Knochendichte und die Gedächtnisleistung können durch sie gesteigert werden.

Probieren Sie es gerne selbst einmal über einen längeren Zeitraum aus. Verzichten Sie auf all die schlechten Sattmacher. Sie werden schnell bemerken was Sie ihrem Körper und sich selbst Gutes tun.