Dem geistigen Alterungsprozess entgegenwirken

Eines ist schon mal klar, wir werden nicht jünger. Im Alter nimmt sowohl die geistige, als auch die körperliche Leistungsfähigkeit ab. Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass das Altern in den höheren Jahrzehnten des Lebens beginnt. Das mag mit Betrachtung auf den Körper zutreffend sein. Eine Untersuchung von Psychologen der Universität von Virginia hat jedoch ergeben, dass die kognitiven Fähigkeiten im Durchschnitt bereits mit 27 Jahren zu altern beginnen. Dies belegen Tests, die im Zeitraum von sieben Jahren mit 2.000 gesunden Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren durchgeführt wurden. Das abstrakte Denken, die Geschwindigkeit der Verarbeitung und das Lösen von Puzzeln fielen den Probanden, die sich am Ende ihrer „Zwanziger“ befanden bereits schwerer als den Jüngeren. Die Kapazität des Gedächtnisses nimmt aber wohl erst ab einem Alter von 37 Jahren langsam ab, wobei die geistige Beweglichkeit und die Fähigkeit, sich Wissen anzueignen noch bis ins hohe Alter bestehen bleiben. Lebenslanges Lernen ist damit also nicht unmöglich. Zudem hängt die individuelle kognitive Leistungsfähigkeit von vielen Faktoren, wie z.b. den Genen, der Gesundheit oder dem Lebensstil ab.

brain-2146817_1280.png

Es gilt die langläufige Meinung, dass ältere Menschen über weniger geistige Kapazität verfügen, sich auf neue Aufgaben nur schwer einstellen, schlechter irrelevante Informationen filtern können und in neuen, ungewohnten Situationen mehr Schwierigkeiten haben, sich anzupassen. Zudem sind sie physische weniger belastbar. Doch das ist kein Grund, älteren Mitmenschen oder auch Kollegen ihre Kompetenz abzusprechen. Die Vorteile junger Leute im Bereich der kognitiven Leistungsfähigkeit werden von der Routine und der Erfahrung der älteren Kollegen locker ausgeglichen und die allgemeine Produktivität im Beruf ist im Vergleich sogar oftmals höher. Der Rückgriff auf den gespeicherten Erfahrungsschatz ist oftmals vorteilhaft bei der Lösung von Problemen im betrieblichen Alltag. Schließlich kennen die erfahrenen Mitarbeiter die Abläufe genau und auch das Qualitätsbewusstsein und die Präzision ist im Schnitt höher als die der Jüngeren Kollegen.

Damit man aber auch im gehobenen Alter noch körperlich und vor allem geistig fit bleibt, ist es von besonderer Wichtigkeit, sich nicht nur präventiv, sondern auch aktiv dem kognitiven Abbau entgegenzustellen. Aber was kann getan werden, um Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer vorzubeugen?

Mit Menschen reden, gemeinsam über etwas nachdenken hält das Gehirn nachhaltig auf Trab. Insbesondere der Umgang mit jungen Menschen hilft, denn diese stellen viele Fragen. Im Job gilt die Devise, sich immer wieder neue Möglichkeiten der Herausforderung zu suchen. Klar bedeutet es Stress, im gehobenen Alter nochmals eine neue Tätigkeit zu erlernen. Doch gerade Menschen in einer Vorreiterrolle bleiben geistig flexibel. Eine gesunde Balance zwischen Burnout und Boreout sorgt durch positiven Stress für eine Aktivierung der grauen Zellen.

Bereits in jungen Jahren können Risikofaktoren, die das Gehirn negativ beeinflussen, vermieden werden. Darunter fallen Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel und das Rauchen. Denn was Ihrem Körper gut tut, hilft auch Ihrem Kopf! Der geistige Abbau lässt sich nicht vollständig aufhalten. Je früher Sie mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen beginnen, desto besser wird sich das künftig und aktuell auf Ihre geistige Fitness auswirken. Im Bereich der Ernährung sollten Sie darauf achten, dass Sie wenig Salz, Fett und Zucker zu sich nehmen. Wichtig sind hingegen viele Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Diese befinden sich in allen Zellen des Körpers. Im Gehirn sorgen sie dafür, dass sich die Nervenzellen besser vernetzten und Signale schneller übertragen werden.

Gehirnjogging-Spiele auf dem PC oder Konsolen sind sehr beliebt. Aber die Erfolge bei solchen Gehirntraining lassen sich meist nicht auf andere mentale Bereiche übertragen. Man verbessert zwar seine Leistung bei speziellen Spielen, was aber vor allem an der Übung liegt. Der Geist muss praxisnah und intensiv trainiert werden und das über einen langen Zeitraum, denn es gilt auch hier: „Ohne Schweiß kein Preis“.

Alles neu macht der Mai!

Neues Jahr, neue Vorsätze. Wer kennt es nicht, dieses Spiel, das bereits im März schon wieder beendet ist. Doch jetzt, wo die Tage wieder länger und vor allem auch wärmer werden, sehnen sich viele von uns nach der Strandfigur. Also werden wieder fleißig Diäten gestartet und Fitnessverträge abgeschlossen. Es ist wieder einmal an der Zeit, etwas grundlegend zu ändern. Wie Sie das schaffen können – privat und beruflich –, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Unser Leben besteht aus einer Reihe von wiederkehrenden Abläufen und Gewohnheiten. Das ist eigentlich eine gute Sache. Schließlich wollen wir nicht jeden Tag aufs Neue darüber nachdenken müssen, wie wir uns die Zähne putzen und wie es funktioniert, die Schuhe zu binden. Forscher am Massachusetts Institute of Technology haben herausgefunden, dass unsere Gewohnheiten in den sog. Basalganglien, einer bestimmten neuronalen Schaltzentrale gespeichert sind. Diese können aber nicht zwischen einer guten oder schlechten Angewohnheit unterscheiden. Sie versuchen lediglich, sich wiederholende Verhaltensmuster zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Übrigens besitzen auch Fische oder Reptilien diese Eigenschaften. Ob jedoch auch sie lästige Gewohnheiten verlieren möchten ist bisher unerforscht. Wie aber kann es nun gelingen, eine erfolgreiche Änderung einzuleiten?

time-for-a-change-2015164_1920.jpg

95 Prozent unserer täglichen Entscheidungen erreichen unser Bewusstsein gar nicht. Um sich diese Zahl besser vorstellen zu können, müssen wir uns zuerst klar werden, wie unsere täglichen Gewohnheiten aufgebaut sind. Diese folgen meist einem klaren Muster aus den drei Elementen – Lust – Routine – Belohnung. Zur Veranschaulichung kann dabei unser morgendliches Frühstücksritual dienen. Sie haben Hunger und damit Lust, etwas zu essen. In Ihrer täglichen Routine schlurfen Sie beinahe blind in die Küche, nehmen sich eine Schüssel aus dem Schrank, füllen die gezuckerten Cornflakes hinein und übergießen diese mit Milch. Der Zucker (und eine Tasse Kaffee) weckt Ihre Lebensgeister. Hier kommt die Belohnung ins Spiel. Jetzt möchten Sie aber etwas auf Ihre Gesundheit und Ihren Körper achten und weil Sie so motiviert sind, haben Sie die Cornflakes natürlich vom Speiseplan gestrichen. Aber nun eine neue Routine mit frischen Früchten, gesundem Tee und einem Vollkornbrot mit Avocado einzuführen wird sehr schwer werden – vor allem, weil Lust und Belohnung uns massiv daran hindern werden und uns zum alten Schema verleiten. In der Psychologie geht man davon aus, dass eine gewollte Verhaltensänderung mindestens zwei bis drei Wochen benötigt. Und das auch nur dann, wenn man intensiv auf sein Tun achtet. Versuche haben aber gezeigt, dass veränderungsbereite Probanden zwischen 66 und bis zu mehr als 250 Tage benötigten, um ohne darüber nachzudenken zu gesunden Lebensmitteln zu greifen. Während dieser ganzen Zeit will uns unser Gehirn signalisieren: Hier stimmt etwas nicht! Genau dann ist der Punkt des Scheiterns erreicht, denn die meisten geben nun ihrem Gehirn nach und fallen in den „alten Trott“ zurück. Auch der Energieverbrauch in Form von Glukose ist dabei nicht zu verachten. Bewegen wir uns in gewohnten Mustern ist dieser sehr gering. Sobald wir uns aber neu programmieren möchten, steigt er massiv an. Ein umprogrammieren unseres Autopiloten kann also durchaus auch körperliche Folgen mit sich bringen. Gerade während dieser Zeit sollten Sie also darauf achten, einen Ausgleich zu schaffen. Vor allem durch viel Bewegung, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und Entspannung. Dies ist besonders wichtig. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben festgestellt, dass unsere beiden Stresshormone Cortisol und Noradrenalin die Funktionen des Frontalhirns herabsetzen. Unter Druck ist unser Gehirn also nicht wirklich bereit für Veränderungen. Wer schon einmal in einer stressigen Phase versucht hat, mit dem Rauchen oder dem Verzehr von Schokolade aufzuhören, wird wissen, dass dies ein aussichtsloses Unterfangen ist.

Wichtig sein wird auch, dass Sie sich realistische Ziele setzen, welche Sie in einem festgesetzten Zeitraum auch erfüllen können. Zu viele Misserfolge bzw. nicht erreichte Ziele werden schnell an der Motivation zweifeln lassen und zur Aufgabe führen.

Was wir hier am Beispiel des Abnehmens aufgeführt haben, lässt sich auch in die Arbeitswelt übertragen. Sie möchten lernen, Prioritäten besser zu setzen oder produktiver zu werden? Dann analysieren Sie sich alleine oder auch mit einem Kollegen selbst. Wo sind Ihre Schwachstellen und wo befinden sich Ansatzpunkte diese zu verbessern?

Das wichtigste jedoch ist – Haben Sie Geduld mit sich selbst!

Kaffee – Wunderwaffe aus der Tasse?

Zu Kaffee hat fast jeder eine Meinung. Egal ob unterwegs, gemütlich zu Hause oder im Büro – für fast alle Menschen gehört der braune Muntermacher zum festen Bestandteil eines jeden Tages. Kaum ein Getränk ist beliebter! Denn jeder Deutsche trinkt durchschnittlich 162 Liter Kaffee im Jahr. Viele offene Fragen und Mythen ranken sich um ihn. Er soll sich negativ auf den Kreislauf auswirken, begünstigt die Entstehung von Krebs und führt zu Bluthochdruck. Doch was ist dran an solchen Aussagen?

Zunächst sollten wir eines vorab klären: Obwohl viele Menschen Kaffee gut vertragen, kann dieser dafür verant­wortlich sein, dass diverse Probleme im Zusammenhang mit Ihrem Wohlbefinden auftreten. Daher empfehlen wir Ihnen z.B. während unserer Methode „Biologie der Begeisterung“ auf Kaffee zu verzichten und auch sonst den Konsum gering zu halten. Wie wir Ihnen gleich zeigen werden, haben neueste Studien zu einer Verbesserung des Images von Kaffee beigetragen. Trotzdem sollten Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen wie beispielsweise erhöhtem Blutdruck gänzlich auf den Genuss von Kaffee verzichten. Ganz sicher gehen Sie hier, wenn Sie Ihren Arzt um seine Einschätzung bitten.

Kaffee.jpg

Wie es scheint hat Kaffee weit mehr positive Wirkung auf unseren Körper wie uns die „Mythen“ über die negativen Eigenschaften weiß machen wollen. Besonders aufschlussreich sind bei der Beurteilung von Risiken sogenannte Metaanalysen oder Metastudien. In diesen werden viele kleine und größere Studien zu einem Thema zusammengefasst und ergeben so ein umfangreicheres und mitunter eindeutigeres Gesamtbild. In solch einer Studie, wurden von der Universität Harvard insgesamt 36 Studien zum Thema Kaffeekonsum und seinen gesundheitlichen Folgen ausgewertet. Dabei handelt es sich um eine Gesamtmenge von mehr als 1,3 Millionen Probanden, die ausgiebig über das Thema Auskunft gaben. Die Auswertung zeigte, dass Personen die durchschnittlich 3,5 Tassen Kaffee am Tag trinken ein bis zu 20 Prozent geringeres Risiko in sich tragen, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Bei einem Konsum von 1,5 Tassen am Tag ist die Risikoreduktion immerhin noch bei elf Prozent. Grund für diesen Effekt ist, dass Kaffee die Elastizität der Blutgefäße positiv beeinflusst. Auch andere Studien zeigen auf, dass ein moderater Kaffeekonsum von etwa 3-5 Tassen eine gesundheitsfördernde Wirkung erzeugen kann. So senkt er das Krebsrisiko, z.B. bei Leberkrebs, um bis zu 40 Prozent. Die Möglichkeit im Alter an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken ist bei moderatem Konsum ebenso um einiges geringer.

Zuviel Kaffee birgt aber auch Probleme. Vor allem Menschen mit einem zu hohen Blutdruck, akuten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder des Nervensystems sollten besonders auf ihren Kaffeekonsum achten. Auch in der Schwangerschaft sollte auf Kaffee verzichtet oder dieser nur in geringen Maßen genossen werden. Die entwässernde Wirkung von Kaffee kann Menschen die zu Wassereinlagerungen neigen helfen. Bei extremem Konsum können die Dehydrationserscheinungen aber von Konzentrationsschwierigkeiten bis zu einem Kreislaufzusammenbruch führen. Wer viel Kaffee trinkt, sollte daher für einen Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts sorgen.

Trotz der vielen positiven Eigenschaften von Kaffee bleiben eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, der Verzicht auf Nikotin und zu viel Alkohol die wirksamsten Methoden um das eigene Erkrankungsrisiko so klein wie möglich zu halten. Die ein oder andere Tasse Kaffee kann mit den oben genannten Informationen wohl ohne schlechtes Gewissen getrunken werden und dazu noch wohlschmeckender sein.

Gutes Klima im Büro

„In unserem Büro herrscht ein gutes Klima“. Diesen Spruch kennen wir wohl alle. Mit Klima meinen wir an dieser Stelle aber ausnahmsweise nicht die Arbeitsatmosphäre und ob Sie sich mit Ihren Kollegen gut verstehen, sondern vielmehr das „Wetter“ in unseren Büroräumen. Gerade jetzt in der wechselhaften Übergangszeit von Winter zu Sommer kommt es am Arbeitsplatz immer öfter zu Diskussionen über offene Fenster oder zu warme Heizungen. Denn das Empfinden über den Sauerstoffgehalt der Luft und die Wohlfühltemperatur ist oftmals sehr verschieden.

Neben Ergonomie, Licht und Lautstärke gehört das Raumklima zu einem der Faktoren mit dem erheblichsten Einfluss auf die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, aber auch der Gesundheit. Nach einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind rund 20 Prozent der im Büro tätigen Mitarbeiter durch Kälte, Nässe, Hitze, Feuchtigkeit oder Zugluft am Arbeitsplatz betroffen. Rund die Hälfte davon empfindet diesen Zustand als belastend. Doch was lässt sich dagegen unternehmen und was macht ein gutes Raumklima aus? Um das zu verstehen gilt es, die verschiedenen Aspekte aus denen sich „das Klima“ zusammensetzt zu analysieren. Im klassischen Sinne von Wetter ist dieser Begriff ein Zusammenspiel aus Temperatur, Niederschlägen, Luftfeuchtigkeit und Windstärke. Jeder dieser Faktoren beeinflusst das Klima. Im Gegensatz zur Natur aber lassen sich diese im Büro auch aktiv verändern. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen zeigen, wie es mit relativ einfachen Mitteln gelingen kann, ein angenehmes Wohlfühlklima in Ihrem Büro zu schaffen.

trocken-1031040.jpg

Temperatur

Obwohl das Temperaturempfinden sehr subjektiv ist, gilt eine Raumtemperatur von 21-22 Grad als optimal. Liegt sie darüber oder darunter, nehmen Konzentration und Leistungsfähigkeit stark ab. Aber gibt es auch beispielsweise häufig starke Abweichungen in der individuellen Wahrnehmung zwischen den Geschlechtern. Aber auch die körperliche Verfassung spielt dabei eine wesentliche Rolle. So sind Menschen mit niedrigem Blutdruck erwiesenermaßen weitaus kälteempfindlicher. Hier gilt es vor allem im Großraumbüro Kompromisse zu finden. Im (Hoch)Sommer ist es meist unmöglich, die gemütlichen 22 Grad zu halten. Zu dieser Zeit ist der Körper aber auch an die höheren Temperaturen gewöhnt und unsere Wohlfühlgrenze steigt auf 26 Grad. Minimal- und Maximaltemperaturen sind im Übrigen auch in der Arbeitsstättenverordnung festgelegt.

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit ist nur sehr schwer fühl- oder messbar. Um diese dennoch herauszufinden empfiehlt es sich, eine kleine Wetterstation aufzubauen. Der ideale Wert liegt im Büro zwischen 40 und 60 Prozent. Ist sie zu hoch oder aber auch zu niedrig, kann dies verschiedenste Probleme mit sich bringen. Zu trockene Büroluft entsteht vor allem im Winter. Durch das unvermeidbare Lüften strömt immer wieder kalte Außenluft, die nur wenig Wasser aufnehmen kann, in das Büro, wird dort erwärmt und entzieht der vorhandenen Luft so die Feuchtigkeit, welche daraufhin oftmals auf unter 30 Prozent absinkt. Dies hat zur Folge, dass unsere Schleimhäute austrocknen und wir somit anfälliger für Krankheitserreger sind. Um dem entgegenzuwirken, werden oftmals Schalen mit Wasser oder Wasserbehälter an den Heizungen aufgestellt. Allerdings sind diese nicht sehr effektiv und bergen auch Gefahren in sich. Hier entstehen schnell Bakterien und Schimmelpilze. Grünpflanzen sind deutlich effektiver.

Luftdynamik

Hier ist die bekannte und nervige Zugluft gemeint. Zu hohe Luftgeschwindigkeiten entstehen in den meisten Fällen durch undichte Fenster oder Türen und falsch eingestellte Klimaanlagen. Die Temperaturdifferenz lässt einen unangenehmen Zug entstehen der schlimmstenfalls zu Erkältungen sowie zu Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich führt. Daher gilt es Türen bzw. Fenster abzudichten und Klimaanlagen von Experten warten zu lassen. Fenster auf „Dauerkipp“ haben den gleichen Effekt. Sie verschwenden Energie und fördern zudem die Schimmelbildung. Also lieber Stoßlüften und dabei einen Schal oder eine Jacke überwerfen.

Luftqualität

Die Luftqualität wird von Faktoren wie dem Sauerstoffanteil, Staub, Schadstoffen (Möbel, Bodenbeläge), Ozon (Kopierer, Laserdrucker) etc. beeinflusst. Für die Qualität der Luft gibt es keine einheitlichen Richtwerte. Sie sollten sich daher auf Ihr Wohlbefinden achten. Bei Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen oder ähnlichen Symptomen spielt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Qualität der Luft eine große Rolle. Auch hier helfen nur regelmäßiges Lüften und/oder viele Zimmerpflanzen. Als besonders empfehlenswert gelten dabei Birkenfeige, Zimmerlinde und der Drachenbaum. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und filtern sogar Schadstoffe.

Wie Sie sehen, gehört eine gutes „Klima“ zu den wichtigsten Voraussetzungen für unsere Leistungsfähigkeit im Büro. Wie so vieles wird auch dieser Faktor häufig unterschätzt. Versuchen Sie doch einfach einmal unsere Tipps umzusetzen und überprüfen Sie im Anschluss die Auswirkungen auf Ihre Leistungsfähigkeit – Sie werden überrascht sein! Im Übrigen wird auch der immer wieder angepriesene Spaziergang in der Mittagspause Wunder bewirken.

Wie Sie die Frühjahrsmüdigkeit überstehen

Die meisten kennen dieses Gefühl von Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kreislaufproblemen. Immer zwischen März und April, also wenn die Tage wieder etwas länger und wärmer werden schlägt sie zu, die allseits bekannte Frühjahrsmüdigkeit. Was viele gerne als scherzhafte Ausrede für ein müdes Erscheinen anbringen, kann für andere durchaus purer Ernst werden.

Aber woher kommt dieses Phänomen und wie können wir dagegen ankommen? So richtig konnte die Ursache der Frühjahrsmüdigkeit noch nicht erforscht werden. Allerdings gehen Forscher stark davon aus, dass diese mit dem unterschiedlichen Rhythmus von Tag und Nacht zu tun haben muss. Da in unseren Genen auch heute noch zum Teil die unserer Urväter stecken, sollten auch wir uns möglichst an das Spiel von Hell und Dunkel anpassen. Sprich früh ins Bett gehen und sehr früh wieder aufstehen. Dass das für viele Arbeitnehmer nicht möglich ist, bedarf keiner Frage und wäre auch kein Problem, wenn wir uns in den Wintermonaten nicht der üblichen Völlerei der Weihnachtszeit hingeben würden. Aufgrund der vitaminarmen und sehr nährstoffreichen Versorgung in der Winterzeit sind unsere Vitaminspeicher nahezu geleert. Vitaminmangel in Kombination mit schlechtem Schlaf und wenig Sonnenlicht führt schlussendlich zur Frühjahrsmüdigkeit.

brown-bear-912444_1920

Auch ein Blick auf unsere körpereigenen Hormone Serotonin und Melatonin trägt zur Klärung bei. Serotonin hält unser Herz-Kreislauf-System auf Trab und sorgt für gute Stimmung. Produziert wird es durch den Einfluss von Licht auf unseren Körper. Die immer stärker werdende und länger andauernde Sonneneinstrahlung der Frühlingsmonate sorgt also für die vermehrte Bildung dieses Hormons. Gleichzeitig aber sorgt Serotonin für den Rückgang der Bildung von Melatonin, welches uns einen erholsamen und gesunden Schlaf schenkt. Im Ergebnis wird also der Hormonhaushalt unseres Körpers im Frühling richtig durcheinander gebracht – wir müssen uns an die Umstellung hin zu den wärmeren Monaten des Jahres erst gewöhnen. Normalerweise benötigen wir etwa vier Wochen, damit sich unser Körper auf die neuen Begebenheiten einstellen kann. Wetterumschwünge, wie sie vor allem im März und April vorkommen, können diesen Gewöhnungszeitraum aber zusätzlich verlängern. Der ständige Wechsel zwischen warm und kalt belastet das Kreislaufsystem. Denn vor allem bei steigenden Temperaturen weiten sich die Blutgefäße, was zu einem Abfall des Blutdrucks und somit zu Schwindelgefühlen führen kann.

 Abhilfe schaffen kann, wie so oft, viel Bewegung. Auch wenn sich ihr Körper nicht danach anfühlt, viel Zeit im Freien zu verbringen – überwinden Sie sich! Sonnenlicht sorgt dafür, dass Sie die Übergangszeit möglichst schnell hinter sich bringen. Neben Wechselduschen, die das Immunsystem ankurbeln und einem aktiven Tagesverlauf sollten Sie sich ruhige Abende zur Erholung gönnen. Ernährungstechnisch sollten Sie spätestens jetzt viel Gemüse, Obst und mageres Fleisch zu sich nehmen. Wenn die Symptome trotz allem einfach nicht nachlassen wollen, kann die Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen helfen. Lassen Sie sich hierbei aber bitte unbedingt von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie unbeschadet über die Zeit der Frühjahrsmüdigkeit hinwegkommen und die ersten warmen Tage in vollen Zügen genießen können!