Mein Vortrag auf dem Benefit Summit

Es ist so spannend, was sich Unternehmen einfallen lassen um Mitarbeiter zu motivieren. Ich hatte die Freude beim Münchener Benefit Summit aus Neuro-biologischer Sicht das Thema Motivation zu beleuchten und habe von anderen Teilnehmern viele Praxistipps mitgenommen.

Aus biologischer Sicht haben wir einige Erkenntnisse:

  •  Jeder Mensch hat eine andere Motivationsstruktur, gemessen am Neurotransmitter Dopamin. Dies bedeutet: Zum Thema Motivation gibt es keine Unternehmenslösung, es kann nur individuelle Lösungen geben.
  • Emotionen spielen beim Thema Lernen und Bindung eine sehr große Rolle.
  • Wir haben zwei Möglichkeiten um zu lernen. Wir können aus Schmerz/Stress oder aus Begeisterung heraus lernen und arbeiten. Beides gleichzeitig ist nicht möglich, da es sich im Gehirn um zwei unterschiedliche Bereiche handelt.

 In der Praxis heißt das:Benefit.png (257×196)

  • Emotionale Erlebnisse können Bindung und Motivation fördern, wenn diese zielgerichtet mit dem Unternehmen oder Produkt verknüpft werden. Ein reines Incentive dagegen muss eher skeptisch gesehen werden. Die Verknüpfung ist wichtig.
  • Geld kann eine Motivationsquelle sein, allerdings nur bei einigen Mitarbeitern. Diese Mitarbeiter haben eine geldgetriebene Motivationsstruktur.
  • Finden Sie bei allen Ihren Mitarbeitern die Lern- und Motivationsstrukturen heraus. Anschließend  kommt erst die Auswahl der Instrumente.

Als Instrumente können Erlebnisse und Benefit-Cards genutzt werden. Tolle Beispiele dafür haben die Retencon AG  und Jochen Schweizer Corporate Solutions vorgestellt.

Keine Störungen

Inzwischen arbeiten Sie sicherlich schon routiniert mit einer To-Do-Liste und konzentrieren sich auf bei Ihren Aufgaben auf eine Aufgabe –  Sie arbeiten nach dem Single-Tasking-Prinzip.

Die Konzentration auf eine Aufgabe ist wie wir in unserem letzten Beitrag festgestellt haben, unserer „wichtigster Zeitsparer“, umso bedeutender ist es, dass wir nicht nur darauf achten, dass wir uns auf eine Aufgaben konzentrieren, sondern dass wir Rahmenbedingungen setzen, in denen wir ungestört an dieser Aufgabe arbeiten können. Vor allem bei Aufgaben, die unsere volle Konzentration erfordern, ist es wichtig, dass wir uns nicht ablenken lassen. Vermeiden Sie daher zusätzlich Störungen oder Ablenkungen von aussen. Aus Ergebnissen von Untersuchungen wissen wir dass zwischen 1 und 2,5 Std. Arbeitszeit täglich so verloren geht! Dabei sind nicht die Störungen selbst das Problem, sondern die Zeit und somit auch unsere Energie, die wir benötigen um uns wieder auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren.

Unser 3. Tipp: „Nichtstören-Kultur“

Schalten Sie Ihr Handy ab, Beantworten Sie keine E-Mail, hängen Sie ein Schild „Bitte nicht Stören“ an Ihre Tür, bzw. vereinbaren Sie mit Ihrem Kollegen eine Telefonvertretung und etablieren Sie so eine „Nicht-Stören-Kultur“ in Ihrem Unternehmen.

Wir wünschen Ihren weiterhin viel Freude und Erfolg beim Umsetzen.