Altern und die Epigenetik

Wie funktioniert altern? Was macht uns alt? Einen spannenden Beitrag dazu liefert die Epigenetik. 2012 entdeckten Forscher, dass ein besonderer epigenetischer Marker, die Methylierung der DNA bei zunehmenden Alter immer mehr abnimmt.

Das bedeutet es werden immer mehr Gene „eingeschaltet“. Im Vergleich zu Babys beträgt die Abnahme fast 5% bei einem 103-jährigen. Auf die Methylierung hat Ernährung und Bewegung einen entscheidenden Einfluss. Vielleicht können wir das biologische Alter bald an den Methylgruppen festmachen, einen Einfluss auf „Alterskrankheiten“ könnte  sich hier zeigen.

Hier könnte ein Schlüssel liegen, warum Sportler jünger aussehen.

Dies ist nur ein Untersuchungsergebnis, das zeigt wie spannend die Interaktion zwischen Vererbung und Umwelt wird, die Epigenetik ist das Forschungsfeld, das mit am stärksten wächst.

aus: Holger Heyn et al.: Distinct DNA methylomes of newborns and centenarians. PNAS 109, 26.06.2012, S. 10522-10527