Buchempfehlung: Gerhard Roth: wie das Gehirn die Seele macht

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In seinem neusten erschienenen Buch stellt  der bekannte deutsche Biologe Gerhard Roth die Theorien zusammen wie unsere Persönlichkeit entsteht. Der erste Teil ist etwas schwer verdaulich. Auf  den ersten 100 Seiten geht es in erster Linie um den Gehirn-Aufbau; allerdings so tief, dass es eigentlich nur Mediziner interessieren dürfte.

Danach kommt der aus meiner Sicht spannendere und herausragend dargestellte Teil, nämlich wie unsere Persönlichkeit entsteht. Wie immer bei Gerhard Roth geht es auch in diesem Buch  viel um das Thema Bindung. Das Zusammenspiel von Genen Epigenen,  früher Kindheit und Erfahrungen.

Die Zusammenführung mit den neusten neurobiologischen Erkenntnissen ist extrem aufschlussreich. Eine weitere? Frage die im Buch angesprochen/besprochen/ gestellt? wird, ist warum Menschen sich nur  schwer ändern können. Auch hierzu führt Gerhard Roth überzeugende Studien auf/ an.

Insgesamt ist das Buch äußerst  gelungen, auf einem sehr hohen Niveau geschriebenund für alle zu empfehlen, die sich schon sehr tief mit dem Thema „Lernen“  beschäftigt haben. Es ist sicherlich kein Einsteigerbuch.
In den kommenden Beiträgen werde ich einige Studien aus dem Buch zitieren.

Burnout: Neuste Entwicklungen

Immer mehr wird klar, dass Burnout eine eigene Erkrankung mit typischem klinischen Bild ist. Dazu zählt unter anderem ein extrem niedriger Cortisolspiegel. Die Nebennierenrinde ist erschöpft und produziert zuwenig Vitalität, irgendwann resignieren auch alle anderen Systeme. Das Wissen um solche Marker macht die Früherkennung und Behandlung leichter. Burnout ist nicht mehr ein rein psychologisches Phänomen, sondern wird mehr und mehr zu einem medizinischen.  Ich freue mich auf meinen Vortrag zum Thema  Neuro-Tipps – mit „Köpfchen“ den Burn Out vermeiden in München in der Burda Bar am 20.01.2015. Dort wird es in erster Linie um neuste Messmethoden zum Thema Burnout und um Präventionsstrategien gehen.

 

 

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