Neuro-Leadership: Verknüpfung von Gehirnforschung und Führung

Die Situation

Das Arbeitsleben, wie wir es erleben, wird immer schneller. Termin- und Leistungsdruck beanspruchen Menschen im Berufsleben immer stärker, Arbeitsergebnisse müssen schneller entstehen und erhöhen die psychische Belastung.Gleichzeitig sinkt die Identifikation der Mitarbeiter mit ihren Unternehmen immer stärker, Freiräume für Innovation und Kreativität – Fehlanzeige.

Selbstmotivation und Organisation, aber auch Führungsfertigkeiten gewinnen vor diesem Hintergrund einmal mehr an Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Es wird Zeit für ein ganzheitliches individuelles Leistungsmanagement von Leistungsträgern, die als Führungskräfte auch ihre Teams  begeistern können. Gerade Führungskräfte in Sandwichpositionen sehen sich multiplen Anforderungen ausgesetzt. Sie müssen sich nicht nur als Commander und als Vertreter des Arbeitgebers bewähren, sondern beispielsweise auch als Moderatoren, Integratoren und Förderer der ihnen anvertrauten Mitarbeiter. Und ganz nebenbei in der Regel noch die eigenen Aufgaben im Tagesgeschäft bewältigen …

Gegensteuern?

Eine einfache Recherche im Internet zeigt zweierlei auf: 1. Schon die schiere Masse an Veröffentlichungen und Angeboten bestätigt die Situation und 2. es gibt viele Ansätze, gegenzusteuern.

Doch häufig sind dies punktuelle Ansätze, die bestimmte Symptome oder Verhaltensmuster adressieren. Einzelne Symptome anzugehen, beispielsweise durch Selbstorganisation, andere Ernährung oder Motivationstechniken, bringt eine momentane oder eine spezielle Verbesserung in Teilbereichen. Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit sehen aber anders aus.

Die gute Nachricht aber ist: Das Gegensteuern ist möglich, ohne gleich als Aussteiger zu enden. Im Menschen schlummern die Potenziale, die ihm die Fähigkeit verschaffen, sich in einem turbulenten Umfeld zu bewähren, ja mehr noch, seine Leistungsfähigkeit zu erweitern und dadurch gelassener mit den multiplen Anforderungen umzugehen, die nicht nur das Berufsleben bereithält. Neuro-Leadershipfasst erprobte Ansätze unter dem Mantel der Neuro-Biochemie zusammen und befähigt Leistungsträger nachhaltig für Ihre Arbeit.

Das Model ofMind

Das Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen (Neurobiologen, Psychologen, Soziologen, Medizinern, Sportwissenschaftlern und Biologen)  ein ganzheitliches Modell entwickelt, das nicht nur bei der persönlichen Situationsanalyse hilft, sondern auch bei der Persönlichkeits-Entwicklung hin zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit.

Arbeitsbasis des Zentrums für Leistungsmanagement ist ein starker Fokus auf der Neuro-Biochemie. Die Neuro-Biochemie betrachtet die Wirkzusammenhänge von Gehirn und Hormonen im Körper, die wesentlichen Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit haben.Gleichzeitig ist die Neuro-Biochemie der verbindende Faktor zwischen Ernährung, Bewegung und Kommunikation zur Entwicklung der Leistungsfähigkeit. Das neu entwickelte Model of Mind differenziert den ersten Ansatz des Dreiklangs (Ernährung, Bewegung, Kommunikation) stärker aus und gibt ihm damit eine gemeinsame Basis.

Dieser umfassende Ansatz des Model ofMindhat den Vorteil, Einflussfaktoren für das Leistungsmanagement noch spezifischer herausarbeiten und steuern zu können. Er integriert ausgehendvon der Neurobiochemiedie körperlichen (Genetik, Epigenetik, hormonelle Steuerung) und geistigen (Ratio, Motivation, Stressresistenz) Voraussetzungen des Menschen und die Einflussnahme auf die Steuerungsvorgänge im Körper – eben durch Ernährung, Bewegung und Kommunikation.

Die Kommunikation wurde aufgespalten in rationale und emotionale Aspekte sowie die soziale Interaktion mit Freunden, Familie/Partnern und am Arbeitsplatz.  Der Einfluss der Fragen „Was denke ich? Wie fühle ich? Und mit wem verbringe  ich meine Zeit?“ werden damit im Rahmen des Leistungsmanagements detaillierter betrachtet.

Model of Mind

Wo anfangen?

Dieses ganzheitliche Persönlichkeitsmodell des Menschen zeigt die „Stellschrauben“ auf, mithilfe derer die Leistung beeinflusst wird. Zum Positiven wie auch zum Negativen. Das Zentrum für Leistungsmanagement analysiert den Status und entwickelt auf Basis dieser Ergebnisse einen individuellen Plan für die Persönlichkeitsentwicklung  in die gewünschte Richtung. Dabei ist eine gezielte Entwicklung in drei Richtungen möglich: Optimierung des Führungsverhaltens, Stärkung der Eigenmotivation und Aufbau der Stressresistenz. Diese drei Entwicklungspfade bezeichnet das Zentrum als Neuro-Leadership, Neuro-Motivation und Neuro-Stressprävention. Wobei Motivation und Stressprävention lediglich spezifische Teilaspekte des übergeordneten Gedankens von Leadership sind.

Warum „Neuro“?

Das Präfix Neuro kennzeichnet die Essenz des modernen Konzepts für Persönlichkeitsentwicklung. Entscheidungen, Haltungen, Leistungsfähigkeit – all das wird wesentlich durch unseren Verstand und biochemische Prozesse in unserem Körper bestimmt. Diese Regelkreise ordnen unser Handeln und Wollen. Genauso wie die Biochemie unser Handeln beeinflusst, können wir aber auch die biochemischen Prozesse  in unserem Körper beeinflussen.

Über die Stoffe, die wir unserem Körper zuführen, regeln wir biochemische Vorgänge, beispielsweise die hormonelle Steuerung,  die u.a. auch Relevanz für  unser Gehirn haben. Und damit wiederum unsere Entscheidungen beeinflussen, indem sie Begeisterung und Kreativität ermöglichen oder verhindern.

Der Mensch ist aber nicht nur eine chemische Fabrik.Deswegen spielt auch die Arbeit an Emotionen und Einstellungen sowie die Betrachtung des Umfelds eine wichtige Rolle für eine ganzheitliche Begleitung, um Führungskräfte zu entwickeln. Damit sie mit mehr Spaß und Erfolg Führungsaufgaben wahrnehmen und sich in den vielfältigen Ansprüchen des Berufslebens bewähren.

In den folgenden Beiträgen werden wir uns den „Stellschrauben“ der Persönlichkeitsentwicklung widmen: Neuro-Biochemie, Ratio,Ernährung, Bewegung und Kommunikation.

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