Low Carb gefährlich? Der Spiegel berichtet

Der Spiegel  brachte vor einiger Zeit einen Artikel: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/diaeten-low-carb-erhoeht-risiko-fuer-herzinfarkt-und-schlaganfall-a-841072.html

Ist damit unsere These widerlegt? Haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung mit ihren Nudel und Brot-Tipps doch recht? Gibt es doch eine Zukunft für die Bäckereien?

Spannend ist auch hier wieder das die Ergebnisse unsere Empfehlungen bestärken, nicht verwerfen, nur die Überschrift von absoluter Unkenntnis zeugt:

Überschrift des Spiegel:

„Diäten: Low-Carb erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-  Krankheiten

Begründung:

„Ein Großteil der in der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate kommt aus Gemüse, Früchten und Getreideprodukten. Wer sich kohlenhydratarm ernährt, verzichtet daher weitgehend auf diese wichtigen Lebensmittel.“

Die Überschrift müsste also lauten: „Wer wenige Obst und Gemüse ist, steigert sein Risiko“.

Das stimmt, ist aber nicht wirklich eine Neuigkeit!

Die Modeldiät, kein Obst und Gemüse vorsieht, wird von keinem Arzt ernsthaft empfohlen, im Gegenteil, aus unserer Sicht sollten vor allem Gemüse und in zweiter Linie Obst die Grundlage des Essens bilden. Jeder Anbieter, der anderes empfiehlt, handelt fahrlässig.

Aber eben kein Getreide oder Zucker. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen unseren Empfehlungen und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, also der offiziellen Version.

Fazit: Seriöse und medizinisch korrekte Low Carb- Lebensstile verzichten nicht auf Kohlenhydrate, sondern essen die richtigen:

Viel Gemüse und Obst, wenig Getreide und Zucker!

Wacher, fitter , leistungsfähiger – Blutzucker um 16% gesunken in einer Woche

Nun erhalten wir die ersten Ergebnisse. Uns hat überrascht wie erfolgreich wir waren, als ersten Wert hat uns erstaunt, dass der Blutzucker in der einen Woche im Durchschnitt um 16% gefallen ist.

Wir haben am ersten und letzten Tag Glukose im Plasma gemessen.

Der Blutzucker zeigt wie sehr stark unser Körper Zucker als Energie verarbeiten kann. Dies ist ein sehr guter Indikator für einen gesunden Stoffwechsel.

 

Ergebnisse der Studie:

  • im Durchschnitt um 16 % (12,5 mg/dl ) gefallen
  • das bedeutet:
    • weniger Diabetes Typ 2 Risiko,
    • wenigerHeißhunger-Attacken,
    • stabilererStoffwechsel

     

 

 

Unvergesslich

Wahnsinn, nun sind bereits 3 Tage vergangen nach unserem Abstieg und dem Ende der Studie und die Euphorie ist weiter ungebremst.
Welch eine Aktivität und Energie, die nur möglich war, weil wir eine stoffwechselangepasste Ernährung hatten.

Alle Teilnehmer der Gruppe konnten am Ende größere Wanderungen(bis zu 12h) ohne Essen nicht nur durchhalten, sondern hatten auch kein Hungergefühl. Schon am ersten Tag zuhause war mir klar, dass ich die Grundsätze der ketogenen Energiebereitstellung weiter beibehalte, einen besseres Zeugnis für Leistungsfähigkeit gibt es nicht.

Unvergesslich bleibt für mich auch, wie die Gruppe schnell zusammengewachsen ist und wie die konditionell Stärkeren die noch nicht so Starken mitgezogen haben, danke.

Nun wird es Zeit für die Ergebnisse, ich bin so gespannt, wie sich die Blutwerte geändert haben, morgen (am Freitag) können wir erste Tendenzen sagen.  Subjektiv haben wir alle einen Riesenschritt gemacht, mal sehen, ob sich dieser Schritt auch im Blut zeigt.

Unvergesslich war es allemal.

Metabolic Lifestyle: Der Tag danach

Der Blick zurück

„Doktor, können Sie bitte einen Blick auf die Verletzung werfen? Wir vermuten, das könnte eine Blutvergiftung sein“ „Blutvergiftung? Nein, das ist nur ein wenig entzündet. Aber sagen Sie mal“, der Arzt schnüffelt deutlich wahrnehmbar in die Luft, „wo kommen Sie denn eigentlich her?“ „Ja, wir sind zwei Teilnehmer der Studie Metabolic Lifestyle …“ „Ach, da müssen Sie gar nicht weiter reden – Sie sind das also …“

Soviel  zum Arztbesuch von Daniel und Sebastian Spörer am Sonntag Abend. Das Projekt war – zumindest in der Region – in aller Munde. Auch die Hälfte der Besucher auf der Zipfelsalpe wusste über die Rucksackträger Bescheid.

Die Metabolic Lifestyle Gruppe füllt zum Abschluss noch einen Fragebogen aus

„In den ersten zwei bis drei Tagen haben wir schon ein wenig gelitten“, resümiert Sebastian Spörer, „nicht nur das Wetter hätte eigentlich kaum schlechter sein können. Nein, auch das Hungergefühl war ein ständiger Begleiter. Was das für die Moral bedeutet, muss man wohl nicht extra erläutern“.

Am 4. Tag: ein Wunder?

Nichtsdestoweniger absolvierten die Teilnehmer der Studie im Schnitt 120 Wanderkilometer in der Projektwoche – und das ohne Frühstück. Aber ab dem vierten Tag geschah das Unerwartete: Das Hungergefühl verschwand. Der Stoffwechsel hatte sich auf Fettverbrennung umgestellt  und plötzlich fühlten sich die Teilnehmer leicht – „die Energie explodierte geradezu“.

„Für mich war faszinierend, wie wir nach einigen Tagen anstrengende Bergtouren ohne Frühstück bewältigen konnten und zum zweiten, wie die Gruppe trotz unterschiedlicher Charaktere zusammenwuchs und sich gegenseitig unterstützte“, blickt Spörer zurück.

Positive Effekte

Jürgen Pucher von der BERA bestätigt das. „Ich bin total begeistert und fühle mich jetzt wirklich fit“. Nicht nur sein Faible für die Berge, sondern auch das Gefühl, nicht ständig erreichbar sein zu müssen, begünstigten den Entspannungseffekt – auch wenn sich zu Beginn immer wieder Gedanken an „normales Essen“ einschlichen.

Die Herzfrequenz-Variabilität (HRV) spricht bei ihm aber eine deutliche Sprache. Obwohl er zuvor schon sportlich aktiv war, was seine guten Blutwerte belegen, stieg der Wert von 27 auf 65 an – die Skala für die HRV reicht von 0 (sehr schlecht) bis 100 (spitze). „Ich wusste nicht, dass das möglich ist, mit diesem neuen Lebensstilkonzept so schnell eine positive Veränderung herbeizuführen. Was mir geholfen hat, war, dass ich das live erleben konnte. Die Lektüre eines Buches hätte mich nie so weit gebracht und natürlich war das gemeinsame Erleben und Tragen in der Gruppe auch ein wichtiger Beitrag, dass ich den Schritt geschafft habe“.

Metabolic Lifestyle Snackbox (ohne Dr. Pepper)
Snackbox „Garten“ – Dr. Pepper ist eine Remineszenz an alte Zeiten 😉

Dauerhafte Umstellung

Auch am ersten Tag danach wird er sich an den Ernährungs-Prinzipien orientieren: Frühstück fällt aus, zum Mittag wird es Obst, Gemüse und Fleisch geben. Und wenn doch mal der Hunger zwischendurch kommt: Seine Kollegen haben ihm bereits eine Snackbox bereitgestellt: Klee, Löwenzahn, Gänseblümchen, Spitzwegerich im f. Ein bisschen Pflege werden die Gewächse allerdings brauchen 😉

Die nächsten Pläne

Und was haben Sie am meisten vermisst? „Meine Familie“, antwortet der Studienleiter wie aus der Pistole geschossen. „Die erste Nacht wieder daheim war schon etwas Besonderes“ – nicht nur wegen der vielen Eindrücke, die es zu verarbeiten galt. Und trotzdem – das nächste Metabolic Lifestyle Projekt mit neuen Teilnehmern geistert schon in seinem Kopf herum. Bei Interesse einfach melden.

Projekt Metabolic Lifestyle – Tag 8

Die Zielgerade in Sicht

Der eine  oder die andere wird das Gefühl kennen, wenn es nach einem langen Lauf auf die Zielgerade geht und die Dusche wartet oder ein kühles Getränk oder das wohlige Gefühl, ganz entspannt zu sein, vielleicht ein bisschen euphorisch über das Geleistete.

So ähnlich wird es den Probanden heute gehen, wenn sie aus der „Steinzeit“ zurückkehren. Vielleicht wird mancher auch ungläubig angesichts der vielen Menschen, Zivilisationsgeräusche und Autos die Stirn runzeln …

Pech am Sonntag

Für zwei Teilnehmer war das Projekt bereits gestern zu Ende. David verletzte sich im Laufe des Tages und eine ungesunde Färbung an der Verletzung ließ eine Blutvergiftung vermuten, so dass Sebastian Spörer und er sofort nach Hindelang zum Arzt abstiegen, wo sie auch übernachteten. Heute stoßen sie wieder zur Gruppe.

Die anderen stiegen heute Morgen nach einer letzten Übernachtung in den Bergen von der Zipfelsalpe in etwa 1,5 Stunden ab nach Hinterstein. Dort ging´s mit bereitgestellten Autos  zurück in das Füssen des 21. Jahrhunderts, an den Ort, an dem alles vor einer Woche begann: das Klinikum.

Lechfall Füssen
Ein letztes Grillen am Lech

Nach der dortigen Blutabnahme gibt es ein letztes Mal deftige Proteine vom Grill. Vielleicht reicht die Zeit bis 15:30 Uhr dann auch noch für frische Kleidung und eine Dusche, bevor die Gruppe – leicht gezeichnet von den Anstrengungen der Woche – beim Bürgermeister in Füssen erscheint. Er bekommt einige Infos über das Projekt und ehrt die Teilnehmer für ihren Einsatz am Freitag bei der Steineräumung.

Bilder wird es heute Mittag geben. Ebenso wie einen Ausblick, wie es mit der Studie weitergeht.